Der TSV 1908 Hausen/ Rhön gehört zweifellos zu den aktivsten Vereinen in der Region. Dies hat er einmal mehr am großen Jubiläumswochenende, das mit einem beachtlichen Programm verbunden war, unter Beweis gestellt. So gab es zum Festkommers anlässlich des 100jährigen Bestehens auch von allen Seiten großes Lob für den Verein, der nicht nur auf sportlichem Gebiet viele Verdienste vorweisen kann, sondern zudem ein wichtiger Aktivposten der kleinen Rhöngemeinde ist und in der Dorfgemeinschaft viel bewegt. Der TSV Hausen genießt hohe Achtung, was sich auch darin zeigte, dass man den ehemaligen Landtagspräsidenten Johann Böhm als Schirmherrn gewinnen konnte.
Der 1. Vorsitzende Georg Martin schätzte sich glücklich darüber, dass so viele Ehrengäste der Einladung gefolgt waren, um mit den Sportfreunden das stolze Jubiläum zu feiern. Der besondere Dank des Vorstandes galt all denjenigen, die den Verein mit viel Idealismus und steten Einsatz unterstützen und insbesondere auch der Gemeinde Hausen und den benachbarten Sportvereinen für die gute Zusammenarbeit.
Schirmherr Johann Böhm lobte den TSV Hausen für seine vielfältigen Aktivitäten und griff in einer humorvollen Rede auf, wie unterschiedlich Persönlichkeiten wie der Dichter Berthold Brecht, der Krimiautor Edgar Wallace oder der ehemalige Bundeskanzler Konrad Adenauer den Sport gesehen haben. Er folgerte schließlich, dass der TSV Hausen mit Adenauer übereinstimmt. Der TSV Hausen erachtet den Sport als gesund und notwendig und trägt deshalb viel zu seiner Pflege bei. Die Bedeutung des Sports, resümierte Böhm mit einem Vers aus Joachim Ringelnatz „Ruf zum Sport“: „Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine/ Kürzt die öde Zeit/ Und er schützt uns durch Vereine/ Vor der Einsamkeit“.
Seit 100 Jahren ist der Sportverein für die Hausener Bürger Mittelpunkt ihres gesellschaftlichen Lebens, wie Bürgermeister Fridolin Link ausführte. „Der Sportverein gehört zu unserer Gemeinde wie die Kirche oder das Wirtshaus, alle drei sind sie – natürlich jedes in seiner Weise – wichtig für ein gutes gemeindliches Zusammenleben“, so Link, der das ehrenamtliche Engagement, das die örtlichen Vereine aufbringen, als herausragend befand. „Ohne die ehrenamtlichen Stützen unserer Vereine wäre das Vereinsleben, das bei uns so blüht und von dem wir alle so viel haben, überhaupt nicht denkbar“, sagte Link und betonte, dass den Vereinsleuten besonderer Dank gebühre.
Link begrüßte auch das vielfältige Sportangebot der TSV’ler, zu dem neben Fußball auch die Abteilungen Ski, Damengymnastik, Triathlon und nicht zuletzt die überaus erfolgreiche Leichtathletikabteilung gehören. Damit es auch beim Fußball wieder aufwärts gehen möge - die erste Mannschaft des TSV ist heuer in die A-Klasse abgestiegen - überreichte der Bürgermeister ein Exemplar des EM-Fußballs, der nur in limitierter Auflage erhältlich ist.
Karl Katzenberger, BLSV-Kreisvorsitzender, würdigte den hohen Stellenwert, den der Sportverein einnimmt und stellte die von allen Seiten vielfach gelobte Jugendarbeit heraus. „Die Jugend ist im Verein gut aufgehoben, er ist das beste und günstigste Jugendzentrum, das man sich vorstellen kann“, so Katzenberger, der zum Jubiläum eine Ehrenurkunde des BLSV aushändigte.
„Ohne den TSV wäre die Lebensqualität in Hausen ein ganzes Stück ärmer“, äußerte Harald Schreiber, Obmann der Schiedsrichtergruppe Bad Neustadt. Er sprach der Vorstandschaft ein großes Kompliment aus und übergab im Namen des Bayerischen Fußballverbandes einen Ehrenwimpel.
„Der TSV Hausen ist älter geworden und doch jung geblieben“, freute sich Eberhard Helm als Vertreter des Leichtathletik-Verbandes. Helm wollte die Gelegenheit nutzen um explizit einmal den vielen TSV-Damen zu danken, die in vielerlei Hinsicht den Verein unterstützen, und deren Mitwirkung unentbehrlich sei, wie sich auch wieder beim Festwochenende gezeigt habe.
Der Ehrenvorsitzende des TSV Hausen Emil Büchs versäumte es nicht, an die Wiedergründung des Vereins nach dem Krieg im Jahre 1946 zu erinnern und griff die Entwicklung der vergangenen sechs Jahrzehnte auf.
In Vertretung der örtlichen Vereine sprach der Vorsitzende der Kolpingfamilie dem TSV seine Anerkennung und die besten Wünsche für die Zukunft aus. Zu den weiteren Gratulanten zählten Winfried Pöpperl vom Skigau Unterfranken, Roland Schmautz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Neustadt und Ralf Hauck vom Patenverein TSV Nordheim.
Sybille Martin und Sabine Sopp gaben zum Abschluss des Festkommerses Einblicke in die Vereinsgeschichte und sorgten mit ihrem kurzweiligen und amüsanten Vortrag für gute Unterhaltung. (eva). +++