Zum 36. Mal bereits treten wieder Starter aus der ganzen Welt an diesem Wochenende beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an, um den Sieg zu kämpfen. Mit 279 Nennungen konnte der ADAC Nordrhein im Vorfeld so viele Startwünsche wie noch nie vorweisen. Zum Training werden schließlich 230 Teams zugelassen, im Rennen dürfen dann noch 220 Autos an den Start rollen. Auch die Qualität des diesjährigen Starterfeldes lässt sich sehen. Stars wie Heinz-Harald Frentzen, Hans-Joachim Stuck und Carlos Sainz gehen ebenso an den Start wie die meisten Nordschleifenspezialisten aus der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und diverse Prominente, wie etwa der Rapper Smudo von den „Fantastischen Vier“ oder die Fernsehmoderatoren Mola Adebisi und Lina van der Mars, die Ihr Talent hinter dem Lenkrad zeigen wollen.
Als größtes Rundstreckenrennen der Welt ist das 24-Stunden-Rennen mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt. So sind in diesem Jahr neben vielen Europäischen Mannschaften auch wieder etliche Starter mit weiterer Anreise am Start, zum Beispiel aus Australien, Japan, den USA und Neuseeland. Neben den vielen Privatteams, die den Einsatz beim 24-Stunden-Rennen aus eigener Tasche finanzieren, treten auch in diesem Jahr wieder Werksteams und Werksunterstützte Teams an, so bringt Volkswagen noch vor der Premiere bei den Händlern den neuen VW Scirocco an den Start, Toyota zeigt den neuen Lexus LF-A und die werksunterstützten Porsche-Teams von Manthey und HISAQ-Competition zählen mit zu den absoluten Favoriten.
Neben diesen beiden stark besetzten Porsche 911 GT3-RSR haben fast dreißig Teams in diesem Jahr die Chance auf den Gesamtsieg. So zählen unter anderem auch die Dodge Viper des Zakspeed-Teams, die beiden Lamborghini Gallardo von Raeder Motorsport oder auch der BMW Z4 der Mannschaft von Thorsten Schubert neben zwei Dutzend weiterer Porsche zu den Sieganwärtern. Mindestens ebenso spannend wie der Kampf um den Gesamtsieg ist das Rennen in den kleineren Klassen. Von Deutschen Herstellern wie BMW, Opel und Ford, über Autos von Europäischen Marken wie Renault, Fiat oder Seat bis hin zu Fahrzeugen asiatischer Hersteller wie Honda, Hyundai und Toyota sind über 20 verschiedene Automarken am Start.
Neben dem eigentlichen 24-Stunden-Rennen werden auch in diesem Jahr wieder etliche Rahmenrennen auf dem Nürburgring ausgetragen. So starten wie im letzten Jahr bereits die Teams der ADAC GT-Masters mit Sportwagen von Lamborghini, Ferrari, Porsche, Aston Martin oder dem Ford GT40 um Punkte für die Saison zu sammeln. Auch die Mini-Challenge und die Tourenwagen-Meisterschaft der ADAC-Procar werden an den Tagen vor dem 24-Stunden-Rennen Ihre Läufe austragen. Einer der Höhepunkte an diesem Wochenende ist das Rennen der Youngtimer-Trophy.
Über 200 Autos der Baujahre 1950 bis 1989 lassen die Eifel beben. Von Motorsportklassikern wie dem BMW M3, Opel Kadett, Ford Escort oder allen erdenklichen Versionen des Porsche 911 bis hin zu Exoten wie AC Cobra, Ford Mustang, Jaguar E-Type und BMW M1 sind Rennwagen aus einigen Jahrzehnten Motorsportgeschichte am Start. Die Vorraussetzungen für eine spannendes Motorsporthighlight sind gegeben und die erwarteten 200.000 Zuschauer sowie alle Fahrer und Teams fiebern bereits dem Fallen der Startflagge am Samstag um 15 Uhr entgegen.
Starke Osthessische Beteiligung am 24-Stunden-Rennen.
Auch bei der 36. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife, der berüchtigten „Grünen Hölle“, werden etliche Starter aus Osthessen an den Start gehen. Bereits aus der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring bekannt, werden Michael Jestädt aus Fulda und Peter Hoffmann aus Schlitz gemeinsam mit dem mehrfachen Deutschen Bergrennmeister Herbert Stenger auf einem BMW 318is von Matthes Motorsport in der Klasse der seriennahen Fahrzeuge bis 1,8 Liter Hubraum antreten. In dieser Mannschaft rechnet man sich gute Chancen auf eine der vorderen Platzierungen in der Klasse aus. Peter Hoffmann wird dabei einen Doppelstart absolvieren. Ebenfalls auf einem BMW 318 greift er für sein aus der Langstreckenmeisterschaft gewohntes Team von Hoffmann Motorsport ins Lenkrad.
Etwas andere Wege beschreitet Siggi Steinacker aus Schlitz. Normalerweise mit einem VW Golf auf Deutschlands Rallyepisten unterwegs tritt der Vizemeister der HJS-Diesel-Rallyemeisterschaft 2007 mit einem VW Golf TDI in der Klasse der Dieselfahrzeuge an. In der Klasse der Serienwagen bis 3 Liter Hubraum treten wieder die Routiniers Peter Enders und Peter-Nico Enders aus Fulda zusammen mit Henry Walkenhorst an. Unterstütz werden die Piloten den BMW Z4 Coupe vom ehemaligen Truckrace-Europameister und DTM-Piloten Markus Oestreich aus Petersberg. Oestreich hat mit Abstand die meiste Erfahrung aller Osthessischen Piloten, so startet er bereits seit den 80er Jahren beim berüchtigten Eifelmarathon und kann immerhin bereits einen Sieg aus dem Jahr 1986 und mehrere Podestplatzierungen nachweisen.
Christina Präschang/Speedmedia Presse Fulda +++