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25.06.08 - Hausen/Münchehof

Rhöner Sportholzfäller Marco HERBERT verpasste knapp Gesamtsieg

Nur ganz knapp schlitterte Marco Trabert aus Hausen am Gesamtsieg bei der 8. Niedersächsischen Waldarbeitsmeisterschaft in Münchehof bei Seesen vorbei. Mit 1.628 Punkten lag er nur einen Zähler hinter dem Hessen Thomas Wickert. Dritter wurde Traberts unterfränkischer Holzfällerkollege Gotthard Schwender aus Gräfendorf mit 1.624 Punkten.

Der Wettbewerbs-Start gelang nicht ganz so, wie Trabert es sich gewünscht hätte. Bei der Fällung hatte er einen ärgerlichen Stockfehler. Die Abweichung vom Zielpfahl hatte vier Zentimeter betragen. Dies bescherte ihm zwar 20 Punkte Abzug, das Ergebnis mit 636 Zählern konnte sich aber dennoch sehen lassen.

Das Foto zeigt: Marco Trabert (links) aus Hausen/ Rhön, der bei den 8. Niedersächsischen Waldarbeitsmeisterschaft Zweiter in der Gesamtwertung wurde. Er lag nur einen Zähler hinter dem Hessen Thomas Wickert (Mitte). Dritter wurde Gotthard Schwender aus Gräfendorf (rechts).

Beim Kettenwechsel legte Trabert mit 14.2 Sekunden eine gute Zeit hin. Im Kombinationsschnitt startete der Hausener Sportholzfäller richtig durch und erreichte die Tagesbestleistung mit 200 Punkten. So richtig in Höchstform lieferte er dann auch beim anschließenden Präzisionsschnitt mit 236 Zählern die Tagesbestleistung ab.

So richtig spannend wurde es dann auch noch einmal bei der letzten Disziplin, der Entastung. Mit sechs Punkten Vorsprung vor Schwender und neun Punkten vor Wickert führte Trabert bis dahin die Gesamtklasse an. Doch im Finale wurden die Karten noch einmal neu verteilt. Wickert entastete fehlerfrei in 17,9 Sekunden, Schwender lag – ebenfalls fehlerfrei – bei 19 Sekunden. Trabert benötigte zwar nur 15,1 Sekunden, machte aber einen Patzer, mit dem er sich 20 Minuspunkte einhandelte und den fast schon sicheren Sieg verspielte.

„Ich hätte nur einfach eine fehlerfreie, nicht zu schnelle Entastung hinlegen müssen, um Gesamtsieger zu werden, ich ließ mich aber hinreißen zu einer schnellen Entastung“, so Trabert über das „Herzschlagfinale“. Das Fazit aus Traberts Sicht lautete deshalb: „Man muss auch mal taktisch klug sägen, um auf das Siegerpodest zu kommen, und nicht nur fürs Publikum sägen.“

Am Ende den Sieg noch verspielt zu haben, das war schon ärgerlich für den Forstwirtschaftsmeister aus der Rhön. „Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung, ich habe zum dritten Mal in diesem Jahr bei drei Meisterschaften die 1.600 Punkte-Marke überschritten, und hoffe, dass ich am kommenden Wochenende so eine annähernd gute Leistung abrufen kann, dann geht’s nämlich zum ersten Mal nach Tripsdrill zu einem Vergleichswettkampf der A-Nationalmannschaft Deutschland gegen Lichtenstein, die bei Weltmeisterschaften schon einige Titel holen konnte“, meint Marco Trabert, der dieses Jahr sein Debüt im deutschen WM-Kader feiert, zuversichtlich. (eva) +++

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