Dass Anhänge von E-Mails oder Dateien, die im Internet zum Herunterladen angeboten werden, mit schädlichen Programmen verseucht sein können, ist mittlerweile den meisten bekannt. Dass aber auch ganz normale Webseiten mitunter gefährlich sein können, wissen nur wenige. Auch durch das Surfen im Internet kann man sich schädliche Programme einfangen. Es ist zum Beispiel möglich, dass man über eine Suchmaschine auf eine Webseite gelangt, die so genannte "Malware" enthält. Kriminelle Hacker manipulieren solche Seiten und stehlen dann Passwörter oder missbrauchen den Computer, um Spam-Mails zu versenden.
Achtung beim Online-Ticketkauf
Bei Web-Seiten aus dem "Schmuddel-Milieu", mit exotischen Domainnamen, gehen die meisten davon aus, dass etwas nicht stimmt und sind entsprechend vorsichtig. Allerdings besteht das Problem darin, dass selbst vertrauenswürdige Internetseiten zum Beispiel von Behörden, Reiseunternehmen oder Fußballvereinen mit einem Forum für Fans, betroffen sein können. Erst kürzlich warnte der Internetdienst www.heise.de vor schädlicher Software bei der Online Ticketbörse www.euroticketshop.com. Wer Eintrittskarten für die Fußball-Europameisterschaft suchte, lief Gefahr, seinen Rechner mit Malware zu infizieren.
Kriminelle Hacker können Webseiten manipulieren
Kriminelle Hacker versuchen häufig besuchte Webserver anzugreifen und die darauf gespeicherten Seiten zu manipulieren. Werden dann Webseiten wie die von euroticketshop.com angewählt, läuft man Gefahr seinen Rechner mit Malware, darunter versteht man Computerviren, Computerwürmer oder Trojaner zu infizieren.
Auf diese Weise werden persönliche Daten ausgespäht und über diese Malware ist es Hackern möglich sogenannte Keylogger zu installieren, die sämtliche Tastatureingaben aufzeichnen. Dies in Verbindung mit einem Programm welches den Rechner völlig von außen steuerbar macht, öffnet dem Missbrauch alle Türen.
Für den Besucher einer verseuchten Webseite sind die Schädlinge zunächst unsichtbar. Entdeckt werden sie möglicherweise erst dann, wenn bereits Schaden eingetreten ist und zum Beispiel das Bankkonto geplündert wurde.
BSI: "JavaScript und ActiveX ausschalten"
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt, den Internetbrowser grundsätzlich so einzustellen, dass aktive Inhalte wie JavaScript oder ActiveX nicht ausgeführt werden. Dadurch minimiert man das Risiko, schaltet es aber nicht völlig aus. Ein kritisches Zeitfenster entsteht dadurch, dass die Anti-Viren-Software noch nicht auf dem aktuellsten Stand ist oder der Nutzer nicht das aktuelle Update ausgeführt hat.
Tipps zur Erhöhung der Sicherheit im Netz
Informieren Sie sich regelmäßig über die Internetseiten des BSI www.bsi.de zu aktuellen Sicherheitsfragen.
Dort werden alle Themen der Internetsicherheit besprochen und Hilfen aufgezeigt. Informieren Sie sich über die Internetseiten des Verbraucherschutzes unter www.verbraucherschutzkompass.de . Weiter werden die Ratgeberseiten der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten empfohlen, die aktuelle Themen aufgreifen.
Stellenangebot bei der Hessischen Polizei
Die Internet-Kommissariate des Polizeipräsidiums Osthessen möchten durch geeignetes Fachpersonal seinen Service und Möglichkeiten ausbauen. Zu diesem Zweck suchen die neu eingerichtete Kommissariate einen Informatiker mit abgeschlossenem Hochschul-Studium. Interessenten wenden sich bitte für weitere Details und Bewerbungsunterlagen an die Zentrale Kriminalinspektion in Fulda unter der Rufnummer 06 61 / 10 50.+++