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Siegerehrung bei der Bayerischen Waldarbeitsmeisterschaft (von links nach rechts): U 21- Sieger Tobias Berger, der Drittplatzierte Ullrich Huber, Sieger Wolfgang Heidemann, Vizemeister Marco Trabert, Schirmherr Forst- und Landwirtschaftsminister Josef Miller und Waldprinzessin Theresa Limbrunner.

24.07.08 - Hausen

Marco TRABERT ist bayerischer Vizemeister der Waldarbeiter

Marco Trabert ist bayerischer Vizemeister der Waldarbeiter. Bei der 9. Bayerischen Waldarbeitsmeisterschaft im Wallfahrtsort Maria Steinbach (Allgäu), dem Heimatort von Gerhard Briechle, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften Bayern e. V., überzeugte der Forstwirtschaftsmeister aus Hausen/ Rhön wieder mit einem Top-Ergebnis. Zum wiederholten Male knackte Trabert in diesem Jahr die 1.600-Punkte-Marke und konnte sich mit 1.623 Zählern gut gegen eine starke Konkurrenz behaupten und den 2. Platz hinter dem Krumbacher Wolfgang Heidemann (1.652 Punkte) sichern.

In der ersten Disziplin, der Fällung hatte Trabert bereits einen guten Start. Er setzte den Stamm 20 cm neben den Zielpfahl und „erntete“ damit 641 Punkte. Nicht so gut sah es beim Kettenwechsel aus. Trabert benötigte 15,60 Sekunden und schaffte damit nur 110 Punkte, während Lokalmatador Gerhard Briechle 126 Zähler absahnte. Beim Kombinationsschnitt hatte der Rhöner Sportholzfäller zwar einen kleinen Winkelfehler zu beklagen, brachte es aber dennoch auf 183 Punkte und das zweitbeste Ergebnis in dieser Kategorie. Beim anschließenden Präzisionsschnitt zeigte er eine gute Leistung, bekam 236 Punkte und wurde Dritter in der Einzelwertung.

Im Finale, bei der Entastung, blühte Trabert noch einmal richtig auf. Er stand zwar unter enormen Druck, da ein Fehler ihn auf jeden Fall einen Platz auf dem Siegertreppchen gekostet hätte, doch legte er in nur 16,8 Sekunden eine fehlerfreie Arbeit hin. Er wurde mit 454 Punkten belohnt, errang in der Disziplin den zweiten Platz und wurde damit im Gesamtklassement bayerischer Vizemeister. Sein unterfränkischer Holzfällerkollege Gotthard Schwender aus Gräfendorf hatte in der Entastung Pech und musste sich deshalb - obwohl er punktgleich mit Ulli Huber war- mit dem vierten Platz begnügen.

Mit Wolfgang Handwerk, der wie Trabert aus Hausen stammt, war ein zweiter Rhöner Athlet am Start. Obwohl er sich schon seit einiger Zeit aus beruflichen Gründen nicht im vollen Umfang dem Sportholzfällen widmen kann, zeigte er eine gute Leistung und kam auf den neunten Platz.

„Es war ein hartes, aber auch sehr schönes Wochenende“, so Marco Trabert, der mit seinem Ergebnis zufrieden ist. Nun sind es nur noch zehn Wochen bis zur Weltmeisterschaft in Tripsdrill. „Die Vorbereitung für die WM geht jetzt richtig los, da heißt es üben, üben und nochmals üben!“, meint Trabert, der bis dahin noch an einigen regionalen Wettbewerben und Landesmeisterschaften teilnehmen möchte. Wenn er seinen Leistungsstand halten oder sogar noch verbessern kann, dürfte er sicherlich gute Chancen bei der WM auf einen der vorderen Plätze haben. +++

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