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EISHOCKEY Mitreißende Partie vor 500 Zuschauern

Wiehler Bollwerk verhindert Heimsieg der Luchse

25.12.14 - Es hätte das perfekte Wochenende für die Luchse werden können, wenn da nicht das etwas zögerliche Anfangsdrittel der Luchse im Heimspiel gegen Wiehl am Sonntag, und der überragende Torwart der Pinguine gewesen wäre. 48 Stunden nach dem glanzvollen Auftritt der Luchse in Dortmund, hatten die Luchse die Pinguine aus Wiehl zu Gast in der Lauterbacher EissportArena. Vor rund 500 Zuschauern zeigten die Luchse eine mitreißende Partie, mussten am Ende aber eine unglückliche 4:5 Niederlage verdauen.

Den Grundstein für die spätere Niederlage legten die Luchse im ersten Drittel, als das Team von Coach Roger Nicholas zu passiv und zögerlich agierte. Zwar hatten die Luchse durch Stürmer Jens Feuerfeil bereits nach wenigen Sekunden die große Chance zur frühen Führung, doch der Schuss verfehlte knapp das Ziel. Besser machten es da die defensiv eingestellten Gäste. Mit dem ersten gefährlichen Torschuss, gingen die Pinguine in der 6. Spielminute in Führung. Die Luchse waren optisch überlegen und bestimmten die Partie, konnten diese Überlegenheit jedoch nicht in Zählbares umsetzen. Für die Luchse sollte es aber noch schlimmer kommen. Ein von Sebastian Grunewald glänzend parierter Schuss, landete zentimetergenau auf der Kelle eines Pinguins, der den Puck nur noch ins Tor schieben musste. An diesem „Glückstreffer“ der Pinguine, hatten die Luchse mächtig zu knabbern. Mannschaft und Fans wirkten danach gleichermaßen geschockt. Die Männer von Coach Roger Nicholas benötigen einige Minuten um danach wieder in Tritt zu kommen. Mit dem unerwarteten Rückstand für die Luchse, ging es dann erstmals in die Pause.

Nach einer deutlichen Ansprache des Trainers und dem festen Willen das Spiel umzubiegen, machten die Luchse im Mitteldrittel mächtig Dampf. Immer wieder bedrängten die Luchse das Tor der Pinguine, um den längst überfälligen Anschlusstreffer zu erzielen. Doch alle Versuche den Puck über die Linie zu bringen, endeten beim Torhüter der Pinguine. Der letztjährige Topgoalie der Oberliga Süd, schien an diesem Abend unüberwindbar zu sein. Mit unglaublichen Paraden brachte er die Luchse zum Verzweifeln und hielt sein Team somit im Spiel. Es sollte bis zur 33. Spielminute dauern, bis die Luchse erstmals jubeln durften. Constantin Schneider erlöste mit dem Anschlusstreffer Mitspieler und Fans und schürte die Hoffnungen auf einen Erfolg der Luchse. Wer weiß welchen Verlauf das Spiel genommen hätte, wäre kurz nach dem Anschlusstor, der Schuss von Marko Filip nicht an der Querlatte sondern im Netz der Pinguine gelandet. Die Pinguine nutzten den Offensivdrang der Luchse gnadenlos aus, um den alten zwei Tore Abstand wieder herzustellen. Nach einem schnellen Konter, nutzten sie erneut einen Abpraller, um auf 3:1 für die Gäste zu erhöhen. Somit hieß es für die Männer um Kapitän Niels Hilgenberg im letzten Drittel, alles oder nichts.

Wer die Luchse kennt, der weiß, dass sie solange es noch Hoffnung gibt, alles versuchen um das Unmöglich möglich zu machen. Von den Fans nach vorne getrieben, starteten sie einen Sturmlauf in Richtung Wiehler Gehäuse. In der 50. Spielminute war es dann endlich soweit. Mit einem platzierten Handgelenkschuss ins obere Kreuzeck, brachte Jens Feuerfeil sein Team zurück ins Spiel. Diese Hoffnung währte jedoch nur wenige Sekunden. Die Pinguine wollten sich nicht geschlagen geben und schlugen durch Streser erneut zu. Wieder mussten die Luchse einem zwei Tore Rückstand hinterherlaufen. Sieben Minuten verblieben den Luchsen noch, um das Spiel zu drehen, sollte da noch was möglich sein?

Das fragten sich viele der Zuschauer. Es war noch was möglich. Unmittelbar nach dem Wiehler Treffer, hämmerte Verteidiger Emanuel Grund den Puck an Torwart Dirksen vorbei, in die Maschen des Wiehler Tores. Die Luchse bließen zum Endspurt. Nur 27 Sekunden später glich die Lauterbacher Eishalle einem Tollhaus. Jens Feuerfeil besorgte, nach Vorarbeit von Filip und Hantak, den lautstark gefeierten Ausgleich für die Luchse. Doch die tolle Aufholjagd der Luchse sollte nicht belohnt werden. Die Pinguine nutzten vier Minuten vor Schluss eine der wenigen Strafzeiten der Luchse, um abermals in Führung zu gehen. Diesen erneuten Rückstand konnten die Luchse trotz der Herausnahme des Torwarts zu Gunsten eines sechsten Spielers, nicht mehr ausgleichen. Am Ende stand eine unglückliche 4:5 Niederlage auf der Anzeigetafel im Steinigsgrund.

Aufstellung der Luchse:
Tor:
Sebastian Grunewald, K.-D. Lechner
Abwehr:
Marko Filip, Sven Naumann, Daniel Hornivius, Dennis Klinge, Niels Hilgenberg, Emanuel Grund, Luca Obernesser
Sturm: Jens Feuerfeil, Miroslav Hantak, Benjamin Schulz, Nils Vogel, Lars Metzendorf, Constantin Schneider, Mario Kreuz, Matthias Matysek, Nils Feustel, Manuel Six
Statistik des Spiels:
0:1(6.) Kaltenborn; 0:2(13.) Kaltenborn; 1:2(33.) Schneider; 1:3(37.) Barden; 2:3(51.) Feuerfeil (Filip); 2:4(52.) Streser; 3:4(52.) Grund (Hantak, Filip); 4:4(52.) Feuerfeil (Hantak, Filip); 4:5(56.) Lehmann
Strafzeiten: Lauterbach 6 – Wiehl 12+++


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