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Der Festakt des TV Jahn Neuhof fand im Festsaal des Neuhofer Gemeindezentrums statt - Fotos: Christian P. Stadtfeld

Der Präsident des Turnvereins, Andreas Stüß

19.05.08 - FD

"Säule im Gemeindeleben": Turnverein Jahn Neuhof 1908 feierte sein "Hundertjähriges"

"Wichtige Säule im gesellschaftlichen Leben", "Botschafter der Gemeinde", "Einrichtung für sinnvollen Bewegungsausgleich" oder "Ort der Kommunikation" - mit diesen Attributen wurde er von den zahlreichen Gratulanten gewürdigt: der nun "hundertjährige" Turnverein Jahn Neuhof 1908 e.V. Zum Festakt anlässlich der Hundertjahrfeier des Turnvereins Jahn Neuhof am Freitagabend begrüßte Präsident Andreas Stüß die rund 200 geladenen Gäste im Festsaal des Gemeindezentrums in Neuhof im Landkreis Fulda sehr herzlich.

Zunächst übermittelte Stüß die besten Grüße von Staatsminister Volker Bouffier (CDU), der als Schirmherr des 100. Gründungsjubiläums fungierte, sich aber wegen eines wichtigen Termins entschuldigen ließ. Einen herzlichen Willkommensgruß richtete der erste Vorsitzende an den Landrat des Landkreises Fulda, Bernd Woide (CDU), die Bürgermeisterin der Gemeinde Neuhof Maria Schultheis (CDU) und den Beigeordneten des Landkreises Fulda Alfred Gesang (CDU). Auch konnte Stüß die Vizepräsidentin des Hessischen Turnverbandes Inge Eckmann sowie die evangelische Pfarrerin Dorothée Schubert aus Neuhof und zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport sowie befreundeter Vereine willkommen heißen.

Landrat Woide gratulierte im Namen des Kreises Fulda dem mit 1.300 Mitgliedern stärksten Neuhofer Verein sehr herzlich zu dem runden Geburtstag. Er sprach den Vorstandsmitgliedern und den einzelnen Abteilungsleitungen seinen besonderen Dank und viel Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. „Der Turnverein Jahn Neuhof ist eine wichtige Säule im gesellschaftlichen Leben der Großgemeinde und hat durch einige bemerkenswerte Erfolge den Namen der Kaligemeinde über die Grenzen des Landkreises Fulda hinaus bekannt gemacht.“ Der Turnverein Jahn Neuhof 1908 übernehme eine große Verantwortung für die Gesellschaft und ganz besonders für die Jugend in der Region. Der Landrat appellierte an die Verantwortlichen, die gute Tradition wie in den vergangenen hundert Jahren fortzuführen und wünschte sich, dass diese „Institution“ noch lange ihre positiven Wirkungen auf die Sport treibenden Menschen ausübe.

Bürgermeisterin Maria Schultheis schloss sich den Wünschen des Landrats an. „Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, im Turnverein Jahn Neuhof finden alle eine Heimat, die durch sportliche Betätigung etwas für ihre Gesundheit tun möchten.“ Schultheis bezeichnete den Verein als „Botschafter der Gemeinde Neuhof“, der die Kaligemeinde weit über ihre Grenzen hinaus bekannt mache und würdig vertrete.

Festredner der Veranstaltung war Pfarrer i.R. Manfred Knieper aus Neuhof, der von 1973 bis 2006 evangelischer Pfarrer in der Kaligemeinde war. Seine Rede stand unter dem Thema „Frisch - Fromm - Fröhlich - Frei“, dem Wahlspruch, der von Studenten aus dem 16. Jahrhundert stammt und von "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn übernommen wurde. Knieper verknüpfte die vier Adjektive miteinander: „Frisch“ ans Werk, „Fromm“ im Glauben an die Gemeinnützigkeit und Wertbeständigkeit des Schaffens, „Fröhlich“ untereinander sowie „Frei“ und offen in allem Handeln. Pfarrer Knieper nannte Sport "die schönste Nebensache des Menschen" und betonte, im Sport drücke sich auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl und Stolz aus.

Vergleichbar sei dies auch mit dem Bergbau und seinen Traditionen, denen er - als Ehrenbergmann - sehr verbunden sei. So spreche man im Sport von Turnbruder / Turnschwester wie im Bergbau von Bergbruder / Bergschwester. Hier werde auch der religiöse Bereich wieder angesprochen, in dem häufig von Brüdern und Schwestern die Rede sei. Am Ende seiner halbstündigen Rede wies Pfarrer Manfred Knieper darauf hin, dass das Motto „Frisch - Fromm - Fröhlich - Frei“ sowohl im Erfolg als auch in der Niederlage, im harten Leistungstraining wie im spielerischen Üben, im Wettkampf und in der Geselligkeit Geltung finden müsse.

Die Vizepräsidentin des Hessischen Turnverbandes Inge Eckmann beschrieb den Turnverein Jahn Neuhof als „kontinuierliche Weiterentwicklung einer auf sinnvollen Bewegungsausgleich ausgerichteten Sporteinrichtung“. Um auch nach 100-jähriger Existenz hoffnungsvoll in die Zukunft schauen zu können, sei es wichtig, immer wieder Menschen im Verein zu finden, die wie der amtierende Vorstand und viele andere Aktive in Leitungspositionen bereit seien, ehrenamtliche Arbeit im Verein zu leisten.

„Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,

kürzt die öde Zeit.

Und er schützt uns durch Vereine

vor der Einsamkeit“.

Mit diesem Zitat von Joachim Ringelnatz ging die Pressewartin des Sportkreises 18 Fulda, Bianca Kress, auf die enorme Bedeutung von Vereinen ein. Sie seien wichtige Formen sozialer Organisation und Orte der Kommunikation, die Menschen mit gleichen Zielen und Interessen verbänden. Kress nutzte die Gelegenheit, all denen zu danken, die sich ehrenamtlich in den Dienst eines Vereines stellten und nicht danach fragten, was sie verdienen könnten. Die Pressewartin sprach stellvertretend für den Vorstand des TV Neuhof dem Präsidenten Andreas Stüß dafür ihren Dank und Anerkennung aus.

Der erste Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Neuhof, Bernward Schleicher, überbrachte die besten Glückwünsche von allen Neuhofer Vereinen. Schleicher wies auf das hervorragende Miteinander zwischen dem TV Jahn Neuhof und den anderen Vereinen innerhalb der Kaligemeinde hin und sprach die Hoffnung aus, dass das auch in Zukunft erhalten bleiben möge. Besonders hob er die enge Zusammenarbeit zwischen TV Neuhof und Feuerwehr Neuhof beispielsweise bei der Ausrichtung des Hutzelfeuers am Opperzer Berg und dem Weinfest hervor.

Gerhard Reichenauer, Vorsitzender des TV Flieden 1912 e.V., sprach ein Grußwort für die auswärtigen Vereine, in dem er sich den Wünschen seiner Vorredner anschloss.

Der Festakt wurde auch dafür genutzt, langjährige aktive Mitglieder für ihren besonderen Einsatz im Verein zu ehren. Helga Simon und Friedhelm Schweizer wurden von dem Präsidenten Andreas Stüß zu Ehrenmitgliedern ernannt. Arthur Belika wurde zunächst zum Ehrenmitglied und darauf zum Ehrenvorsitzenden bestellt. Bürgermeisterin Maria Schultheis verlieh Franz Enders, der seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit tätig ist, den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Der Abend, in feierlichem Rahmen, wurde musikalisch von Sarah Benkner (Klavier) und Annika Bohl (Gesang) mit Musikstücken von Frederic Chopin und Robbie Williams bereichert. Im Anschluss an den Festakt lud der TV Jahn Neuhof zu einem Sektempfang in das Foyer des Gemeindezentrums ein. (Christian P.Stadtfeld) +++


Landrat Bernd Woide bei seinem Grußwort

Lob und Anerkennung auch von der Vizepräsidentin des Hessischen Turnerbundes, Inge Eckmann


Landrat Woide übergab einen Scheck des Landkreises Fulda

...auch die Bürgermeisterin von Neuhof, Maria Schultheis, gratulierte


Die Festgäste im voll besetzten Saal hörten ....

...interessante Ausführungen des Festredners, Pfarrer in Ruhe Manfred Knieper aus Neuhof




Lauschten aufmerksam (v. rechts n. links): Andreas Stüß, Bernd Woide, Maria Schultheis, Thomas Schultheis, Alsfed Gesang, Matthias Bunk

Pfarrer Knieper erhielt ein kleines Präsent vom 1. Vorsitzenden


Der TV Neuhof wurde vom Hessischen Turnverband ausgezeichnet ...

...und bekam einen Wimpel für die Vereinsfahne


Die Pressewartin des Sportkreises 18 Fulda Bianca Kress brachte mit einem Ringelnatz-Zitat auch Heiterkeit in die Festveranstaltung


Die musikalische Begleitung am Flügel hatte Sarah Benkner übernommen

Annika Bohl bereicherte die Festveranstaltung mit Gesang


Der 1. Vorsitzende der Feuerwehr Neuhof Bernward Schleicher sprach für alle Neuhofer Vereine und übergab gleich mehrere Umschläge mit Glückwünschen und Präsenten

...für alle auswärtigen Vereine gratulierte Gerhard Reichenauer vom TV Flieden


Mitgliederehrungen standen auch...

...auf dem Programm: Franz Enders (rechts) wurde der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen



Bilder aus vergangenen Zeiten waren im Foyer zu bestaunen


Beim anschließenden Sektempfang im Foyer des Gemeindezentrums...

...gab es geselligen und sportlichen Austausch - nicht nur bei Landrat Woide (links) und Kreisbeigeordnetem Alfred Gesang (rechts)

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