Am heutigen 18. und letzten Spieltag der DTTL in dieser Saison laufen seit genau 15 Uhr alle fünf Tischtennis-Bundesliga-Begegnungen. Aus osthessischer Sicht gilt das Augenmerk besonders dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, der zu Gast in Ochsenhausen ist. Weiterhin wichtig ist - für die Tabellenplatzierung - der Ausgang des Spiels zwischen Jülich und Grenzau. "Osthessen-News" veröffentlicht hier laufend den Stand aller fünf Spiele, damit die Leser die Entwicklung nachvollziehen können.
HINTERGRUND: Der Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell steht heute vor einer der größten Herausforderungen in der Vereinsgeschichte, die zugleich auch bereits als "Spiel des Jahres" bezeichnet wird. Gegen den TTF LIEBHERR Ochsenhausen ist heute "Spannung pur" angesagt. Während es für Ochsenhausen das Spiel um Platz drei der 1. Bundesliga ist, stehen die Zeichen bei Fulda völlig anders, denn für sie sind noch die Ränge drei bis fünf im Bereich des Möglichen. Gewinnen die Osthessen, ist Platz drei erreicht und damit der größte sportliche Erfolg des Vereins. Bei einem Remis ist man Vierter (und damit immer noch Play-Off-Teilnehmer) und bei einer Niederlage könnte es zur Rechenschieber-Entscheidung nach Spielen und gegebenenfalls sogar Sätzen zwischen Fulda und Grenzau kommen - vorausgesetzt, die Westerwälder lassen in Jülich nichts anbrennen.
AKTUELLE Zwischenstände:
Düsseldorf - Frickenhausen (6:3)
Jülich - Grenzau (3:6)
Würzburg-Bremen (3:6)
Gönnern-Plüderhausen (2:6)
Zum Spiel Ochsenhausen - Fulda-Maberzell (5:4):
Das erste Doppel Gerell/Bobocica gegen Feng/Meng ging vor 1.200 Zuschauern glatt mit 3:0 an die Gastgeber. Die Maberzeller Spieler hatten scheinbar keine Chance, wenngleich alle drei Sieg-Sätze nur ganz knapp ausgingen (16:14 / 11:9 / 14:12).
Genau umgedreht war es beim zweiten Doppel, das vom Schweden-Duo Waldner/Persson ebenso glatt in drei Sätzen (0:3) geholt wurde. Die Überlegenheit der Fuldaer war dem Spiel jedoch deutlich anzumerken und drückt sich auch in den Ergebnissen aus (8:11 / 10:12 und 4:11).
Wiederum knapp - aber dennoch verloren die ersten beiden Einzel, die jeweils über fünf Sätze gingen und wirklich haarscharf als 3:2 Maberzeller Niederlage endeten: Leung siegte gegen Waldner (10:12 / 11:9 / 10:12 / 11:8 / 13:11) und Gerell gewann gegen Feng (12:10 / 10:12 / 11:9 / 8:11 / 11:8).
Die beiden Einzel mit Meng und Persson brachten zwei wichtige Punkte, denn beide Spieler gewannen mit drei Sätzen (Meng 12:14 / 10:12 / 6:11) und in vier Sätzen Persson (13:11 / 4:11 / 5:11 / 9:11).
Die folgenden beiden Einzeln gingen dann leider an Ochsenhausen, das dann 5:4 davonzog. Persson war es dann, der sein Einzel mit 0:3 gegen Monteiro gewann und damit zum 5:4 aufschloss. Jetzt liegt es an Meng, ob Fulda ein 5:5 unentschieden und damit einen ganz wichtigen Punkt für den Play-Off-Platz holt. Doch es sollte wohl nicht sein, denn Meng verlor das Spiel mit 1:3. Damit endet die Partie mit 6:4 für Ochsenhausen. Die Mannschaft verteidigt damit Tabellenrang drei und trifft in den beiden Play-Off-Halbfinals im Schwabenderby auf Frickenhausen.
Und dennoch haben die Maberzeller allen Grund zu feiern - den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte: trotz des 4:6 in Biberach gegen die TTF Ochsenhausen hat der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell den vierten Play-Off-Platz erreicht und trifft im Halbfinale auf Tabellenführer Borussia Düsseldorf. Ein 6:3-Sieg beim TTC indeland Jülich hat dem TTC Zugbrücke Grenzau nicht gereicht - das Spielverhältnis gab letztlich den Ausschlag zugunsten der punktgleichen Osthessen. +++