Vorschau auf den 10. DTTL-Spieltag: Plüderhausen läutet Rückrunde ein - Schlagerspiel in Fulda: Am Freitag begann die Rückrunde der Saison 2007/08 mit der Partie Plüderhausen-Ochsenhausen. Am Sonntag geht es weiter mit Bremen-Grenzau und dem Topspiel Fulda-Düsseldorf in der vermutlich ausverkauften Wilmingtonhalle. Seinen Ausklang nimmt der 10. Spieltag am Montag mit der Begegnung Würzburg-Gönnern. Das Spiel Frickenhausen-Grenzau wurde auf den 9. März 2008 verlegt.
Sonntag, 11:00 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - Borussia Düsseldorf
Im ersten Saisonspiel konnte die Waldner-Truppe vor 4.200 Zuschauern nichts ausrichten und unterlag mit 1:6. Erneut wird es ein volles Haus geben, allerdings passen in die Wilmingtonhalle lediglich 900 Besucher hinein. Die Borussia ist klar favorisiert. Fuldas Vorsitzender Stefan Frauenholz: "Wir werden vor ausverkaufter Halle spielen und freuen uns darauf, den vielen Zuschauern einen besonderen Leckerbissen bieten zu können. Unser Ziel kann es wieder nur sein, gegen einen in Bestbestzung nahezu unbezwingbaren Gegner einen Spielpunkt zu ergattern und uns in die Pause zu retten."
Ganz so einfach wird es in den Augen von Borussia-Manager Andreas Preuß nicht werden: "Wir erwarten ein Topspiel vor großer Kulisse. Fulda hat eine starke Mannschaft mit Play-Off-Ambitionen. Mit dem Champions- League-Spiel am Freitag in Zagreb haben wir erneut eine englische Woche. Dabei soll Timo Boll (Archivfoto Boll damals noch bei Gönnern: Harald Jordan) sowohl dort als auch in Fulda spielen."
Sonntag, 15:00: SV Werder Bremen - TTC Zugbrücke Grenzau
Der zuletzt starke Aufsteiger möchte im bereits siebten Heimspiel der Saison Revanche für das 4:6 zum Saisonauftakt gegen den Vizemeister aus dem Westerwald nehmen. Jeder Zähler kann sehr wichtig werden im Kampf um den Klassenerhalt. Der Ausgang der Partie erscheint im Vorfeld völlig offen. Grenzau muss eigentlich an der Weser gewinnen, will man seine Position als derzeit beharrlichster Düsseldorf-Verfolger untermauern. Präsident Manfred Gstettner: "Die Bremer Mannschaft ist im Aufwind, das haben die letzten Ergebnisse gezeigt. Unser Team muss eine gute Leistung bringen, sonst kann es eine Überraschung geben. Von Nachteil ist das ECL-Freitagsspiel in Eslövs (Schweden), wir müssen die Bremer Begegnung
sozusagen auf der Durchreise absolvieren. Aber die chaotischen "Terminnotpläne", die die Existenz der DTTL gefährden, sind ja nichts Neues."
Montag, 19:30 Uhr: Müller Würzburg - TTV Gönnern
Das Hinspiel in Dillenburg endete leistungsgerecht 5:5. Mit diesem Ergebnis wären die Gäste erneut zufrieden, nicht so die Mainfranken. Coach Mathias Landfried: "Die DTTL-Saison hat gezeigt, dass eigentlich jedes Team gegen alle anderen punkten kann und dementsprechend nehmen wir Gönnern sehr ernst. Schon im Hinspiel hat man gesehen, wie schwer dieses junge Team zu knacken ist. Wir haben in der Vorrunde die Doppel umgestellt und jetzt zur Rückrunde ist Thomas Keinath für Ling Wei Chao ins Spitzenpaarkreuz gerückt, so dass die Karten völlig neu gemischt werden." Keinath, der sich mit Gönnerns Shooting-Star Xi Wang messen muss, ergänzt: "Ich spiele ganz gut gegen Abwehr. Aber Wang greift zu 60 Prozent an mit der Vorhand. Im Training habe ich ihn schon ein paarmal geschlagen. Im Spiel ist aber
alles wieder anders. Ich freue mich darauf, vorne spielen zu dürfen." Gönnern-Manager Norbert Mai traut seinem Team durchaus einen Erfolg zu: "Wir werden versuchen, Würzburg zu ärgern und mindestens einen Punkt zu entführen. Ich bin sicher, dass wir eine echte Chance haben, im vorderen Paarkreuz 3:1 zu spielen. Hinten wird es sich dann entscheiden, ob wir einen oder zwei Punkte entführen. Ich bin sehr zuversichtlich, weil wir zur Zeit von Woche zu Woche eine positive Entwicklung unseres jungen Teams beobachten können."
Gute "Halbzeit"-Bilanzen ...
Insgesamt 30.925 Zuschauer sahen die 45 Partien, was einem Durchschnittsbesuch von 687 Fans pro Match entspricht. Highlights waren die neuen Bestmarken am letzten Wochenende beim Spitzenspiel in der Stuttgarter Porsche-Arena (4.500) und zuvor im Düsseldorfer Burg Wächter Castello zum Saisonauftakt (4.200). Auch die 2.200 Menschen, die die Begegnung zwischen Düsseldorf und Grenzau sehen wollten, können sich sehen lassen. Es scheint eine Tendenz ablesbar, dass besonders attraktive Paarungen in großen, modernen Sporthallen außerordentliche Zugkraft ausüben. Zuschauerkrösus ist Borussia Düsseldorf - 7.600 Tischtennisfreunde kamen zu den lediglich drei Heimspielen, was einem tollen Schnitt von 2.533 je Spiel entspricht. An Position zwei findet sich der TTC Frickenhausen (5.870 Zuschauer in vier Spielen = 1.468 im Schnitt). Natürlich hat das phantastische Event in der Porsche-Arena entscheidend zu diesem Rang beigetragen. Aufsteiger Werder Bremen konnte immerhin 3.405 Zuschauer zu seinen sechs Heimspielen begrüßen.
Im Durchschnittswert besser steht allerdings der Waldner-Klub TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit 2.730
Besuchern in vier Heimspielen da. Auch beim TTC indeland Jülich (2.510 / fünfmal zuhause) und dem TTV Gönnern (2.250 / viermal zuhause), deren junge, begeisterungsfähige Teams sich in die Herzen der Fans gespielt haben, müssen sich die Kassierer nicht beschweren. Die attraktivste Auswärtsmannschaft, fast schon mit Magnetwirkung, ist Rekordchampion Borussia Düsseldorf, den nicht weniger als 8.570 Fans in den sechs Auswärtspartien sehen wollten - im Schnitt 1.429 - und der für volle Hallen garantiert. Platz zwei nimmt hier Fulda ein, dessen „alte Schweden“ Waldner und Persson immer noch eine enorme Zugkraft haben. 5.820 Menschen, also 1.164 pro Partie, wollten die rüstigen Ex-Weltmeister auswärts live
betrachten.
Die Rückrunde verspricht reichlich Klasse und Spannung in der ersten DTTL-Saison und 42. Bundesligaspielzeit überhaupt. Die Liga ist attraktiv und lebendiger denn je. Die Zuschauer honorieren das, der Funke springt über. +++