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Ein Rhönschäfchen gab es für die Sieger. Tourismusreferent Gerhard Nägler stellte das Markenzeichen der Rhön vor. - Fotos: Eckert

Bürgermeister Udo Baumann (Mitte) und Tourismusreferent Gerhard Nägler (rechts) stellten Bischofsheim vor.

03.06.08 - Bischofsheim

MTB-Biker starteten in nächste Etappe - Michael GREIS will nicht aufgeben

„In Bischofsheim tobt der Bär“, mit diesen Satz charakterisierte der Moderator der Bike Trans Germany die Stimmung in Bischofsheim am Montag und Dienstag mehr als einmal. Und damit lag er genau richtig, denn ganz Bischofsheim war auf den Beinen, um die Teams zu verabschieden. „Der ganze Ort verabschiedet die Biker auf ihrem Weg nach Oberhof“. Die Schüler der Kreuzbergschule Bischofsheim hatten frei bekommen und säumten die Straße. Es wurde gewunken und angefeuert, letzte Autogramme ergattert, kurzum es herrschte auch am Dienstagmorgen wieder eine unglaubliche Stimmung am Bischofsheimer Marktplatz.

Bürgermeister Udo Baumann gab den offiziellen Startschuss für die dritte Etappe, doch zuvor wünschte er allen Teilnehmern sportlichen Erfolg. Mit herzlichen Worten verabschiedete er den Tross und freute sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Pünktlich um 9 Uhr fiel zu den Klängen von „Highway zu hell“ der offizielle Startschuss für die dritte Etappe. Schier endlos erschien das Starterfeld, dass zunächst geordnet aus dem engen Innenstadtbereich gelostet wurde. Doch dann gaben die Teilnehmer gleich mächtig Gas. Laut Bike-GPS, das im Internet ständig die Position der Spitzenfahrer anzeigt, waren die Schnellsten um 9.15 Uhr bereits am Holzberg. Der von Bischofsheim aus zwölf Kilometer entfernte Heidelstein war um 9.28 Uhr passiert. In das 27 Kilometer entfernte Fladungen kamen die ersten Teams um 9.50 Uhr. Die Grenze nach Thüringen passierte die Zielgruppe um 10.05 Uhr.

War die zweite Etappe von Frammersbach nach Bischofsheim vergleichsweise kurz, erwartete die Teilnehmer auf dem dritten Teilstück der Trans Germany wieder eine Herausforderung. Zunächst kamen noch die Panoramablickliebhaber auf ihre Kosten, denn neben dem 920 Meter hohen Heidelstein bot auch die Hochrhönstraße, der das Rennen auf sechs Kilometern folgt, traumhafte Blicke.

Doch dann ging es zur Sache: Von Fladungen auf viel Schotter über die Grenze nach Thüringen und hier auf den abwechslungsreichen Rhön-Rennsteig über die Hohe Geba und den Dolmar in den Thüringer Wald.

Als ob die knackigen Anstiege auf die schönen Aussichtsberge nicht genug wären, fordert der Schlussanstieg nach Oberhof als klassische Bergankunft noch einmal reichlich Wadenschmalz. Insgesamt erwartete die Biker eine Gesamtstrecke von 95,97 Kilometern inklusive 2.674 Höhenmeter. Berichte, Bilder, Ergebnisse und natürlich steht auch das GPS-Tracking steht interessierten im Internet unter www.bike-transgermany.de zur Verfügung.

MTB Siegerehrung

Die zweite Etappe der Bike Trans Germany von Frammersbach nach Bischofsheim war für die Teilnehmer, Organisatoren und das Publikum ein voller Erfolg. Bischofsheim hat zum zweiten Mal in Folge unter Beweis gestellt, dass es als echte Mountainbiker-Stadt so ein Mega-Event schultern kann. Während des ganzen Tages war der Marktplatz mit dem Zieleinlauf, der Bike-Expo und der kulinarischen Verköstigung der Teilnehmer Schauplatz der Ereignisse.

Ab 18 Uhr wurde die Party ins Feuerwehrhaus verlegt. Hier tischte der WSV Oberweißenbrunn tüchtig auf. Pasta satt gab es für alle. Gut 650 Essen gingen über die Theke, wobei die Moutainbiker wie die Gäste kräftig zulangten. „400 Kilo gekochte Nudeln sind es gewesen“, erklärte Küchenchef Michael Geck, dazu gab es je nach Wunsch bunte Salatvariationen, Fleischragout, Tortellini, Schnitzel und verschiedene Brotsorten.

Die Mountainbiker und die Bevölkerung feierten miteinander, fröhliche Gesichter wohin man schaute, die Anstrengung des Tages hatte sich unter der Dusche in Nichts aufgelöst. Das Fest war auch gleichzeitig der Abschluss des Bischofsheimer Feuerwehrfestes.

Von den Verantwortlichen der Trans Germany erhielt Bischofsheim auch in diesem Jahr ein dickes Lob. Vor allem wurde die gute Verpflegung im Zielbereich und beim Abendessen hervorgehoben. „So ein vielfältiges Abendessen gibt es nicht überall“, sagte der Moderator in seinen Dankesworten. Aber nicht nur das Essen sondern auch die Stimmung war bestens, an der Strecke und bei der abendlichen Party. „Bischofsheim ist ein toller Etappenort“, war sich das Trans-Bike-Organisationsteam einig.

Bürgermeister Udo Baumann und Tourismusreferent Gerhard Nägler wurden zur Siegerehrung auf die Bühne geholt, sie hatten kurz Gelegenheit, den Teilnehmern der Trans Germany Bischofsheim als Mountainbike-Stadt vorzustellen. „Es ist fantastisch“, freute sich Baumann über die Riesenstimmung, die in Bischofsheim herrschte. Es sei eine Freude zu sehen, wie die Sportler und die Einheimischen miteinander feiern.

Vor jedem Teilnehmer der Bike Trans Germany habe er einen großen Respekt. Er selbst sei am Sonntag die Etappe von Frammersbach nach Bischofsheim mit dem Motorrad abgefahren. „Die Leistung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, zollte er den Mountainbikern seine Anerkennung. Bischofsheims Vereine haben eine tolle Gemeinschaftsleistung auf die Beine gestellt, hierfür dankte der Bürgermeister ausdrücklich. Schießlich lud der alle Teilnehmer ein, Bischofsheim auch außerhalb der Trans Germany einmal einen Besuch abzustatten.

An dieser Stelle übernahm Tourismusreferent Gerhard Nägler und präsentierte Bischofsheim als Wander- und Mountainbike-Mekka. 1.200 Kilometer ausgeschilderte Moutainbikewege, 2.000 Kilometer Rad- und Fernwanderwege biete die Rhön und lade zum ausgiebigen Urlaubserlebnis ein.

Nägler und Baumann hatten die dann die angenehme Aufgabe, den jeweiligen Tagessiegern zu ihren Leistungen gratulieren. Als Preise gab es neben einem Silberdistelstrauß eine ganze Reihe an Mountainbike-Informationsmaterial auf der Rhön sowie ein Plüsch-Rhönschäfchen. Auch wenn unter den jeweiligen Erstplatzierten der fünf Wertungsgruppen keine Rhöner Teilnehmer mit dabei waren, so tat dies der begeisterten Stimmung keinen Abbruch. Es wurden die ersten drei Teams jeder Wertungsgruppe ausgezeichnet, Höhepunkt der Siegerehrung war die Übergabe der Leadertrikots an die jeweils führenden Team der Gesamtwertung.

Biathlon-Star Birnbacher stürzte: Greis will nicht aufgeben

Die Biathlon-Stars Michael Greis und Andreas Birnbacher gingen am 1. Juni bei dem Bike Etappenrennen quer durch Deutschland an den Start. Doch gleich auf der ersten Etappe stürzte Birnbacher schwer und musste ausscheiden. Doch Michael Greis will nicht aufgeben und die Tour alleine bestreiten. Er war in Bischofsheim ein viel umjubelter Star, gab zig Autogramme an die Schüler und stand bereitwillig für Interviews zur Verfügung.

Es ist für Bischofsheim schon etwas Besonderes, wenn ein mehrfacher Weltcupsieger, Gewinner des Gesamtweltcups, Weltmeister und Olympiasieger bei einem Rennen wie der Trans-Germany mit dabei ist. So hieß ihn Bürgermeister Udo Baumann am Montagnachmittag herzlich willkommen und bat ihn um einen Eintrag in das Goldene Buch der Stadt, einen Gefallen, den Greis dem Bürgermeister gerne erfüllte.

„Er ist ein netter Kerl“, sagte Baumann und freute sich über den Jubel, den Greis in Bischofsheim auslöste. Schade nur, dass sein Teamkollege Andreas Birnbacher nicht auch nach Bischofsheim gekommen war.

Am Dienstagmorgen war Michael Greis guter Dinge, was die Etappe von Bischofsheim nach Oberhof angeht. „Ich will sehen, dass ich vor den Versorgungswagen bleibe“, scherzte er, denn eines war klar, er wird nicht als Letzter durchs Ziel gehen. Als Trainingsvorbereitung für den Winter trainiert er viel auf dem Bike und ist entsprechend fit, im Feld vorne mitzumischen. Auch Bürgermeister Udo Baumann wünschte Greis einen glücklichen Rennverlauf, dann gab er noch schnell einige Autogramme auf die großen Pappkarton-Hände der Schüler, bevor der Startschuss erklang und er sich auf die dritte Etappe nach Oberhof begab. (me)+++


Jubel bei den siegreichen Damen.

Applaus für die Sieger der Mix-Wertung


Bürgermeister Udo Baumann gratulierte den Tagessiegern und überreichte Präsente mit Erinnerungen an Bischofsheim.

Mountainbiker und Bevölkerung feierten eine riesige Party.


Der Biathlon-Star Michael Greis im Interview


Schier kein Ende nahmen die Autogrammwünsche, die der Biathlon-Star Michael Greis gerne erfüllt.

Die letzten Vorbereitungen für den Start werden getroffen.



„Highway zu hell“ - Start der Craft Bike Trans Germany am Dienstag Morgen von Bischofsheims Marktplatz aus.

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