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25.07.08 - Termine

Themenführung Gelnhausen - Industriekulturtage - Tischtennisgruppe sucht Spieler

„Bilderschrift oder Schriftbild?“ - Themenführung durch Gelnhausen

GELNHAUSEN. „... in nomine patria et filia et Spiritus sancti“ mit diesen Worten soll ein Salzburger Priester im frühen Mittelalter reihenweise Taufen vorgenommen haben – dieser Priester war wohl schnell mit seinem Latein am Ende, denn die deutsche Übersetzung dieser eher ungewöhnlichen Version der bekannten Segensformel lautet: „im Namen Vaterland, Tochter und des Heiligen Geistes...“

Wir können davon ausgehen, dass diesen kleinen Lapsus damals kaum jemand bemerkte. In einer Zeit, in der kaum jemand lesen oder gar schreiben kann, kann so ein Versprecher schon einmal vorkommen, denn längst nicht jeder Mönch, der im Land umherreist und tauft, entspricht dem Bild, der gelehrten Klosterinsassen, der sich mit gespitzter Feder über ein handgeschriebenes Manuskript der Klosterbibliothek beugt.

Für uns heute ist es sehr schwer vorstellbar, wie ein Analphabet durchs Leben kommt - bis weit in die Frühe Neuzeit hinein war das aber gang und gäbe. Doch wie fand sich der Mensch des Mittelalters in seinem Leben und seinem Umfeld zurecht? Braucht man dazu überhaupt Schrift? In der Themenführung „Bilderschrift oder Schriftbild?“ erfahren Interessierte, wie Lehren und Lernen im Mittelalter funktionierten und über welche erstaunlichen Merkfähigkeiten, Tricks und Techniken die Menschen früherer Zeit verfügten. Die Themenführung beginnt am Sonntag, den 03.August 2008 um 14.30 Uhr vor dem Rathaus am Obermarkt, die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro pro Person.

Teilnehmer können ihren Stadtbesuch mit einem gemütlichen Einkaufsbummel durch die Altstadt verbinden: Unter dem Motto „Kaffeesonntage“ haben die Geschäfte in der Altstadt von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie in der Tourist-Information Gelnhausen, Tel: 06051/830 300.

Tage der Industriekultur zum Thema „Energie“-Veranstaltungsangebote von 29. Juli bis 3. August

HANAU. Die Route der Industriekultur Rhein-Main macht es sich zur Aufgabe, die bedeutende industrielle Entwicklung der Rhein-Main-Region in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stärker ins Bewusstsein zu heben und zu verankern. Der reiche und vielfältige Schatz der architektonischen, technischen und künstlerischen Zeugnisse der Industriekultur als kulturelles und touristisches Angebot nahe gebracht werden. Am Projekt beteiligen sich mittlerweile 25 Kommunen, und Kreise unter dem Dachverband der Kulturregion Frankfurt Rhein-Main.

Unter dem Motto "Energie" finden aufgrund der großen Nachfrage in diesem Jahr an sechs Tagen 222 Veranstaltungen an 132 Orten des Rhein-Main-Gebietes statt - von Obernburg bis Bingen und von Ortenberg bis Darmstadt. Das Thema Energie mit all seinen Facetten lockt mit attraktiven Angeboten für Führungen und Besichtigungen. Auch die Stadt und die Region Hanau beteiligen sich in gewohnter Weise mit zahlreichen kostenfreien Veranstaltungen.

So werden unter dem Titel "Energie? -Natürlich Sonnenwärme! Umweltfreundliche Wärme frei Haus" gleich drei Vorträge mit unterschiedlichem Themenschwerpunkt von der Firma "Peter Solar- und Wärmetechnik" in der Hauptstraße 14-16 in Bruchköbel angeboten: Der Vortrag am Dienstag, 29. Juli, von 15 bis 17 Uhr wendet sich an Inhaber und Mitarbeiter von Industriebetrieben. Sie erfahren alles notwendige zur Senkung von Heizkosten und CO2-Emmissionen mit Holz-Pellets in Industriebetrieben. Der Vortrag am Mittwoch, 30. Juli, von 19 bis 21 Uhr wendet sich an Hausbesitzer und solche, die es werden wollen mit dem Thema "Heizkosten senken und Komfort erhöhen durch Solaranlagen." Am Donnerstag, 31. Juli, von 15 bis 17 Uhr können sich schließlich alle Technikinteressierte informieren über "die solare Kühlung und Prozesswärme durch thermische Solaranlagen". Eine Anmeldung zu den kostenfreien Vorträgen ist erforderlich unter der Telefonnummer: 06181 78877 oder unter [email protected].

Im Industriepark Wolfgang als vielseitigem Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionszentrum für Chemie, Pharma und Materialtechnologie wird nicht nur zuverlässige und kontinuierliche Versorgung mit Dampf, Strom und Wasser benötigt, sondern Forscher arbeiten an diesem Innovationsstandort auch an der Brennstoffzelle, einer "Energie der Zukunft". Der Industriepark lädt ein zu einer Führung am Samstag, 2. August, von 11 bis 12.30 Uhr über das weitläufige Gelände inklusive Besuch des Dampfkesselhauses.

Eine Anmeldung zur kostenfreien Führung ist unbedingt erforderlich unter der E-Mail-Adresse: [email protected] oder unter www.ipw-rheinmain.de.Das Mindestalter ist auf 14 Jahre festgelegt (bitte Ausweis mitbringen) und aus Sicherheitsgründen werden die Besucher darauf hingewiesen, dass keine Handys und Fotoapparate gestattet werden können.

Zwei Führungen im Wasserwerk 3 an der Burgallee werden ebenfalls am Samstag, 2. August angeboten, von 15 bis 16.30 sowie von 16.30 bis 18 Uhr. Von außen wäre es kaum als Wasserwerk zu erkennen, wenn nicht seit kurzer Zeit ein Schild der Route Industriekultur auf seine reiche Bedeutung hinweisen würde. Obwohl die ehemaligen Transmissionen Mitte des vergangenen Jahrhunderts durch Elektro- und Dieselaggregate ersetzt wurden, befinden sich noch heute spannende technische Anlagen im Innern des sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Gebäudes an der Burgallee: Wasserspeicher, Aufbereitungs- und Druckerhöhungsanlagen. Die Mitarbeiter der Hanauer Stadtwerke erläutern am Samstag die Geschichte und die Bedeutung des Wasserwerks. Auch bei diesem kostenfreien Angebot ist eine Anmeldung erforderlich unter der Rufnummer 06181 365241 oder unter [email protected].

Der Verein Museumseisenbahn lädt ein zu einer "Eisenbahn-Nostalgie" im ehemaligen Bahnbetriebswerk Hanau in den Heideäckern. Hier wurden ehemals die schweren Güterzuglokomotiven mit Kohle und Wasser für ihre Fahrt über die steigungsreichen umliegenden Mittelgebirge vorbereitet, gewartet und repariert.

Am Samstag von 11 bis 12 Uhr und von 15 bis 16 Uhr kann nicht nur das Gelände und die eindrucksvolle Sammlung an Lokomotiven kostenfrei besichtigt werden, sondern auch miterlebt werden, wie am Nachmittag die 1760 PS starke Dampflok aus dem Jahr 1942 angeheizt wird, um am Sonntag einen Sonderzug von Frankfurt ins Kraftwerk Staudinger zu ziehen. Informationen beim Verein unter der Telefonnummer 06152 719483, unter [email protected] oder unter www.museumseisenbahn-hanau.de.

Am Sonntag, 3. August, führt von 10 bis 12 Uhr eine Radtour entlang der lebhaften und vielseitigen Hanauer Industriekultur. Die Tour, die in Zusammenarbeit vom Fachbereich Kultur, der Tourist-Information und dem ADFC Main-Kinzig angeboten wird, führt zu den markanten Stätten der alten und neuen Hanauer Industrie - vom Mühlenensemble Herrenmühle über die Bijouteriefabrikation Kreuter, vorbei am Heraeus Konzern und die ehemals firmeneigene Arbeiterwohnsiedlung am Hasenpfad zum Gelände der Dunlop und über den Hafen entlang des Mains nach Großauheim zur ehemaligen Landmaschinenfabrik Bautz. Eine Anmeldung ist hier nicht erforderlich. Informationen erhält man beim ADFC Hanau Main-Kinzig unter der Rufnummer 06187 26501 oder per E-Mail unter [email protected]. Treffpunkt zum Start ist das Behördenhaus am Freiheitsplatz.

Im Gesamtpaket zum Preis von 5 Euro zu erwerben sind zudem kleine Ringbücher mit allen bisher erschienenen lokalen Routenführern sowie eine Publikation der Industriekultur Rhein-Main mit ausgewählten Themen und Dokumentation des Projekts (160 Seiten im DIN A4 Format) zum Preis von 9,90 Euro. Beide Materialien sind auch nach den Veranstaltungstagen weiterhin erhältlich.Internet www.route-der-industriekultur-rhein-main.de. Die zwei lokalen Routenführer für Hanau können auch auf der Internetseite der Stadt unter www.hanau.de eingesehen werden.

Lust auf Tischtennisspielen?

BRUCHKÖBEL. Seit vielen Jahren trifft sich regelmäßig eine Gruppe von Tischtennisspielern und Spielerinnen im Seniorentreff-Mitte. Jeweils montags und mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr wird an zwei Platten mit dem kleinen schnellen Ball trainiert. Dabei steht der Wettkampf nicht unbedingt im Mittelpunkt, aber der Ehrgeiz den Ball anständig zu spielen, ist vorhanden. Überwiegend wird Doppel gespielt und die Geselligkeit kommt ebenfalls nicht zu kurz. Das dieser Sport nicht nur etwas für die jüngere Generation ist, zeigt das Alter einiger Mitspieler und Mitspielerinnen. Diese haben wohl, gerade wegen der regelmäßigen sportlichen Betätigung, die 80 erreicht, oder überschritten. Sie haben Lust mitzuspielen? Dafür brauchen Sie nur einen Tischtennisschläger, ein paar Turnschuhe, bequeme Kleidung und schon kann es losgehen. Die Gruppe freut sich über „Nachwuchs“. +++

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