GEISA20.000 Euro für Einblicke ins Grenzer-Leben

Point Alpha: Ausstellung im ehemaligen DDR-Grenzturm eröffnet

17.05.17 - Im Wiesenfelder Turm, einer ehemaligen Führungsstelle der DDR-Grenztruppen beim Point Alpha in der Nähe von Rasdorf, wurde jetzt eine beeindruckende Ausstellung eröffnet, die das Grenzer-Leben im Todesstreifen nahebringen soll. Stiftungsdirektorin Ricarda Steinbach will die Grenzgedenkstätte mit neuen Ausstellungen attraktiver machen: Voraussichtlich im Juli dieses Jahres wird auch eine Ausstellung im ehemaligen US-Militärcamp zum Alltagsleben der amerikanischen Soldaten eröffnet.

Von links: Stiftungsdirektorin Ricarda Steinbach, ...Fotos: Marius Auth

Der Turm war bereits für ...

Auf drei Stockwerken kann das ...


Steinbach, die seit Juli 2016 Stiftungsdirektorin ist, war mit dem Versprechen angetreten, bis Sommer dieses Jahres 20 Prozent mehr Besucher an den geschichtsträchtigen Militärstützpunkt zu bringen. Gerade Schulklassen aus den drei Bundesländern Hessen, Thüringen und Bayern, denen bereits jetzt faszinierende Einblicke ins Alltagsleben der Truppen beiderseits des einstigen Grenzzauns geboten werden, sollen durch die neue Ausstellung im ehemaligen Führungsturm der DDR-Grenztruppen angelockt werden: "Die Anlage wurde 1974 erbaut und war Bestandteil der DDR-Grenzsicherungsanlagen.

Der Turm, der sich in der Nähe der thüringischen Gemeinde Wiesenfeld befindet, diente der Grenzkompanie Geisa als Führungsstelle und wurde in den letzten vier Jahren für 25 000 Euro wiederhergestellt und restauriert. Die drei Stockwerke, der Keller und die Dachplattform wurden jetzt mit authentischen Exponaten in ein Stück lebendiger Geschichte verwandelt. Von hier aus wurden rund 15 Kilometer Grenze kontrolliert, in unmittelbarer Nähe des Turms ereignete sich im Jahr 1962 auch ein Zwischenfall mit Angehörigen des Bundesgrenzschutzes, bei dem der Hauptmann der DDR-Grenztruppen Rudi Arnstadt ums Leben kam", erklärt Steinbach anlässlich des Pressetermins im ehemaligen Grenzgebiet. Für den Publikumsverkehr geöffnet ist der sanierte Turm ab Sonntag, 21. Mai. Von 11 bis 18 Uhr findet dann ein Tag der offenen Tür statt. Sonst ist das Gebäude nur für angemeldete Besuchergruppen ab vier Personen zugänglich.


Im Innern finden sich neben authentischer NVA-Meldetechnik auch Schautafeln, die das Prozedere im Ernstfall verdeutlichen: „Wir haben in den letzten zwei Jahren über Sammler, vor allem aus der Region, 20 Exponate erwerben können, die einen lebendigen Eindruck vom Kalten Krieg aus Sicht der NVA-Grenzer in diesem strategisch wichtigen Abschnitt vermitteln. Die Grundidee ist, etwa Schulklassen nach dem Besuch im Grenzmuseum diese „Kontrast-Perspektive Ost“ zu ermöglichen. Dafür sind neben den Ausstellungsstücken Tablets mit interaktiven Materialien vorgesehen, mit denen etwa der Fall Arnstadt anschaulich anhand von Zeitdokumenten durchgespielt werden kann“, erklärt Florian Mittelbach, der zusammen mit Peter Wellach, Geschäftsführer des Planungsbüros beier+wellach projekte für die Konzeptionierung der Ausstellung verantwortlich zeichnet.

In der verdeckten Stellung nahe ...


Voraussichtlich im Juli wird zudem im ehemaligen US-Militärcamp eine Ausstellung zum Alltagsleben der amerikanischen Soldaten eröffnet: „Unsere Aufarbeitung der zivil-militärischen jüngsten Geschichte zeigt, wie aus ehemaligen Feinden Freunde wurden – neu hinzukommen werden etliche Zeitzeugenberichte, für die ehemalige stationierte Soldaten befragt wurden“, erklärt Steinbach. Das Versprechen, 20 Prozent mehr Besucher in die Grenzgedenkstätte zu bringen, sei bereits im April dieses Jahres erfüllt worden. Ein Ausbau der Führungen zu Themen wie deutsch-amerikanische und deutsch-russische Beziehungen soll in nächster Zeit erfolgen. (Marius Auth) +++




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