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Schula lässt der Konkurrenz keine Chance
- Fotos: Höhn

Äußeres Zeichen des Crash
24.07.08 - Meiningen
Team MATTHES-Motorsport bei ADAC Ruhr-Pokal-Rennen „abgeschossen“
Sechs Stunden lang Motorsport der Extraklasse – Das sahen - trotz heftiger Wetterkapriolen - die etwa 50.000 Zuschauer des 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennens zu sehen. Packende Positionskämpfe im Gesamtklassement und in den Klassen, hielten die Zuschauer in Atem, bis die Zielflagge gefallen war. Auch viele Zuschauer aus der Rhön waren zu Gast in der Matthes Box, um das junge und erfolgreiche Team aus Meiningen anzuspornen und um ein paar Autogramme der Top-Piloten Alex Schula, Michael Jestädt und dem „Berglöwen“ Herbert Stenger zu ergattern. Am Ende siegte der Manthey-Porsche mit Marc Lieb, Marcel Tiemann und Arno Klasen, dank größerer Abgebrühtheit und besserer Teamarbeit.
Rennbericht
Motiviert ging man beim Meininger Team Matthes-Motorsport die Veranstaltung an. Beim Freitagtraining steckten die drei Fahrer die Köpfe zusammen und tüftelten das Set up für das Rennen aus. Kein leichtes Unterfangen, denn es war Eifel typisches Wechselwetter angesagt. Die ersten Trainingsrunden bestätigten die Einstellungen und das Auto konnte für das Qualifying am Samstagmorgen vorbereitet werden. Da im Verlauf des Vormittags heftige Schauer angesagt waren, stand Schula zehn Minuten vor Öffnung der Boxengasse vor deren Ampel, um nach Freigabe sofort seine Trainingseinheit in Angriff zu nehmen. Dies sollte sich direkt auszahlen. Bei trockener Strecke und kaum Verkehr auf der Piste, „knallte“ er eine 10:21 in den Asphalt und hielt die Konkurrenz um mehr als 10 Sekunden auf Distanz.
Das bedeutete natürlich Pole in der V2.
Crash bei 200 km/h – Fahrer verletzt
Schula war es auch, der den Startturn fuhr. In der 7. Runde wurde seine fulminante Fahrt mit der schnellsten Rennrunde seiner Klasse belohnt. Mit über drei Minuten Vorsprung übergab er schließlich an Mick Jestädt. Dieser konnte die herausgefahrene Führung verteidigen und alles schien gelaufen. Bis zur 20. Runde. Dann kam ein übermotivierter Johannes Stuck auf der Zielgeraden angeflogen. Jestädt macht fair Platz um das schnellere Auto ungehindert passieren zu lasse. Stuck wollte jedoch in die Boxengasse abbiegen und bemerkte, dass er zu weit war. Er zog brutal vor Jestädt über die Piste um die Boxengasse noch zu erreichen. Dabei knallte er bei weit über 200 km/h Jestädt in die linke Vorderseite, zertrümmerte Felge und Halbachse, bevor mit voller Wucht in die Streckenbegrenzung knallte. Stuck musste nach dieser Attacke ins Krankenhaus und bei Matthes Motorsport war der greifbar nahe Sieg dahin.
Technikchef Andreas Matthes wechselte routiniert und in Windeseile die lädierte Halbachse, während Herbert Stenger nun das Steuer übernahm. Auf Platz 10 reihte er sich wieder in die Konkurrenz ein. Zorn und Frust spiegelte sich auf den Gesichtern der Matthestruppe wider. Nun war man zum dritten Mal in aussichtsreicher Position einfach „abgeschossen“ worden und aller Aufwand war nahezu umsonst.
Stenger blieb besonnen und startete ein brillantes Rennen. Eiskalt ließ er einen Konkurrenten nach dem anderen hinter sich, obwohl das Auto nach dem Crash schwer zu fahren war. So kam doch noch ein kleiner Freudenschimmer auf, als der Berglöwe nach einem brillanten Rennen noch auf Platz 6 abgewinkt wurde. +++