Rechtzeitig zum Deutschen Wandertag, der vom 26. bis 30. Juni in Fulda und der Rhön stattfindet wurden die Aktionswochen "Rhöner Genusstour" eröffnet. Sie dauern vom 15. Juni bis 30. Juni und finden im Rahmen des Projektabschluss des länderübergreifenden Projekts „Touristische Wertschöpfung durch regionale Gastronomie“ statt. Der Deutsche Wandertag biete vor allem der Gastronomie eine gute Möglichkeit sich mit ihren regionalen Spezialitäten dem Gast zu präsentieren, erläuterte Projektleiterin Brigitte Vorndran. Mit den Gastronomen, die sich dem Aktionswoche angeschlossen haben, wurde ein Flyer aufgelegt, der die Betriebe und ihre besonderen Angebote zum Deutschen Wandertag vorstellt. Die Angebote richten sich in erster Linie an Wanderer mit den Wandertagsplaketten.
Regionale Gastronomie
Aus der Gastronomie haben sich beteiligt: Cafe-Restaurant Salinenblick, Bad Kissingen; das Gästhaus „Zum wilden Mann“, Mittelstreu; Hotel-Gasthof „Nöth, Hammelburg-Morlesau, Restaurant „Andre´s“ im Hotel Waldesruh, Burgwallbach; Würzburger Karl-Straub-Haus, Geroda, Würzburger Hof, Wildflecken; Brennerei-Gasthaus Dickas, Bischofsheim; Land-gut-Hotel und Berggasthof Sennhütte, Fladungen; Fischerhütte Edwin, Ginolfs; Gasthof Pension Mühlengrund, Oberweißenbrunn, Hotel-Cafe-Restaurant Sonnentau, Fladungen; Hotel Cafe Kaak, Ostheim und das Jagdschloss Holzberghof, Bischofsheim.
Foto: Vom 15. bis 30. Juni finden die Aktionswochen zum Deutschen Wandertag statt. Mit dabei sind Gastronomen und Direktvermarkter. Ein Flyer, der bei den Tourist-Informationen erhältlich ist, informiert über die Angebot und Aktionen. Die Verantwortlichen dieses Projektes: Hannelore Rundell, Regina Rinke und Brigitte Vorndran. Foto: Eckert
Regionale Erzeuger
Als Regionale Erzeuger sind vertreten: Geissenhof Hans & Anne Schöneberg, Irmelshausen; Hochstiftliches Brauhaus in Bayern (Will-Bräu), Motten; Metzgerei Werner Söder, Sandberg; Edelbrennerei Peter Hohmann, Nordheim; Rother Bräu, Bayerische Exportbierbrauerei, Roth; Joachim und Christine Schmitt, Rhönbauer, Oberweißenbrunn; Obst- und Kornbrennerei Wolfgang Fella, Hammelburg; Weingut Baldauf, Ramstal; Metzgerei Karl Häusler, Wartmannsroth und Bauernladen Sturmiushof, Diebach. Sie alle halten ganz unterschiedliche Angebote für die hungrigen und durstigen Wanderer bereit. Ob Wandererbrotzeit mit Rhöner Spezialitäten, Lammbratwürste, Forelle, Wandererschnitzel, bunte Salatlatte oder Bauernnudeln die Gastronomen haben sich eine Menge einfallen lassen. Im Bereich der regionalen Erzeugung werden Führungen, Verkostungen, Geschenkideen und Produkte aus der Direktvermarktung angeboten.
Diese Angebote sind alle in enger Zusammenarbeit mit dem Rhönklub entstanden, der ja der Ausrichter des Deutschen Wandertages ist.
"Danke, dass sie sich für die Heimat engagieren"
Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke dankte den Gastronomen und den Projektleiterinnen Brigitte Vorndran und Hannelore Rundell für ihr Engagement und ihre Werbung für den Deutschen Wandertag. "Danke, dass sie sich für die Heimat engagieren, regionale Produkte einkaufen und auf die Speisekarte nehmen“, galt ihr Dank der Gastronomie, die voll hinter dem Deutschen Wandertag stehe. Dass sich die Aktionswoche speziell an Inhaber der Wandertagsplaketten richte, freute Rinke. Die Wandertagsplakette sei die Eintrittskarte zum Deutschen Wandertag und mit vier Euro durchaus bezahlbar. Wer die Plakette trage, der bekomme bei vielen Veranstaltung ermäßigten Eintritt, so dass die Investition sich durchaus lohne. 12.000 Euro kostete die Herstellung der Wandertagsplakette, bisher wurden schon 16.000 Euro eingenommen, so dass die Finanzierung des Rhönklubs aufgehe und aus dem Überschuss die weiteren Aktivitäten des Deutschen Wandertags finanziert werden können.
RINKE fordert Vergünstigungen für Plakettenträger
Rinke motivierte auch die Gastronomen den Plakettenträger Vergünstigungen einzuräumen, ein Gratisgetränk oder ein Schnaps zum verdauen wäre eine Möglichkeit. Wandern an der frischen Luft mache hungrig und durstig und Wanderer kehren gerne ein, da sei es notwendig, dass sie Gastronomiebetriebe finden, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. „Wenn der Preis stimmt, dann kommen sie auch gerne wieder.“ Vor diesem Hintergrund finde der Deutsche Wandertag statt. Die Teilnehmer kommen in die Rhön, erkunden die Region und im günstigen Falle, gefalle es ihnen hier und sie kommen in den Folgejahren privat in die Rhön. „Mehr wollen wir nicht erreichen“, erinnerte Rinke an die Gedanken, die den Rhönklub 2005 bewegten, als er sich für die Ausrichtung des Deutschen Wandertags bewarb. Die Rhön habe den Zuschlag dann auch gleich bekommen. Der enorme Arbeitsaufwand, der damit verbunden sei, den habe damals noch niemand ahnen können. „Wenn der Wandertag für die Rhön Früchte trägt, dann hat sich die Arbeit und das Engagement gelohnt.“
500.000 Euro Etat für den Deutschen Wandertag
500.000 Euro umfasse der Etat für den Deutschen Wandertag, das Land Hessen gab 100.000 Euro an Zuschüssen, das Land Thüringen immerhin auch 15.000 Euro. Nur vom Freistaat Bayern habe der Rhönklub bisher keinen Cent gesehen. Trotz des engagierten Einsatz der beiden Landräte Thomas Bold und Thomas Habermann habe München nicht reagiert. „Es kommt kein Echo und das ist traurig“, so Rinke. Dabei finde der Deutsche Wandertag beileibe nicht nur in Fulda statt. Oberelsbach, das nun wirklich nicht in Hessen liege, sei Gastgeber für einen großen Heimatabend. „Und trotzdem bekommen wir keine Unterstützung.“ Landrat Thomas Habermann versprach der Rhönklub-Präsidentin das Thema nicht ruhen zu lassen. Nach zwei gutmütigen Briefen an den Freistaat Bayern sicherte er zu, nun den Ton zu verschärfen. „Es ist mehr als unfreundlich, wie der Freistaat sich der Rhön gegenüber verhält.“(me)+++