Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen erlebte die Eishockey-Cracks der Lauterbacher Highlander. Statt der eingeplanten zwei Siege mussten die Highlander am Freitag eine schmerzliche 5:4 Niederlage bei den Frankfurt Lions hinnehmen. In einem kuriosen Spiel, gingen die taktisch klug eingestellten Lions nach zwei Kontern im ersten Drittel mit 2:0 in Führung. Trotz minutenlangen Powerplay schafften es die Highlander nicht, den gut aufgelegten Frankfurter Goalie zu bezwingen. Mit unzähligen Befreiungsschlägen schafften sich die Young Lions immer wieder Luft im Angriffswirbel der Highlander. Mit einem furiosen Start im zweiten Drittel konnten die Highlander durch Tore von Feuerfeil und Schmelzer aus einem 2:0 Rückstand innerhalb von kürzester Zeit ein 2: 2 erreichen.
Bei einer 5:3 Überzahl konnten die Young Lions mit dem Tor zum 3:2 das Spiel noch mal wenden. Im dritten Drittel wurden die Highlander durch einen Kontern der Lions mit dem 4:2 noch mal kalt erwischt, wenig später sorgten die Lions mit dem 5:2 für eine Vorentscheidung, doch ein Doppelschlag von Reschetnikow und Brinkmann brachte die Highlander nochmals zurück ins Spiel. Doch mit Glück und Clevernis verteidigten die Lions den glücklichen Sieg. Nachdem Spiel legten die Highlander Protest gegen die Wertung des Spieles ein. Mehrmals während des Spiels spielte die Uhr in Frankfurt verrückt, so dauerte das letzte Drittel statt 20 Minuten nur 18 Minuten, Strafzeiten die nicht auf der „antiken“ Uhr angezeigt wurden, wurden auf gut Glück gestoppt, so dauerten Strafzeiten für die Highlander teilweise über 2 Minuten und für die Lions endeten die Strafzeiten nach 1.30 Minuten.
Für Trainer Falk Ozellis war aber nicht die Uhr für die Niederlage entscheidend, sondern die mangelnde Torausbeute: “Wer über 80 Schüsse auf das Frankfurter Tor schießt und nur 4 verwandelt, darf sich nicht wundern, wenn er verliert."
Mit einer gehörigen Wut im Bauch fuhr eine dezimierte Lauterbacher Mannschaft am Sonntag zum Spiel nach Darmstadt. Ohne die verletzten Spieler Naumann, Klinge, Roth, mussten die Highlander noch auf Spielertrainer Ozellis, O.Ebenrett und den gesperrten Heinemann verzichten. Vor knapp 50 Zuschauern, davon über die Hälfte aus Lauterbach, zeigten sich die Highlander von der Niederlage am Freitag gut erholt und gingen bereits nach drei Minuten durch Feuerfeil mit 1:0 in Führung. Es dauerte bis zur 17. Minute bis die Highlander Ihre Überlegenheit in einem fairen Spiel in Tore umsetzen konnten, mit dem 2:0 von Sven Mecke kehrte im Spiel der Highlander die nötige Ruhe ein.
Mit sicheren Kombinationen erspielten sich die Highlander Chance auf Chance, so war es der Verteidiger Daniel Hornivius mit seinem ersten Saisontor, der in der 18.Minute das 3:0 erzielte. Der Uhrzeiger drehte sich gerade einmal als der Torjäger der Highlander, Alexander Brinkmann mit dem 4:0 in der 19. Minute für klare Verhältnisse auf dem Darmstädter Eis sorgte. In der 22. Minute keimte durch den Anschlusstreffer für die Darmstädter Spieler noch mal Hoffnung auf, doch nur wenige Sekunde später kam der Auftritt von Illka Sandström, mit seinen lang ersehnten ersten Saisontreffer zum 5:1 für die Highlander. Nach diesem Treffer wirbelten die Highlander die Darmstädter Abwehr durcheinander, so waren weitere Treffer für die Highlander nur eine Frage der Zeit. In der 24.Minute war es Ernst Reschetnikow der sich in den Reigen der Torschützen mit dem 6:1 einreihte. Nach einer Traumkombination mit Reschetnikow und Brinkmann verwandelte der Youngster im Lauterbacher-Team Julian Grund zum 7:1 in der 33. Minute. In der 39. Minute konnten die Darmstädter noch mal auf 7:2 verkürzen.
Im dritten Drittel erhöhte Ernst Reschetnikow in der 44. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 8:2. Nach 48 Minuten konnten die Darmstädter mit dem 8:3 das Ergebnis noch mal freundlicher gestalten, bevor Ernst Reschetnikow mit seinen dritten Tor zum 9:3 den alten Abstand wieder herstellte. In der 55. Minute war es Julian Grund mit seinem zweiten Treffer, der den ersten zweistelligen Sieg der Highlander in dieser Saison sicherte. Der Sieg der Highlander hätte noch um einige Tore höher ausfallen können, doch ein sehr guter Goalie der Darmstädter verhinderte einen höheren Sieg der Highlander. Mit diesem Sieg haben die Highlander die Aufstiegsrunde zur Oberliga so gut wie erreicht. Die Fans der Highlander können sich jetzt langsam aber sicher auf die Top-Mannschaften der Regionalliga Nordrhein-Westfalen einrichten. Beim letzten Heimspiel der Highlander am 21. Dezember 2007 gegen die TSG Darmstadt auf heimischen Eis, hat sich die Mannschaft um den Captain Sven Naumann eine Charity-Aktion einfallen lassen.
Die Mannschaft bittet alle Fans zum Spiel Plüschtiere und Teddybären mit zubringen und Sie vor dem Spiel als Spende auf das Eis zuwerfen, gleichzeitig werden am Fanstand Tüten verteilt, um Geldspenden auf das Eis zuwerfen. Der Erlös der Aktion soll dem Verein Hilfe für das verlassene Kind in Lauterbach zur Verfügung gestellt werden. Die Mannschaft ruft alle Fans, Freunde und Sponsoren der Highlander auf, diese Aktion zu unterstützen. +++