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17.07.08 - WASSERKUPPE

Kooperation Flugsport und Biosphärenreservat hat Modellcharakter

Zu einer länderübergreifenden Informationsveranstaltung für Ranger, Natur- und Landschaftsführer hatte der Landkreis Fulda, Biosphärenreservat Rhön, auf die Wasserkuppe eingeladen. Im Mittelpunkt standen Fragestellungen rund um die Themen Flugsport und Naturschutz im Biosphärenreservat Rhön. Moderiert wurde die ganztägige Veranstaltung von Naturschutzwart Hubert Heger.

In enger Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges war im Vorfeld eine Tagesordnung erstellt worden, um für ein harmonisches Miteinander von Flugsport und Naturschutz in der Rhön zu sensibilisieren. 30 Natur- und Landschaftsführer sowie Ranger aus der gesamten Rhönkulisse nahmen die Einladung an und trafen sich im Schulungszentrum der Flugschule Wasserkuppe.

Harald Jörges, Leiter der Flugschule und Vorsitzender der Pilotenvereinigung Wasserkuppe e.V., stellte den Segelflugbetrieb vor und würdigte dabei die besondere Stellung der Wasserkuppe als Geburtsstätte des Segelflugs und den Ort, an dem die weltweit erste Segelflugschule gegründet wurde. Aber auch naturschutzrechtliche Belange wurden erläutert und Verknüpfungen zum Biosphärenreservat hergestellt.

Jörges verwies auf die oftmals nicht einfachen Windverhältnisse im Bereich der Wasserkuppe, die durch die oographischen (= Oberflächen-)Gegebenheiten bedingt seien. Zwar sei die Respektierung des Biosphärenreservats ein besonderes Anliegen, jedoch könne es in seltenen Fällen im Interesse der Flugsicherheit unausweichlich werden, auch sensible Bereiche kurzfristig zu überfliegen. Zur Vermeidung von Fluglärm lege die Fliegerschule großen Wert darauf, dass die erprobten Flugwege mit minimaler Lärmbelästigung strikt eingeladen würden.

Im Anschluss stellten Jürgen Holzhausen, Naturschutzwart aus der thüringischen Rhön, der für den Birkhuhnschutz in der bayerischen Rhön zuständige Thorsten Kirchner und Rhön-Ranger Georg Sauer von der hessischen Verwaltungsstelle die Bedeutung der Mindestflug-höhen sowie des Benutzens der genehmigten Flugsportgelände in der Rhön heraus. Leider gebe es immer noch Zeitgenossen, die ihrem Hobby auch außerhalb der genehmigten Plätze frönten, was zu unkalkulierbaren Beeinträchtigungen führen könne.

Während einer anschließenden Wanderung informierte Diplom-Biologe Joachim Jenrich über die Geologie der Rhön sowie der Wasserkuppe und ging dabei auch die besondere Geschichte des höchsten Berges der Rhön ein. Am Ende der Informationsveranstaltung stand ein Besuch der Drachen- und Gleitschirmflugschule von Andreas Schubert. Auch er stellte seinen Betrieb vor und gab aufschlussreiche Informationen über den Stand der Technik und die rasante Weiterentwicklung der Fluggeräte.

Dr. Manfred Neidert, Vizepräsident der GFS, und Hubert Heger würdigten die gute Zusammenarbeit der Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges und des Biosphären-reservats, die ihren Ausdruck auch in gemeinsamen Präsentationen auf der Deutschen Aero-Messe in Friedrichshafen finde. „Es ist beeindruckend, wie sehr sich das internationale Pub-likum für die Rhön und die Wasserkuppe interessiert. Die gute Zusammenarbeit zwischen Biosphärenreservat und Flugsport hat Modellcharakter, was eines der Ziele der Philosophie des Biosphärenreservats widerspiegelt“, so Hubert Heger.+++

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