Schlimmer konnte für die Lauterbacher Highlander die Aufstiegsrunde zur Oberliga nicht beginnen. Ein Wochenende was getrost als Debakel abgehakt werden kann, begann am Freitag in Dinslaken und endete am Sonntag gegen den Primus der Aufstiegsrunde den Elchen aus Dortmund. Am liebsten hätte Trainer Falk Ozellis am Wochenende sein Handy ausgelassen und wäre nicht erreichbar gewesen. Eine Absage nach der anderen erreichte den Lauterbacher Trainer. So war die Liste der Ausfälle von Spielern länger als im schlimmsten Fall erdacht.
Beim Spiel in Dinslaken konnte der Lauterbacher Coach noch 13 Spieler aufbieten, vor der Abfahrt war die Liste der kranken und verletzten Spieler länger als von den Spielern, die auf den Berichtsbogen standen. So musste die Fahrt an den Niederrhein ohne Stefan Heinrich, Dennis Klinge, Sven Naumann, Daniel Hornivius, Illka Sandström, Falk Ozellis, Jens van der Es, Bastian Heinemann, Oliver Ebenrett, Horst Feuerfeil, Benny Rabe und Axel Roth angetreten werden. So war die Parole für Dinslaken eindeutig: Schadensbegrenzung.
Von Beginn an zeigten die Dinslakener Kobras, wer Herr in der Halle ist. Druckvoll angetrieben von Ihren beiden überragenden Kanadiern Rozman und Baclig und den Neuzugängen Vanek, Schmitz und Berger hatten die 12 „ verbliebenen „ Highlander alle Mühe , das Ergebnis im Rahmen zu halten. Nach einer schnellen Führung der Kobras in der 4 Minute, zeigte sich der Lauterbacher Goalie „ Quack Grunewald“ von seiner besten Seiten, mit starken Reaktionen verhinderte er einen größeren Rückstand. Die Highlander wehrten sich tapfer mussten aber in der 12 Minute den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Kurz vor der Drittelpause sorgten die Kobras mit den 3:0 für eine klare Führung. Das zweite Drittel begann für die Highlander wie das erste endete. Die Kobras zogen das Tempo noch mal an und überrannten förmlich die Lauterbach. Ein 9:0 nach dem zweiten Drittel, war ein mehr als deutliches Ergebnis. Im Dritten Drittel schlug es noch 6-mal im Lauterbacher Gehäuse ein.
Mit 14:0 wurden wacker kämpfende Lauterbacher auf die Heimreise geschickt. Wer von Lauterbacher Seite der Meinung war, es könnte nicht schlimmer kommen, sah sich am Sonntag zum Spiel gegen den Klassenprimus aus Dortmund mehr als getäuscht, so wurde die Liste der Ausfälle noch länger. Zwar standen mit Heinemann und den stark Grippe geschwächten Hornivius und Feuerfeil drei Spieler zur Verfügung die am Freitag nicht im Einsatz waren, aber die Liste der Ausfälle verlängerte sich durch das Fehlen von Brinkmann, Reschetnikow, E.Grund, J.Grund und Wolf, so standen Falk Ozellis noch 10 Spieler zur Verfügung, von denen Feuerfeil und Hornivius ins Bett und nicht auf die Eisbahn gehörten.
Vor über 400 Zuschauern begann die Dortmunder Profitruppe druckvoll und dynamisch und ging nach 3 Minuten mit 1:0 in Führung. Mit viel Kampf und Moral wehrte sich eine Rumpfmannschaft der Lauterbacher. Trotz zwei weiterer Tore der Dortmunder gaben die Highlander nicht auf und zeigten eine starke kämpferische Leistung gegen eine spielstarke Dortmunder Mannschaft. Im zweiten Drittel erwischten die Dortmunder einen Traumstart und gingen binnen 3 Minuten mit 6:0 in Führung. Die tapfer kämpfenden Lauterbacher kamen verdient zum ersten Erfolgserlebnis in der Aufstiegsrunde, durch einen Treffer von Hannes Kalb konnten sie auf 1:6 verkürzen. Einen weiteren Schock mussten die dezimierten Highlander verzeichnen als Sven Mecke mit einer Verletzung nicht weiter spielen konnte. Mit nur noch 9 Feldspielern hatten die Highlander, die kräftemäßig; abbauten den Dortmundern nichts mehr gegen zusetzen. So waren die Treffer sieben, acht und neun im zweiten Drittel folge von Dortmunder Dominanz. Im letzten Drittel galt es für die Highlander nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch die Dortmunder Elche nahmen keine Rücksicht auf die letzten 8 verbliebenen Lauterbacher, so war das Endergebnis mit 16:1 für Dortmund eine klare Angelegenheit für den Aufstiegsanwärter Nr.1.
Für die tapfer kämpfenden Lauterbacher bleibt nur die Hoffnung, dass am nächsten Freitag gegen Hügelsheim wieder alle Mann am Board sind. +++