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25.06.08 - Bischofsheim

Rhöner Radler der Bike Trans Germany geehrt - Kritik an Streckenführung

Mit Florian Reder, Tobias Schneider und Ralf Markert haben drei Bischofsheimer an der Bike Trans Germany teilgenommen. Bürgermeister Udo Baumann gab ihnen im historischen Rentamt einen Empfang mit Eintrag in das goldene Buch der Stadt Bischofsheim. Alle drei Sportler haben während der Bike Trans Germany Bischofsheim in hervorragender Weise in Deutschland vertreten.

Bürgermeister Baumann wertete es schon als einen großen Erfolg, diese Bike Trans Germany durchzustehen. Immerhin waren das 657,72 Kilometer lange mit 15.269 Höhenmetern gespickte Etappenrennen innerhalb von sieben Tagen zu absolvieren. „Um das durchzustehen, muss man absolut fit sein“, zollte Baumann den Sportlern seinen Respekt.

Das Foto zeigt Bürgermeister Udo Baumann (rechts) und Tourismusreferent Gerhard Nägler (links), der die Teilnehmer der Bike Trans Germany Florian Reder (Zweiter von links) und Ralf Markert (Zweiter von rechts) ehrte.

Der Empfang mit Eintrag in das Goldene Buch soll für die Teilnehmer eine Anerkennung sein und ihnen zeigen, wie wichtig Bischofsheim ihre Teilnahme sei. Leider war Tobias Schneider aus beruflichen Gründen verhindert, an der Ehrung teilzunehmen. Die Ergebnisse der Bischofsheimer Teilnehmer können sich durchweg sehen lassen. Ralf Markert schaffte es in der Mastersklasse in die Top-Ten zu fahren. Florian Reder (RWV Haselbach) und Tobias Schneider (WSV Oberweißenbrunn) starteten in der Men-Kategorie, sie hatten die stärkste Konkurrenz und konnten sich trotzdem im vorderen Mittel platzieren.

Florian Reder hat nun zwei Jahre in Folge an der Bike Trans Germany teilgenommen, er wird im kommenden Jahr nicht wieder starten, da er sich auf sein berufliches Fortkommen konzentrieren möchte. Allerdings schließt er es nicht aus, künftig wieder einmal an diesem Event teilnimmt.

In Bischofsheim habe alles hervorragend geklappt, dankte Bürgermeister Udo Baumann den rund 120 ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehr, dem WSV Oberweißenbrunn und RWV Haselbach. Ohne die Helferschar sei es Bischofsheim nicht möglich ein Etappenort der Trans Germany zu sein, alleine mit der Stadtverwaltung und dem Bauhof sei das Event nicht zu schultern.

Dass Bischofsheim Etappenort der Bike Trans Germany ist, kostet die Stadt Bischofsheim zwischen 13.000 und 15.000 Euro. Der Einsatz dieser Finanzmittel rechne sich auf jeden Fall, betonte Tourismusreferent Gerhard Nägler. Allein im Bike-Magazin sei eine sechsseitige Reportage über Bischofsheim erschienen, eine Anzeige in dieser Größenordnung sei mit 30.000 Euro zu beziffern. Hinzu komme die gezielte Werbung der Zielgruppe Mountainbiker, die Bischofsheimer Mountainbike Broschüre sollte im kommenden Jahr erst nachgedruckt werden, doch bei der Bike Trans Germany sind alle Prospekte weggegangen, so dass schon heuer nachgedruckt werden kann. Von Teilnehmen habe er gehört, dass sie auf jeden Fall wieder in die Rhön kommen wollen. Bischofsheim und die Rhön sei dabei sich einen guten Namen in Sachen Mountainbike zu erarbeiten.

Die Bike Trans Germany sei ein tolles Event für Gäste und Einheimische. Baumann verglich die Euphorie, die in Bischofsheim herrsche, wenn die Mountainbiker begrüßt werden, mit der Euphorie bei einer Fußballweltmeisterschaft. Kritik übte er am Rundfunk und Fernsehen, da sei er doch sehr enttäuscht, wie wenig Beachtung das Event finde. Eine Liveschaltung zum Bischofsheimer Marktplatz sollte die Bike Trans Germany dem Bayerischen Rundfunk schon wert sein.

Ebenfalls anwesend war der Vorsitzende vom WSV Oberweißenbrunn Gustav Schrenk, er machte auf die unschöne Streckenführung von Bischofsheim durch die Lange Rhön aufmerksam. Auf der Hochrhönstraße könne ja nun wirklich jeder fahren, die Rhön habe mit dem Himmeldunkberg und dem Moor doch weitaus anspruchsvolleres und ansprechenderes zu bieten.

Dabei handele es sich um einen Kompromiss zu Gunsten des Naturschutzes, sagte Baumann. Neu war heuer allerdings, dass die Mountainbiker ab dem Holzberghof auf der Hochrhönstraße fahren mussten. Diese Streckenverlegung sei von Seiten der Regierung von Unterfranken ohne Absprache mit der Stadt Bischofsheim vorgenommen worden. „Ich habe mein Missfallen schon ausgedrückt“, sagte Baumann. „Man kann sich Besprechungen sparen, wenn dann so entschieden wird.“ Nun hofft er, dass wenigstens für den regulären Biker die ausgewiesenen Routen über den Himmeldunkberg und das Naturschutzgebiet Lange Rhön erhalten bleibe, denn diese Routen bieten eine Vielfaches an Naturgenuss und Anspruch für den Mountainbiker.

Vorbildlich bezeichnete Baumann die Unterstützung des Land Sachsen, da könne sich Bayern eine Scheibe abschneiden. Überhaupt vermisse er das Engagement der übergeordneten Tourismusverbände wie des Bayern Tourismus und Franken Tourismus. Bischofsheims Tourismusreferent Gerhard Nägler werde doch ziemlich alleine gelassen und müsse es alleine schultern.

Ein Dank ging an die Polizei in Bad Neustadt, Bad Brückenau und Mellrichstadt, die sich aktiv mit einbringen sowie an die Feuerwehren der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, die die nötigen Absperrungen an den Straßen wahrnehmen. Ob in Geroda oder in Fladungen überall funktioniere es hervorragend.

Ralf Markert regte schließlich an, ein Bischofsheim-Trikot zu entwerfen, dass den Teilnehmern und auch als Fantrikot verkauft werden könnte. In diesem Jahr sah es finanziell sehr eng aus, so dass die Teilnehmer nicht mit Trikots ausgestattet werden konnten, erläuterte Nägler. Für das nächste Jahr sei es aber schon wieder angedacht und die Überlegung ein Fan-Trikot anzuschaffen werde aufgegriffen. (me, Foto: Eckert) +++

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