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11.07.08 - HERBSTEIN

„2. Vulkan-Trophy“ startet morgen - 24-Stunden-Traktorrennen von Altenschlirf

Ein Rennen der außergewöhnlichen Art startet morgen im Herbsteiner Ortsteil Altenschlirf (Vogelsbergkreis). Knapp 40 Teams gehen um 14 Uhr an den Start – nicht aber mit sportlich-windschnittigen Rennwagen sondern mit schweren „großreifigen“ Traktoren. 24 Stunden müssen die schweren Renntraktoren und die Teams fahren. Dann wird der diesjährige Sieger der „2. Vulkan-Trophy“ feststehen. Veranstalter des ungewöhnlichen 24-Stunden-Rennens ist der 1. deutsche Oldtimer-Traktoren Racing Club Vogelsberg. Das Rennprogramm beginnt schon am Freitag mit dem „Vorglühen“. Am Samstag heißt es dann „Startet eure Maschinen“. Zuschauer zahlen für das Rennspektakel 10 Euro Eintritt. Am Sonntag um 14 Uhr ist die Zieleinfahrt des ersten Rennteams. Um 15 Uhr ist die Siegerehrung.

In einem „kleinen Rückblick“ beschreiben die Veranstalter die Ereignisse der ersten „Vulkan-Trophy“ im letzten Jahr und vermitteln so auch einen Eindruck vom noch bevorstehenden 24-Stunden-Rennen. Denn sie wissen: „Nach dem Renn ist vor dem Rennen“. Osthessen-news veröffentlicht den amüsanten Rennbericht nachfolgend IM WORTLAUT:

„Wir schreiben das Jahr 2007 - Es ist Juli - Freitag der 13. um genau zu sein. 27 Teams stehen abends parat, um sich vom neugierigen Publikum feiern zu lassen - vorab - man weiß ja nie!

Altenschlirf: Am Samstag, den 14. Juli 07 wird es ernst: Es ist jetzt kurz vor zwei Uhr - Bürgermeister Ziegler bezieht Position an der Strecke - er steht erhöht, sein Blick schweift über die Traktoren in Startaufstellung - die Rennfahrer auf ihren Boliden können ihn auch gut sehen. Der Bürgermeister wirft noch einen prüfenden Blick auf die Uhr während er die karierte Fahne hebt. Nervöses Motorengebrüll ist zu vernehmen. Noch wenige Sekunden...

...14 Uhr!!! Bernhard Ziegler schwenkt die Fahne und ab geht die Post - 27 Traktoren preschen los - die einen mehr, die anderen weniger. Die Sieger des Qualifyings sind natürlich schon längst außer Sichtweite, während die Traktoren der kleineren Klassen noch gemächlich die Startlinie überfahren - die Vulkan-Trophy 2007 - das 24 Stunden Traktorrennen ist gestartet. 24 Stunden Spaß und Spannung erwarten uns.

Die Sonne brennt - es staubt - aber die Haare liegen dank 3-Wetter Taft und die Laune ist natürlich bestens. Mittlerweile finden sich immer mehr Zuschauer an der Rennstrecke ein, um sich das Treiben anzusehen. Schnell findet jeder seinen Favoriten und feuert diesen dann ganz besonders an, wenn er vorbei rauscht oder lustig tuckert, wenn er zufällig eher in der kleinen Klasse gestartet ist. Manche Teams haben ihren eigenen Fanclub inkl. Boxenluder dabei, einheitlich gekleidet mit Fähnchen und sonstigen Fanutensilien stehen sie am Streckenrand und feiern ihr Team auf ganz besondere Weise: La Ola und Fangesänge werden angestimmt. Rennflair nennt man das in Fachkreisen - genauso fühlt es sich wohl auch an - nur die Rennfahrzeuge sind in unserem Fall etwas rustikaler.

Zur Halbzeit legt sich die Dämmerung über die Rennstrecke, die Rennfahrer schalten Ihre Beleuchtung an, es beginnt die Nacht der Nächte - und wir fragen uns: Wer wird durchhalten - wer vorzeitig ermüden - hält das Material? Kleinere Reparaturen werden beim Boxenstopp und Fahrertausch erledigt - das ein oder andere Team wird zwischendurch mal durch größere Schäden länger aufgehalten als geplant und auch das Vulkan-Trophy Werkstatt-Team um Uli Kraft und Lothar Luft hat auch gut zu tun - es hilft wenn es brennt und in der von Teams mitgebrachten Box so gar nichts mehr geht. Geplatzte Reifen werden gewechselt, Motoren geflickt, weggeflogene Sitze ausgetauscht. Die nötigen Ersatzteile gibt es teilweise bei der "Konkurrenz" - man will ja seinen Verfolger nicht verlieren. Es ist schlicht wie im richtigen Leben - nichts für Weicheier eben.

Für das Material gibt wie sich schnell herausstellte also keine Garantie, dafür aber für das Wetter an diesem Rennwochenende: In einer kuschlig warmen Sommernacht ziehen die Ihre Kreise, die eben gerade nicht am Reparieren sind. Was außerdem hält: Die Stimmung! Es ist 4 oder 5 Uhr, es wird gerade eben so hell, aber überall finden wir unfassbaren Trubel - unter normalen Umständen würden die meisten hier wohl noch friedlich im Bett liegen und sich tief im Traumland befinden. Unter normalen Umständen! Nicht heute! Ab 6:00 Uhr gibt's im Festzelt ein herzhaftes Frühstück - für alle Teams, und deren Fans die bis jetzt ausgehalten haben oder wieder am Start sind.

Für die Schlafmützen startet ab 11 der Frühschoppen mit zünftiger Aufweckmusik. Jetzt dauert es nicht mehr lange, ein Blick auf die aktuelle Rangliste verrät, dass die Treppchenplätze noch nicht sicher sind, zum einen weil die Favoriten nur knapp vor ihren Verfolgern liegen und zum anderen, weil ja da immer noch die Materialfrage im Raum steht. Wer also gewinnen wird, ist noch immer nicht sicher, wer allerdings nicht mit in die Wertung genommen wird schon - ein Team wurde in den frühen Morgenstunden aus dem Rennen genommen, Sicherheit geht vor! Sonst sind noch alle Teams weitestgehend am Rennen beteiligt, das eine oder andere aufgrund von Werkstattaufenthalten zurückgefallen. Aber genaues wird sich erst in wenigen Stunden zeigen.

Es ist kurz vor zwei - Bernhard Ziegler steht wieder am vertrauten Platz: Prüfender Blick aufs Handgelenk - 14:00 Uhr!!!!!!!! Fahne schwenken - Feierabend!“

Sieger war im letzten Jahr das Team „Ross Landtechnik“ vor „Tischlerei Weinstabl“ und „Traktor-Speedy´s Oberwald“.

Weitere Informationen zum Programm und zum Rennen finden sich unter www.vulkan-trophy.de +++








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