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15.12.07 - SPORT

TT BuLi: "WARNSCHUSS" in Jülich - TTC Rhönsprudel FD-Maberzell verliert 1:6

Fast hätte es gestern Abend in Jülich sogar die lupenreine Revanche für das gnadenlose 0:6 im Hinspiel gegeben, doch nutzte "Mister Tischtennis" Jörg Roßkopf seine Chancen gegen Tischtennis-Ikone Jan-Ove Waldner (Archivfoto links) nicht und unterlag nach drei vergebenen Matchbällen in der Verlängerung des Entscheidungssatzes. Durch seinen Erfolg über den an diesem Abend nicht in Topform aufspielenden Feng Zhe machte "Rossi" dies jedoch eindrucksvoll wett. Taku Takakiwa schlug den wendigen Bulgarien-Chinesen sogar ganz glatt. Stark auf Jülicher Seite präsentierte sich auch der Pole Jacub Kosowski, der keinem geringeren als Ex-Weltmeister Jörgen Persson in fünf Sätzen das Nachsehen gab.

Die besondere Trumpfkarte der Grenzländer wurde freilich schon zu Beginn des unterhaltsamen Tischtennisabends gezogen: Die Doppel Roßkopf/Takakiwa und Freitas/Kosowski spielten wie vom anderen Stern und deklassierten völlig unerwartet die gewiß nicht schwachen Fuldaer Formationen Feng/Meng und Waldner/Persson. Konsequent setzte man nach und ließ die an diesem Abend fast schon bedauernswerten Osthessen einfach nicht mehr zum Luftholen kommen. Jülich hat sich mit diesem Erfolg erst einmal ein kleines Polster im Abstiegskampf verschafft, während sich Fulda keine weiteren Ausrutscher gegen "Underdogs" mehr erlauben kann, will es nicht seine Play-Off-Chance leichtfertig verspielen.

Stimmen zum Spiel

Jörg Roßkopf (Jülich): "Das war schon ein toller Tischtennisabend und die Fans sind voll auf ihre Kosten gekommen. Wir hätten selbst vorher nicht gedacht, das wir Fulda so klar würden schlagen können. Eigentlich liegen die uns nämlich überhaupt nicht und manche hatten schon befürchtet, es könne wieder eine Klatsche gegen uns geben. Aber wir haben von den Doppeln weg wirklich gut gespielt und ich hatte sogar das 6:0 auf dem Schläger, konnte aber den Sack nicht zumachen. Wir werden uns nun aber nicht entspannt zurücklehnen und denken, es wäre alles schon für uns gelaufen. Zwei, drei schlechte Spiele und man ist wieder mittendrin im Schlamassel. Heute haben wir jedenfalls gezeigt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt."

Claus-Dieter Schad (2. Vorsitzender Fulda): "Das hatten wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. Unser Team war heute nicht bissig genug. Vielleicht hatte der eine oder andere doch noch das 6:0 vom Hinspiel im Hinterkopf und sich das ganze zu leicht vorgestellt. Feng Zhe war weit von seiner Bestform entfernt und unsere Doppel enttäuschend. Jörgen Persson wirkte nach seinen vielen internationalen Einsätzen in letzter Zeit heute etwas leer und überspielt. Der einzige, der einmal mehr überzeugt hat, ist Jan-Ove Waldner, der sich trotz seiner 42 Jahre immer noch voll reinkniet und jedes Spiel gewinnen will. Wir können nicht zufrieden sein, aber vielleicht kam der Warnschuss zur rechten Zeit. Unsere Play-Off-Chance ist trotzdem weiterhin gut und einen solchen Ausrutscher wie heute werden wir uns nicht mehr erlauben. Zudem waren wir eigentlich immer eine Rückrundenmannschaft." +++

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