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Landrat Bernd Woide ... - Fotos: jd

... spielte sich zusammen mit dem ersten Stadtrat Lothar Plappert warm.

22.02.08 - Künzell

"Fairplay ohne Gewalt und Drogen" - GRÜMEL-Fußballturnier gestartet

Dicke Bässe, amerikanischer Rap und überall gut gelaunte Jugendliche. Beim Betreten der Sporthalle der Sportwelt Osthessen in Künzell beschleicht einen zunächst der Eindruck sei auf einer Party gelandet. Die Uhrzeit (9:30 Uhr morgens), ausschließlich alkoholfreie Getränke und ein Fußball spielender Landrat Bernd Woide sprechen jedoch eine andere Sprache. Woide eröffnete hier nämlich als Schirmherr per Ansstoß das Fußballturnier der Grümel-Jugendwerkstatt Aschenberg. Insgesamt 12 Teams bestehend aus 10 bis 15 Jugendlichen im Alter von 16 bis 27 Jahren des Educationcenters BBZ, von Prisma und Grümel spielen heute bis 15 Uhr um den "Fairplay-Pokal". Die Veranstaltung wird unter dem Motto „Fairplay ohne Gewalt und Drogen“ zusammen dem Verein SMOG (Schule machen ohne Gewalt) ausgerichtet.

"Dabeisein ist alles"

"Dabeisein ist alles", sagt die 17-jährige Madeleine Krug, die in einem Team des Educationscenter BBZ mitspielt. Ihr gehe es um das Spiel an sich, das Gewinnen stehe im Hintergrund. Sie habe jahrelang im Verein gespielt und ihr mache es nun wieder Spaß mal mit einem Team zu spielen. Auch der 24-Jährige Sebastian der im Team der "Qualifizierten Beschäftigung" hier mitgespielt zeigt sich begeistert von dem Turnier. "Es macht einfach Spaß mit anderen Leuten zusammen zu spielen", sagt der selbst im Fußball-Verein aktiv Spielende. Er glaube, dass man mit sportlichen Engagement in Vereinen Alkohol- und Drogensucht bekämpfen könne.

Suchtprävention durch Sport

Das Fußballturnier sei ein Baustein in Sachen Suchtprävention, erklärt Jutta Diel, Geschäftsführerin von Grümel. Sport sei ein "wichtiges Instrument" um den Jugendlichen soziale Kompetenzen wie etwa Teamfähigkeit zu vermitteln. Auch sei durch Studien bewiesen, dass Menschen, die sich sportlich engagieren, weniger anfällig für Suchtmittel sind. Beim Sport könne man bereits nach kurzer Zeit Erfolge erzielen, dies steigere das Selbstbewusstsein. Weiterhin sieht Diel das Turnier als Kommunikationsmöglichkeit zwischen Auszubildenden und Jugendlichen, die noch unentschlossen sind, was sie später mal machen an. Diese könnten so ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen.

Informationen über Alkohol und illegale Drogen

In einem Nebenraum können sich die Jugendlichen während der Spielpausen über illegale Drogen und Alkohol informieren. "Wir wollen die Jugendlichen nicht belehren, sondern ihnen Denkanstöße für den verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln geben", erklärt Madeleine Brandt, die ehrenamtlich als Sozialpädagogin bei der Veranstaltung mitarbeitet und den Jugendlichen die einzelnen Stationen heute erläutert. Auch das Polizeipräsidium Osthessen ist mit einem Stand vertreten, wo etwa über das Schutzengelprojekt informiert wird.

Stadtrat mit Promillebrille

Auf einem Hindernisparcours sollen die Jugendlichen für die Gefahren, die von Alkohol ausgehen, sensibilisiert werden. Mit Hilfe einer "Promille-Brille", einer Art Taucherbrille die einen Rauschzustand optisch simuliert, muss man etwa versuchen auf einer Linie gerade zu laufen oder mit einem Schlüssel eine Geldkasette öffnen. Keine leichte Aufgabe, wie etwa der Erste Stadtrat Lothar Plappert feststellte. Er hatte eine Brille auf, die 1,3 Promille - also dem Pegel nach etwa drei Bier - simulieren soll. "Nach drei Bier laufe ich aber normal besser", wunderte sich Plappert.

Die Veranstaltung

Die Veranstaltung findet im Zuge des Projektes „XENOS“ der Jugendwerkstatt Aschenberg statt. Mit diesem Projekt innerhalb des Sonderprogramms „Soziale Stadt“ soll Jugendlichen, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, der Weg ins Erwerbsleben geebnet werden. Förderer von XENOS sind unter anderem die Stadt und der Landkreis Fulda. Bei dem Projekt spiele der gemeinsame Sport grundsätzlich eine wichtige Rolle.(jd)+++


Woide war mit dem Anstoß schneller als der Fotograf mit dem Schnappschuss.


Das Polizeipräsidium Osthessen informierte an einem eigenen Stand.

Frische Früchte und Säfte wurden angeboten.


An einem Stand infomierte die AWO etwa zum Thema Schulden.

Erwin Maisch, Vorsitzender von SMOG.


Grümel-Geschäftsführerin Jutta Diel.

Erster Stadtrat, Lothar Plappert.




An Praxisnahen Beispiele sollen die Jugendlichen besser die Gefahren von Alkohol einzuschätzen lernen.

Fuldas Landrat Bernd Woide.


"Fairplay"-Pokale warten auf die Plätze 1 bis 4.

Volker Plappert, Fuldas erster Stadtrat, versucht trotz "Promille-Brille" auf der weißen Linie zu laufen.





Für den Notfall stehen zwei Helfer des Deutschen Roten Kreuzes zur Verfügung.

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