MdL MÜLLER appelliert an Bürgermeister
GELNHAUSEN. Der Landtagsabgeordnete Dr. Rolf Müller (CDU) hat erneut an den Gelnhäuser Bürgermeister Stolz (SPD) appelliert, „die einmalige Chance“ für die Schulen und Sportvereine der Barbarossastadt, die sich durch den Ankauf des ehemaligen Hempel-Geländes durch den Kreis ergeben habe, nicht „passiv zu vertun“.
Es reiche nicht aus, bei offiziellen Sportler-Ehrungen Gelnhausen als Sportstadt zu loben, sondern zu einer aktiven Sportförderung gehörten auch ausreichende Sportflächen als Trainings- und Wettkampfstätten. Es sei eine gute Entscheidung des Vize-Landrats Günter Frenz gewesen, das unmittelbar in der Nähe der Grimmelhausen-, der Real- und Philipp-Reis-Shule gelegene Gelände zu erwerben. „Dies war sehr wichtig, da es bereits andere kommerzielle Interessenten gab. Darüber hinaus eröffnete der Kauf die große Möglichkeit, dass sich das Raumangebot für die Schulen und Vereine beträchtlich erhöhen lässt“, sagte Rolf Müller.
Aus der Bedeutung Gelnhausens als Sport- und Schulstadt ergebe sich nicht nur eine „Marke“ und ein Standortvorteil, sondern auch eine Verantwortung, die wahrgenommen werden müsse. Diese „Pfunde“ zu bewahren und zu entwickeln gehöre auch zu den Aufgaben eines Bürgermeisters, in dessen Stadt prestigeträchtige Bildungseinrichtungen und erfolgreiche Sportvereine ihre Heimat hätten, betonte Rolf Müller. „Der Bürgermeister der Stadt Gelnhausen wäre sehr gut beraten, diese Funktion als Standort der Schulen und Vereine im Auge zu behalten.“
MDL Ziegler-Raschdorf: Insgesamt 368.700 Euro Ausbildungsförderung für junge Migranten
FULDA. „Das hessische Sozialministerium stellt insgesamt 368.700 Euro für die Ausbildung junger Migranten in Fulda zur Verfügung“, so die Landtagsabgeordnete Margarete Ziegler-Raschdorf (CDU).
Im Rahmen der Förderung von lernschwachen und sozial benachteiligten Jugendlichen hat das hessische Sozialministerium zusammen mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ein Programm zur „Ausbildung in der Migration“ aufgelegt, das vornehmlich jungen Menschen mit Migrationshintergrund eine Möglichkeit zur beruflichen Ausbildung eröffnet. Mit dieser Maßnahme werden Jugendliche aus unterschiedlichen Herkunftsländern pädagogisch und fachinhaltlich begleitet. „Neben dem Erreichen des Ausbildungsziels liegt der besondere Schwerpunkt dabei in der sprachlichen – und damit verbundenen persönlichen – Integration der einzelnen Jugendlichen ins Berufsleben und das sie umgebende gesellschaftliche Leben“, erläutert die Abgeordnete.
Der praktische Teil der Ausbildung für die unterschiedlichen Berufe erfolgt in einem Ausbildungsbetrieb, der schulische Teil in der Berufsschule. Die Abschussprüfungen werden wie bei allen regulären Ausbildungsverhältnissen bei den zuständigen Kammern abgelegt. Umgesetzt wird das Programm in Fulda von sozialen Einrichtungen wie „Grümel“ und „Prisma“. Mithilfe der Landesmittel in Höhe von 96.600 Euro bildet die Grümel gGmbH derzeit drei junge Migranten zum Elektroniker aus.
Die Prisma gGmbH erhält 272.100 Euro für die Ausbildung und Begleitung von acht Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Von diesen machen vier eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bzw. zur Einzelhandelskauffrau. Die weiteren vier werden zur Kauffrau für Bürokommunikation, zum Bäcker, zur Fachverkäuferin und zum KFZ-Mechatroniker ausgebildet.
Die Jugendlichen waren zuvor bei der Agentur für Arbeit als Ausbildung suchend gemeldet und in einem Auswahlverfahren für die Fördermaßnahme ausgesucht worden. Die Vermittlung in die verschiedenen Ausbildungsbetriebe, die eng mit den Maßnahmeträgern kooperieren, erfolgt über „Grümel“ bzw. „Prisma“.
Die Jugendlichen verbringen 24 Std. pro Woche im Betrieb, dem dadurch keine Kosten entstehen. Die schulische Ausbildung in der Berufsschule wird durch Stützmaßnahmen und bei Bedarf auch Sprachunterricht bei „Grümel“ und „Prisma“ ergänzt. Darüber hinaus finden bei „Prisma“ einmal pro Monat Ausflüge zu kulturellen, politischen oder geschichtlichen Einrichtungen statt, so z.B. in den Hessischen Landtag oder die Kunststation Kleinsassen. „Die Hessische Landesregierung investiert erhebliche Mittel und die genannten örtlichen Träger leisten viel für die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt“, so Ziegler-Raschdorf abschließend.+++