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- Fotos: Hans-Hubertus Braune

12.09.10 - KIRCHHEIM

Fast 550 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes probten in der vergangenen Nacht bis gegen fünf Uhr im Raum Kirchheim und Niederaula (Kreis Hersfeld-Rotenburg) den Ernstfall: Gegen 00:20 Uhr wurden sie zu einem "ICE-Unfall im Kirchheimer Tunnel" auf der Schnellstrecke Fulda - Kassel alarmiert. Angenommen wurde die Entgleisung eines - mit rund 130 Personen besetzten - Zuges.

Neben den Feuerwehren aus Kirchheim und Niederaula waren die Führungskräfte des Landkreises sowie weitere Wehren- unter anderem aus Bebra, Rotenburg an der Fulda und Obersuhl - und sämtliche Sanitätseinheiten des DRK Hersfeld-Rotenburg ebenso wie die Rettungszüge der Bahn aus Fulda und Kassel in den Übungsablauf eingebunden. Um 00:31 Uhr startete der Rettungszug von Fulda in Richtung Kirchheim. Auch die Bundespolizei und die Bahn beteiligten sich an der Großübung. Bis um 05.00 Uhr hatten die Übenden Zeit - denn ab diesem Zeitpunkt mussten die Züge auf der Strecke nach Fahrplan wieder ungehindert verkehren können.

Gegen 03.00 Uhr waren die "Rettungsarbeiten" in vollem Gange. Von den 130 Zugreisenden im ICE - so wurde angenommen - waren 90 unverletzt. Mit Hilfe der beiden Rettungszüge wurden die 40 Verletzten aus dem Tunnel gebracht und von den Rettungskräften an den Tunneleingängen übernommen. Insgesamt waren die Veranwortlichen mit dem Ablauf durchaus zufrieden. Allerdings gab es zu Beginn der Großübung Probleme mit der Kommunikation, da die Funkkanäle überlastet waren. Die topografische Lage sorgte für Störungen.

Für eine gehörige Portion Realismus bei der Großübung sorgten die 40 "Mimen", die als Schwer - und Leichtverletzte geschminkten, ebenfalls ehrenamtlichen Kräfte. Sie riefen und jammerten, schrien um Hilfe oder vor Schmerz, klammerten sich an vorbeikommende Feuerwehrleute oder Rettungshelfer. Dieses Verhalten bedeutete für die Einsatzkräfte sicher auch eine Nervenbelastung - doch auch das war eine "Vorbereitung", denn so wäre es ja auch im Ernstfall. Und man kann davon ausgehen, dass die "Verletzten" am Ende der Übung ähnlich "fertig" waren wie die aktiven Retter.

Während der Übung gab es auch zwei "echte" Notfälle zu versorgen: eine Person hatte Kreislaufprobleme und eine weitere verletzte sich leicht an der Hand.

Kassels Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, der Hersfelder Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, die heimischen Landtagsabgeordneten Kurt Wiegel und Torsten Warnecke sowie die Bürgermeister Manfred Koch (Kirchheim) und Thomas Rohrbach (Niederaula) waren während des gesamten Einsatzes vor Ort und beobachten die anstrengende Arbeit der ehrenamtlichen Helfer der verschiedenen Organisatioen. (hhb) +++


Völlig verwirrt reagierte dieser Darsteller - und machte seine Sache schauspielerisch gut.

Für osthessen-news hautnah bei der Übung dabei: Sascha Poldrack.
































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