Die Mission war nicht eben einfach. Die Veranstaltungsgemeinschaft des Sparkassen-Handballcups, in deren bewährten Händen die Vorbereitung und Durchführung des größten und wichtigsten deutschen Saisonvorbereitungsturnier im Männerhandball seit Jahren liegt, begann unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Finales im vergangenen Jahr mit der generalstabsmäßigen Planung der 13. Auflage des Traditionshandballturniers. Heide Aust, Thomas Giesler und Jürgen Bauer hatten dabei zwei wichtige Begleitumstände zu beachten: Die WM-Euphorie, die 2007 durch das ganz Land schwappte, würde allmählich kleinere Wellen schlagen, und parallel zum Sparkassen-Handballcup würden die Olympischen Sommerspiele in Peking stattfinden und damit die Auswahlspieler von 12 Handballnationen nicht zum Turnier stoßen können. Also war die ganze Aufmerksamkeit der Turnierveranstalter darauf ausgerichtet, ein Teilnehmerfeld akribisch zusammenzustellen, das dennoch Handballsport auf höchstem, internationalem Niveau in Hessen und Thüringen bieten würde. Die Mission ist erfolgreich gewesen.
Selten zuvor war der Sparkassen-Handballcup so qualitativ ausgewogen wie gleichsam spektakulär besetzt wie in diesem Jahr. Ohne zu übertreiben, kann von einem Sechs-Nationen-Turnier gesprochen werden, denn die 16 teilnehmenden Handball-Mannschaften kommen aus Deutschland, Schweiz, Polen, Norwegen, Schweden und der Slowakei. Wenn man so möchte: Eine Mini-EM auf Vereinsebene. Die Liste der Teams ist prominent besetzt. Allein vier Teams spielen in der kommenden Saison in der EHF Champions League, also der „Königsklasse“ des europäischen Handballs. Besonders stolz sind die Organisatoren darauf, dass der amtierende Deutsche Vizemeister und Champions League-Finalist 2007, die SG Flensburg-Handewitt, nach einigen Jahren der Abwesenheit nun wieder die Handballfans in Hessen und Thüringen mit Handball vom Feinsten verwöhnen möchte.
Aus der Schweiz kommt der amtierende Schweizer Meister ZMC Amicitia Zürich zum Turnier. In Bad Wildungen, der „Champions League-Vorrundengruppe“, treffen die Eidgenossen auf den Polnischen Meister und eben auf die bärenstarken Handballer von der Flensburger Förde. Der Slowakische Meister Tatran Presov wird in der Rotenburger MEIROTELS-HALLE zu bewundern sein. Hier trifft das Team des ehemaligen Cheftrainers des nordhessischen Erstligisten MT Melsungen, Dr. Rastislav Trtik, auf den schwedischen Erstligisten Ystads IF. Ein ebenso mit Spannung erwarteter europäischer Vergleich wie der mit Spannung erwartete Auftritt des Norwegischen Erstligisten Fyllingen Handball, der in der Vorrundengruppe 3 auf gleich drei deutsche Bundesligisten tritt. Am Ende des fünftägigen Handballfestivals der Extraklasse wird die Frage beantwortet sein, wer sich bei der 13. Auflage des Saisonvorbereitungsturniers durchgesetzt hat: Europa oder Deutschland.
Die erste und zweite Handballbundesliga bietet insgesamt 11 Mannschaften auf, um der europäischen Konkurrenz in den fünf Sportarenen in Hessen und Thüringen Paroli zu bieten. Da der Titelverteidiger der beiden vergangenen Jahre, die Rhein-Neckar-Löwen, dieses Jahr nicht teilnimmt, wird der Nachfolger des Champions League-Teilnehmers im Finale am 16. August in Rotenburg a.d. Fulda ermittelt. Dorthin möchten neben der SG Flensburg-Handewitt sechs weitere Erstligisten aus dem Oberhaus des deutschen Handballs: In der Vorrundengruppe 2 in Eisenach treffen die Bundesliga-Senkrechtstarter Füchse Berlin auf die Bundesliga-Aufsteiger des Stralsunder HV. In der Vorrundengruppe 3 in Felsberg messen sich mit dem TBV Lemgo, dem SC Magdeburg und TUSEM Essen gleich drei Teams aus der besten Handball-Liga der Welt um den Einzug in die Vorschlussrunde.
Die MT Melsungen wird an ihrer vormaligen Wirkungsstätte, der Rotenburger MEIROTELS-HALLE, antreten und dort auf Ystads IF, Tratran Presov und den ambitionierten Südzweitligisten Bergischer HC treffen. Komplettiert wird das illustre Teilnehmerfeld durch die weiteren Zweitligisten HSG Düsseldorf, ThSV Eisenach und den TSV Hannover-Burgdorf. Als diesjähriges Testimonial wird Ljubomir Vranjes fungieren. Der schwedische Kapitän der SG Flensburg ziert erstmals alle Plakate, Eintrittskarten und Hallenmagazine. Der 34-jährige Rückraumspieler ist mit 168cm der kleinste Spieler der Bundesliga, mit zahllosen Titeln (5x schwedischer Meister, 3x schwedischer Pokalsieger und Weltmeister 1999) aber einer der erfolgreichsten.
Die Vorrundenspiele beginnen jeweils um 18 und 20 Uhr. Tickets sind zum Preis von 26 Euro (Dauerkarte Erwachsene), 13 Euro (Dauerkarte Jugendliche) und 12 Euro (Tageskarte Erwachsene) und 6 Euro (Tageskarte Jugendliche) erhältlich. Die VIP-Karte kostet 55 Euro. Neben den bekannten regionalen Vorverkaufstellen bei den Sparkassen vor Ort, den Geschäftsstellen der MT Melsungen und des ThSV Eisenach und den Reisebüros Stöter (Kassel) und Zilch (Rotenburg) sind die Tickets auch über die Internetseite www.sparkassenhandballcup.de zu erwerben.
Für Gruppenbestellungen gibt es einen gesonderten Rabatt. Wer fünf Tickets kauft, erhält eine Karte kostenfrei hinzu, bei 10 gekauften Tickets gibt es zwei Karten kostenfrei etc. +++