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26.06.08 - REGION

12 Baderegeln - DLRG: "80 Prozent aller tödlichen Badeunfälle vermeidbar"

Vor wenigen Tagen haben die Sommerferien begonnen. Viele Menschen zieht es dann wieder an die Küsten und Badeseen oder in die Schwimmbäder, denn das Schwimmen ist nach wie vor eine der beliebtesten Freizeitsportarten. Doch Vorsicht: An den warmen Tagen der vergangenen Wochen sind in Deutschland bereits zahlreiche Menschen ertrunken, darunter mehrere Kinder, informiert die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) des Bezirkes Osthessens. Aus diesem Grund rät die DLRG allen Wasserratten zur Vorsicht im und am Wasser.

Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich an zumeist unbewachten Seen und Flüssen. „Allein im vergangenen Jahr sind in Binnengewässern in Deutschland 408 Menschen ums Leben gekommen. Das Risiko, dort zu ertrinken ist um ein Vielfaches höher, als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen“, warnt Michael Hohmann, Bezirksleiter des DLRG Bezirkes Osthessen-Fulda. „In unserer Region sind die wichtigsten Badeseen durch die Rettungsschwimmer der DLRG bewacht: So zum Beispiel der Niedermooser See und der Pfordter See“. Unbewacht dagegen ist der Guckai-See, die anderen Seen der Region sind keine Badegewässer.

Nach Angaben der DLRG sind 80 Prozent aller tödlichen Badeunfälle vermeidbar. Leichtsinn, Übermut, schlechte Schwimmfähigkeit, Selbstüberschätzung und Unkenntnis über mögliche Gefahren sind die häufigsten Ursachen. Damit die Urlaubszeit kein böses Ende nimmt, sollten Schwimmer und Badeurlauber folgende elementare Hinweise beachten:

1. Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen und die (international vereinheitlichten) Warnhinweise beachten

2. Eltern sollten kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen und immer in Griffweite bleiben

3. Nie alleine oder unbeaufsichtigt schwimmen

4. Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen; nicht übermütig werden

5. Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Erkundigen Sie sich vor dem Bad bei einheimischen Fachleuten über besondere Gefahren und die örtlichen Notrufmöglichkeiten

6. Auch nach mehreren warmen Tagen ist zurzeit nur die Wasseroberfläche angenehm warm. Tiefe Gewässer wie Baggerseen sind immer noch kalt. Das kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden

7. Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden nach sich ziehen.

8. Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden

9. Besondere Vorsicht ist in offenen Gewässern, im Meer und Flüssen geboten

10. Das Bad in Flüssen ist besonders gefährlich. Strömungen, Brückenpfeiler, Sogwirkungen, Unterwasserhindernisse, und Fahrrinnen mit Freizeit- und Berufsschifffahrt bilden unkalkulierbare Risiken

11. Achtung beim Badeurlaub an europäischen Meeren: Gezeiten und nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde können auch gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen

12. Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol und vermeiden Sie ein Bad unmittelbar nach dem Essen

Auch diejenigen, die nicht in den Urlaub weg fahren und die schöne Umgebung daheim genießen, müssen aufpassen: Viele tödliche Unfälle mit kleinen Kindern ereignen sich buchstäblich „vor der Haustür“ im Gartenteich oder dem vorbeifließenden Bach. „Hier sind dann natürlich die Eltern gefordert, für die Sicherheit ihrer Kinder zu sorgen“, sagte Hohmann abschließend. +++

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