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05.12.07 - SPORT

"Historischer Tag" im deutschen Tischtennis - DTTL mit "olypmpischem Modus"

Der Hauptausschuss des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) hat vor wenigen Tagen in Frankfurt zwei für die Zukunft des deutschen Tischtennis enorm wichtige Entscheidungen getroffen, die der Sportart zu mehr Attraktivität und größerer TV-Präsenz verhelfen sollen. Statt Viererteams und insgesamt zehn möglichen Matches an zwei Tischen wird es in der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) ab der Saison 2008/09 Dreiermannschaften geben, die im modifizierten Olympiamodus gegeneinander antreten. Alle Partien in der obersten deutschen Spielklasse werden dann in echter Centercourt-Atmosphäre an nur noch einem Tisch stattfinden. Im Unterscheid zum olympischen System werden jedoch alle fünf Spiele einer Begegnung ausgetragen: zwei Einzel, ein Doppel und zwei weitere Einzel. Wie im Olympiamodus üblich, darf auch in der DTTL jeder der drei nominierten Spieler eines Teams insgesamt nicht mehr als zwei Partien bestreiten.

Ebenfalls positiv beschieden die Delegierten den „fernsehspezifischen“ Zusatz, der ausschließlich für die DTTL gilt: Hier wird in einem zunächst auf eine Saison angelegten Pilotprojekt nur auf zwei statt bisher drei Gewinnsätze gespielt. Voraussetzung hierfür ist, die Live-Übertragung einer ausgewählten Begegnung pro Spieltag im bundesweiten, frei empfangbaren Fernsehen.

„Wir sind uns der Chancen, aber auch der Risiken bewusst, die diese Entscheidung mit sich bringt“, erklärte DTTB-Präsident Thomas Weikert. „Von unserer Seite haben wir beim Hauptausschuss die geforderten Voraussetzungen für eine Live-Übertragung geschaffen. Wir hoffen sehr, dass sich die Pläne am Ende auch realisieren lassen.“

Für den in den Medien bislang vernachlässigten Tischtennissport sind diese tiefgreifenden Regeländerungen die Grundlagen für eine größere mediale Akzeptanz. Christoph Reuhl, der Ligaausschuss-Vorsitzende der DTTL: „Wir zeigen damit auch gegenüber dem Fernsehen, dass wir flexibel sind und auch mal ein Risiko eingehen, wenn es der Sache dient.“ Davon ist auch Nobert Mai, Manager des TTV Gönnern und Mitglied des Ligaausschusses, überzeugt: „Ziel ist es, im Falle einer Live-Übertragung eine kalkulierbare Spieldauer von rund zwei Stunden zu gewährleisten. Das sind garantierte zwei Stunden Tischtennis auf höchstem Niveau im Gegensatz zu Spieldauern zwischen einer Dreiviertelstunde und dreieinhalb Stunden – je nachdem, ob ein Spiel klar oder knapp endet.“

Mitinitiator dieser Veränderungen ist Benno Neumüller. Mit seiner Medienagentur, der contenthouse GmbH, will Neumüller die olympische Traditionssportart Tischtennis wieder ins deutsche Fernsehen und über www.DTTL.tv ins Internet bringen. „Die Beschlüsse des Hauptausschusses des DTTB sind ein Meilenstein für die Sportart Tischtennis. Allerdings sind sie der erste Schritt auf einem noch langen Weg, den der DTTB, die Vereine der DTTL und contenthouse, nun noch gehen müssen. Wir werden auch in Zukunft alles dafür tun, dass Tischtennis die mediale Aufmerksamkeit bekommt, die dieser hoch attraktive Sport verdient.“ +++

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