ALSFELDSchlafende Hunde soll man nicht wecken

Tiefenentspannte Bernhardiner-Weltausstellung lud mit 188 Teilnehmern ein

01.06.14 - Selten kann man vor dem Wettbewerb im Ring so entspannte Kontrahenten erleben wie diesen Samstag in der Hessenhalle Alsfeld. 188 Teilnehmer aus 17 verschiedenen Ländern - rund um den Globus - hatten sich zur Bernhardiner-Weltausstellung angemeldet und waren mit ihren Paradehunden angereist. Ausgerichtet wurde die Weltausstellung von der Weltunion der St. Bernhard-Klubs (WUSB), einer weltweiten Vereinigung der Züchter und Liebhaber der Hunderasse.

Die Vierbeiner zeigten sich entspannt, geradezu auf Kuschelkurs, denn an allen Ecken dösten sie friedlich auf Decken, in eigenen Zelten oder einfach direkt da, wo sich Herrchen zuletzt auf einen Schwatz eingelassen hat. Aufgeregtes Bellen, Fiepen oder Tollen blieb aus - Bernhardiner werden ihrem Ruf als entspannte, sensible Zeitgenossen gerecht. Bei aller Entspannung waren die Besucher jedoch auch gekommen, um ihre wohlbehüteten Lieblinge, deren Zucht als sehr anspruchsvoll gilt, in den Wettbewerb zu schicken.

In vier Ringen und 51 Kategorien traten die Viebeiner gegeneinander an. Eine internationale Jury aus je zwei Richtern pro Ring prüfte sie dann unter anderem auf Gebiss, Haltung, Bewegung und die Beschaffenheit ihrer Gesichter. "Einer weiblichen Hündin beispielsweise sollte man auch ansehen, dass sie ein Weibchen ist. Sie sollte ein weibliches Gesicht haben", erklärt Ausstellungsleiter Wolfgang Splinter im Gespräch mit osthessen-news.de.

Sehen Bernhardiner denn nicht irgendwie gleich aus? Ganz und garnicht - das wird bei 188 Tieren im direkten Vergleich offensichtlich. Allein die Maserung des Fells lässt große Unterschiede erkennen. "Manche Tiere sind fast vollkommen weiß, andere haben sehr viel braunes Fell. Wenn die Halskrause da ist, die weißen Beine und die weiße Schwanzspitze, dann ist es ein Bernhardiner", erklärt Splinter weiter.

Oft mit Bernhardinern assoziiertes Bild ist das des Lawinenhundes mit Rumfässchen um den Hals, der in den Alpen Menschenleben rettet. Der Retterinstikt ist sicherlich noch nicht verschwunden, die heutigen Bernhardiner sehen jedoch etwas anders aus. Ein Fässchen fand man bei der Weltausstellung zwar auch, jedoch nur als Gimmick am Souvenierstand. Heute präsentiert sich der Bernhardiner als sanfter, etwas verträumter Familienhund. Für sportliche Aufgaben wie die Bergung Verschütteter waren die zierlichen Vorfahren der heutigen St. Bernhard Hunde weitaus besser geeignet. Im Laufe der Jahre sind sie größer, kräftiger, vielleicht etwas bequemer und dennoch nicht minder aufmerksam geworden. 

Was man am Samstag in der Hessenhalle hörte, waren vor allem menschliche Stimmen. An jeder Ecke trafen sich alte Bekannte, Menschen, die durch die gemeinsame Leidenschaft für Bernhardiner über Jahre zu guten Bekannten geworden sind. Niederländer, Italiener, Franzosen und viele mehr nutzen die Weltausstellung, um sich über Zucht auszutauschen, neueste Errungenschaften zu präsentieren oder sich einfach mal wieder umzuhören.

Fragt man nach, was die Faszination an den stämmigen Hunden ausmacht, so ähneln sich die Antworten. Sensibel und treu seien sie, die Bernhardiner. Zuverlässige und sanftmütige Teddybären, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen. Die entspannte Stimmung der 188 Tiere bestätigte das. Kein Wunder, dass der eine oder andere seine Liebe zum Hund an die große Glocke hängt: Fanartikel-Stände sorgten auch in Alsfeld für die richtige Ausstattung. Bei manchen geht die Liebe sogar unter die Haut und so durfte das Team von osthessen-news.de auch zwei Tätowierungen von Bernhardinern finden. Seine beiden ersten Bernhardiner hatte sich einer der Besucher auf die Waden tätowieren lassen, mehr jedoch wollte er nicht verraten, aber oft sagt ein Bild ja mehr als tausend Worte. (Sabrina Ilona Teufel) +++

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Fotos: Sabrina Ilona Teufel

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