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Das touristische Zentrum der Wasserkuppe... - Alle Luftbilder: Axel Häsler

Der höchste Punkt mit dem Radom

28.03.08 - RHÖN

Masterplan Wasserkuppe: Tourismus steuern, neue Attraktionen schaffen

Der Landkreis Fulda hat die Erarbeitung eines Konzeptes für die langfristige Entwicklung von Hessens höchstem Berg, der 950 Meter hohen Wasserkuppe in der Rhön in Auftrag gegeben. Ein sogenannter "Masterplan" soll Szenarien für die künftige Nutzung und Gestaltung der Wasserkuppe aufgezeigt werden, die als Basis insbesondere für eine nachhaltige touristische Inwertsetzung des gesamten Wasserkuppenareals dienen können. Der Masterplan solle in einem breiten gesellschaftlichen Konsens regionalpolitisch sinnvolle, ökologisch verantwortbare und wirtschaftlich tragfähige Wege zur Erschließung des räumlichen Entwicklungspotenzials der Wasserkuppe darstellen und Impulse für die Umsetzung konkreter Ausbaumaßnahmen geben, erklärte heute bei einem Pressetermin auf der Wasserkuppe der Fuldaer Landrat Bernd Woide.

Die Machbarkeitsstudie wird in einem Zeitraum von 9 Monaten in Kooperation der Büros Culturetainment und der Arbeitsgemeinschaft Planergruppe Oberhausen GmbH / Reith + Wehner Architekten (Projektteam) auf der Grundlage eines abgestimmten Projektstrukturplanes erarbeitet. Der Landkreis Fulda ist Auftraggeber, der Fachdienst Dorferneuerung und ländliche Entwicklung begleitet das Projekt, steuert und koordiniert die Prozesse, an denen auch Tourismus- Experten, Landschaftsplaner, Politiker und Umweltschützer beteiligt sein sollen.

Inhalt der Masterplan-Studie:

- Analyse der touristischen Struktur, der raumordnerischen und nutzungs- und naturraumspezifischen Rahmenbedingungen sowie des individuellen Interessenspektrums des Wasserkuppenareals. / Analyse der hochbaulichen und landschafts- und verkehrsplanerischen / erschließungstechnischen Struktur.

- Analyse der momentanen Vermarktungsstrukturen und Erarbeitung einer Kommunikationsstrategie als Grundlage für die planerische Definition der Ausbauziele.

- Formulierung eines Anforderungsprofils, das auf breitem regionalem Konsens beruht und einen fairen Interessenausgleich aller beteiligten Partner gewährleistet.

- Erarbeitung und Ausformulierung von Konzepten und Visionen für eine zukunftsfähige Nutzung der Wasserkuppe. - Einschätzung der Realisierungsmöglichkeiten von 3 ausgewählten Nutzungsszenarien unter besonderer Beachtung touristischer Entwicklungsalternativen (touristische Positionierung / technische Potenzialanalyse des Baubestandes und der Er- und Aufschließung der Landschaft) und Formulierung eines Handlungsleitfadens zu den Themenfeldern Erschließung, Bebauung und Landschaft / Aufzeigen von Finanzierungsstrategien.

Die Studie soll die Region in die Lage versetzen, eine tragfähige Entscheidung für die Auswahl eines nachhaltigen Entwicklungsszenarios zu treffen. Die detaillierte Ausarbeitung der gemeinsamen Entwicklungs-Mission erfolge in einer zweiten Arbeitsphase, hieß es heute.

Der Landkreis Fulda will das attraktive Aushängeschild und touristischen Schwerpunkt aufwerten, damit dessen Glanz weit über die Grenzen des Drei-Länder-Ecks strahlt. "Wir müssen überregional mehr Aufmerksamkeit erzielen und vorhandene, ungenutzte Potenziale ausschöpfen", forderte Landrat Bernd Woide (CDU) am Freitag im osthessischen Gersfeld. Die Landesregierung unterstütze das 140.000 euro teure Vorhaben mit einem Zuschuss von 70.000 Euro. "In der Vergangenheit wurden lediglich viele kleine Einzelprojekte umgesetzt", sagte Woide. Nun solle der großangelegte, gebündelte Wurf gelingen. Jedes Jahr kämen nach vorsichtigen Schätzungen rund eine Million Besucher auf den "Berg der Flieger".

Der Berg sei als Ausflugsziel zum Rummelplatz geworden, hieß es heute kritisch. "Für viele besteht der Besuch dort aus Segelflugzeuge gucken oder Berg runterrutschen und Bratwurst essen. Das können wir nicht so laufen lassen", sagte Woide. Deshalb wolle man den Tourismus ausbauen und bessere Angebote machen. Auch das Thema Wetter solle auf der Wasserkuppe akzentuierter aufgegriffen, denn auf Hessens höchster Erhebung gebe es schließlich seit Jahrzehnten eine Station des Deutschen Wetterdienstes. Und nicht zu vergessen das Radom als "Wahrzeichen" der Wasserkuppe, in dem künftig vor allem Drachen- und Gleitschirmflieger ein zuhause finden. +++


Die gesamte Anlage - im unteren Bereich

Das DJO-Jugendheim mit Ehrenhalle (Mitte hinten), des Groenhoff-Haus (Biosphärenreservat Rhön, vorne rechts) und das Ursinus-Haus als Standort des Deutschen Wetterdienstes (vorne links)


Das "Skiparadies" an der Märchenwiese...

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