Auf der Zweifeld-Anlage im Stadtpark Baunatal wurden die Beachvolleyball-Turniere des Hessischen Landesturnfestes ausgetragen. Am Freitag Vormittag erspielten sich alle drei FT-Herrenteams im Feld aus zwölf Teams die Teilnahme an der Zwischenrunde. Am Nachmittag ermöglichte die Turnierleitung FT Fulda die Nachmeldung von drei Teams für das Vierer-Mixed-Turnier, so dass hier neun Mannschaften am Start waren. Dieses Turnier wurde sofort ausgespielt, und die Fuldaer Turnerschaft beendete den Tag mit einem souverän erspielten ersten Platz, einem dritten Platz und einem achten Platz im Mixed.
Nach einer unruhigen, aber nicht schlaflosen Nacht und einem guten Frühstück trat am Samstag zuerst die weibliche Jugend zum Spiel an. Hier waren nur drei Mannschaften am Start, so dass die Turnierleitung für jedes Spiel drei Gewinnsätze vorgesehen hatte. Das FT-Team spielte zum ersten Mal ein Beachvolleyball-Turnier und sah sich zwei selbstbewusst auftretenden Mannschaften gegenüber. Mit Disziplin und ungezählten Hechtbaggern erkämpften sich beide das erste Spiel mit teilweise knappen Satzergebnissen. Im zweiten Spiel wirkte anfangs noch die Anstrengung des ersten Spieles nach, doch beide ließen sich auch durch Rückstände von mehreren Punkten nicht aus der Ruhe bringen. Nach drei langen Sätzen gewannen sie auch das zweite Spiel und holten den Turniersieg der weiblichen Jugend.
Fortgesetzt wurde das Turnier anschließend mit der Zwischen- und Endrunde der 2er-Herrenteams. Hier war auch für die Zuschauer viel zu sehen. Es wurde auf zwei Gewinnsätze gespielt und die hervorragenden Mannschaften schenkten sich nichts. Kein einziger Ball wurde aufgegeben, druckvolles Spiel verlangte von allen Mannschaften vollste Konzentration. Das Endspiel wurde erst im dritten Satz entschieden. Mit nur zwei Punkten sicherten sich Hugo Lind und sein Bruder Andreas, die sich mit Spielwitz und Einsatz gegen die harten Angriffe der Viernheimer zur Wehr setzten, den Turniersieg.
Als überraschend stark erwiesen sich die Gegnerinnen im letzten Turnier am Samstag. Die Frauenmannschaften verfügten über viel Erfahrung und ließen den aufopferungsvoll kämpfenden Fuldaerinnen des ersten Teams wenig Raum, das eigene Spiel zu entfalten. Für das zweite FT-Team war es das erste Beachvolleyball-Turnier. Laut Spielplan musste es drei Mal hintereinander antreten, so dass Coach Andreas Pazatka kaum Möglichkeiten hatte, alle Spiele zu beobachten und mit den Teams zu besprechen. Leider verletzte sich Sarah Wermers im vorletzten Spiel und das letzte Spiel, die Begegnung FT1 : FT2, konnte nicht mehr ausgespielt werden.
Im Fachwettkampf Leichtathletik wurde Ingrid Junge für die Fuldaer Turnerschaft Turnfestsiegerin. Sie startete im Alterbereich der 70-74jährigen und war dort gleichzeitig die älteste und die beste Teilnehmerin. Mit 30,69 Punkten ließ sie die Zweitplatzierte (26,62 Punkte) weit hinter sich.
Eine sehr ansprechende Leistung bot die Fuldaer Turnerschaft mit einer Bändergymnastik im Rahmen des Tanznachmittages am Donnerstag (22.5.). Ganz in schwarz gekleidet mit einer gelben Kragenapplikation und gelben Bändern erhielten die vier Gymnastinnen für Ihre saubere, synchrone Darbietung viel Applaus. An der Gymnastikvorführung bei der Abschlussfeier mit gelbroten, großen Tüchern als Handgerät nahm die gesamte FT-Gymnastikgruppe teil.
Bereits am Samstag Abend mussten sich die Beachvolleyball-Teams der FT wieder auf den Heimweg machen, so dass nur eine Übernachtung in dem frisch renovierten Dorfgemeinschaftshaus in Martinhagen notwendig war. Doch auch in dieser kurzen Zeit war die typische Turnfestatmosphäre spürbar. Die Betreuer des TSV Martinhagen waren für Wünsche offen und jederzeit ansprechbereit. Sehr angenehm war, dass moderne Sanitäranlagen und Duschen zur Verfügung standen. Die Sauberkeit unterschied das Übernachten im Dorfgemeinschaftshaus angenehm von früheren Erfahrungen in den Schulen der Großstädte, z. B. in Berlin oder Leipzig. Da ließ sich auch die etwas weitere Anfahrt zu den Wettkampfstätten verschmerzen. Martin Gaul (KTV F-W-R) packte abends die Gitarre aus und spielte für seine treue Fangemeinde aus Turnerinnen und Turnern. Das schöne Wetter ließ es zu, auch mal draußen zusammen zu sitzen und den Abend zu genießen. Fazit: Die Befürchtungen, der Turngau hätte mal wieder ein schlechtes Quartier erhalten, bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. +++