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04.04.08 - Gersfeld
Solaranlage, Helfer & "solidarischer Kartenkauf" - Freibad Dalherda bleibt
Das Freibad Dalherda bleibt bestehen. Für mindestens 10 Jahre unterstützt die Stadt Gersfeld das Bad finanziell. Einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Förderverein des Dalherdaer Freibades stimmten die Stadtverordneten gestern Abend zu. Zwei FDP-Vertreter enthielten sich ihrer Stimme. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Stadt Eigentümerin des Bades bleibt und bis 2018 bis zu 35.000 Euro an Investitionen für das Freibad finanziert. Außerdem bezahlt die Stadt eine Solaranlage zur Wassererwärmung. Deren Kosten werden sich wohl auf knapp 25.000 Euro belaufen. Schließlich trägt die Stadt auch einen Teil der laufenden Kosten des Schwimmbades. In diesem Jahr sollen das noch 15.000 Euro sein, nächstes Jahr 12.500 und in den Jahren ab 2010 wird die Stadt pro Jahr 10.000 Euro zuschießen.
Mit Transparenten und Schwimmringen waren die „Freunde des Freibades“ gestern zur Stadtverordnetenversammlung gekommen. Bald wird ein Teil von ihnen wohl wieder im Freibad stehen und ehrenamtlich mitarbeiten, um für die notwendigen Einsparungen zu sorgen. Mit dem bürgerschaftlichen Engagement soll das Defizit, dass das Schwimmbad verursacht, in diesem Jahr um rund 3000 Euro reduziert werden. „In den letzten Jahren hat das Schwimmbad jährlich ein Defizit von rund 21.000 Euro für den städtischen Haushalt bedeutet“, erklärte der Vorsitzende des Schwimmbad-Fördervereins Ingo Sommers. Mindestens weitere 3000 Euro soll die Solaranlage jährlich an Heizkosten einsparen können.
Schon bisher haben die Mitglieder des Schwimmbadvereins gezeigt, wie wichtig ihnen „ihr“ Schwimmbad ist. So etwa bei der jährlichen Grundreinigung des Bades. Auch in diesem Jahr streichen sie das Becken, pflegen die Grünanlagen und reparieren die Winterschäden. „Dazu würden wir uns noch über weitere Helfer freuen“, wirbt Sommers. Der „feste Helferstamm“ besteht aus 10 bis 15 Helfern und will am nächsten Samstag „richtig loslegen“. Damit die Vertragsauflagen erfüllt werden können, sind die Helfer zu noch mehr Engagement aufgerufen als bisher: So lösen sie den städtischen Bademeister immer häufiger ab - pro Jahr übernehmen sie 150 Stunden ehrenamtliche Badeaufsicht zusätzlich. Schon bisher haben ehrenamtliche Helfer mit DLRG-Abzeichen einen Teil der Badeaufsicht geführt. Ab 2011 soll der städtische Bademeister ganz abgelöst sein.
Knappe Finanzierung und solidarischer Kartenkauf
Trotzdem könne die Finanzierung der Badefreuden eng werden. „Die Ansätze im Vertrag sind unserer Meinung nach relativ niedrig. Die Finanzierung wird auf jeden Fall knapp“, meint Sommers eher unzufrieden und kritisiert, dass die Inflationsrate bei den städtischen Zuschüssen nicht mit einberechnet sei. „Bei zu hohem Defizit wäre die Konsequenz, dass das Bad für die Saison geschlossen wird“, befürchtet Sommers. Damit das nicht geschieht sollen zusätzliche Vereinsmitglieder, Sponsoren und zusätzliche Badegäste geworben werden.
Eine Jahreskarte für 45 Euro für Erwachsene gilt nicht nur im Dalherdaer Freibad, sondern auch in Freibad in Gersfeld. Trotzdem sollen die Karten beim Dalherdaer Ortsvorsteher Rolf Banik bestellt werden, wünscht sich Sommers. Verwaltungstechnisch würde der Kartenkauf so als Einnahme für das Freibad Dahlerda verbucht. Je nach Witterungsbedingungen öffnet das Freibad Ende Mai oder Anfang Juni. Weitere Informationen unter http://www.schwimmbad-dalherda.de/ und http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1146695 . (Daniel Kister) +++