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26.06.08 - EM-FUSSBALL

Freudentaumel und Autocorso nach deutschem 3:2 Sieg auch im Kinzigtal

Nach dem 3:2-Halbfinalsieg der deutschen Mannschaft gegen die Auswahl der Türkei bei der Europameisterschaft glich auch die Schlüchterner Innenstadt einem Freudenmeer. Zahlreiche Deutschlandanhänger feierten den Sieg ihrer Mannschaft.

Ein Autokorso, von zahlreichen Anhängern an den Straßenrändern bejubelt, blockierte den kompletten Verkehr der Schlüchterner Innenstadt. Der Verkehrskreisel am Untertor war komplett mit jubelten Fans in Autos gefüllt, sodass der übrige Verkehr, meist auch „Jubelautos“, sich bis zu dem umliegenden Kreuzungen zurückstaute. Ein Gefährt hatte auf seiner Ladefläche einen speziellen Aufbau erhalten. Direkt nach Abpfiff startete es am Schlüchterner Brauhaus und begann die Jubelarie. Dort, wo gemeinsam mit dem örtlichen Kuki-Kino eine Großleinwand zum Public-Viewing installiert worden war, lagen sich die Fußballbegeisterten bei jedem Tor in den Armen. Ausgerechnet das Tor des deutschen Stürmers Miroslav Klose zur 2:1 Führung konnten sie nicht sehen, sondern lediglich hören, da der Beamer ausgefallen war.

Der Autokorso war jetzt schon viel länger als beim Viertelfinalsieg gegen die Portugiesen. Es bleibt abzuwarten, ob auch die Schlüchterner nach einem eventuellen Finalsieg einen drauf setzen können.

Die Teilnehmer der Autoschlange kamen nicht nur aus Schlüchtern. Nach dem Abpfiff rauschten aus den verschiedensten Richtungen, etwa aus Steinau oder auch dem Kreis Fulda, Fanautos mit feiernden Anhängern herbei, um sich diesem „EM-Lindwurm“ anzuschließen. (R.M.).

Friedliche und ausgelassene Fußballfans auch in anderen Städten

Friedlich und ausgelassen feierten am Mittwochabend die Fußballfans auch in anderen Städten des Main-Kinzig-Kreises den Sieg der deutschen Nationalmannschaft. Das Viertelfinale schauten sich Tausende bei den verschiedenen Public Viewing Veranstaltungen an. Im Hanauer Herbert Dröse Stadion wurden rund 2.000 Besucher gezählt. In Gelnhausen verteilten sich fast 1.500 Fußballfreunde auf die Sportarena, die Müllerwiese und die örtliche Moschee.

Nach dem Spiel ging es dann auf den Straßen hoch her. Die meisten Ortszentren waren fest in der Hand der Fußballanhänger, wegen der Autocorsos kam hier fast überall kurzzeitig der Verkehr zum Erliegen. Das Resümee von Polizei-Einsatzleiter Claus Spinnler fällt durchwegs positiv aus: "Die Fußballfans haben sich vorbildlich verhalten. Bis 1 Uhr wurden uns keine nennenswerten Vorfälle gemeldet. Überall das gleiche Bild: Deutsche und türkische Fans gingen fair miteinander um, so soll es sein". +++

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