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Zahlreiche Helfer waren alarmiert... - Fotos: Kathrin Groß

Hier war eine Flasche Chlorgas undicht...

31.07.08 - SCHLÜCHTERN

Chlorgas-Einsatz im Schwimmbad - eine Gasflasche war undicht

Erst im letzten Jahr hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz den Ernstfall im Schlüchterner Freibad geprobt: den Austritt von Chlorgas. Und was damals nur eine Übung war, wurde am gestrigen späten Mittwochabend Realität. Anwohner um das Freibad in der Breitenbacher Straße wurden durch ein ständiges Hupsignal und ein rotes Blinklicht darauf aufmerksam, dass irgendwas im Freibad "nicht stimmte". Sie verständigten daraufhin die Polizei, die dann wiederum über die Rettungsleitstelle in Gelnhausen die Feuerwehr Schlüchtern, den DRK-Rettungsdienst sowie die DRK-Bereitschaft Schlüchtern gegen 22.34 Uhr alarmierte.

Die Stützpunktfeuerwehr erkundete die Einsatzstelle mit dem zeitgleich eintreffenden Schwimmmeister Wolfgang Schröder. Das DRK blieb zuerst in einem Bereitstellungsraum, die Straßen rund um das Schwimmbad wurden von der Polizei abgesperrt. Mit schwerem Atemschutz gingen die Kräfte der Feuerwehr auf das Gelände und überprüften in einem Raum mehrere Chlorgasflaschen. Im hinteren Teil der Freibadanlage wurde dann festgestellt, dass eine Flasche, die nur zum Teil geleert war, nicht richtig verschlossen war. Feuerwehrleute drehten sie dann "richtig" zu.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes nahmen die Kräfte Messungen vor. Für den Fall, dass mehr Chlorgas ausgetreten wäre, hatten weitere Feuerwehrkräfte zwei Wasserwerfer am Parkplatz vor dem Freibadeingang sowie einen weiteren über dem Seitenzugang bei den Tennisplätzen platziert. Mit Wasser lässt sich nämlich das Chlorgas vernebeln und es kann somit keine größeren Schäden anrichten. Zum Glück trat aber keine große Menge aus, so dass niemand verletzt wurde.

An den Tennisplätzen hatten die Kräfte mit ihrem Gefahrgutwagen vorsorglich alle nötigen Maßnahmen getroffen, so dass Duschen und Chemieschutzanzüge bereit standen. Hier waren die Kräfte des Roten Kreuz vor Ort, die im Notfall hätten schnell helfen können. An der Einsatzstelle waren auch Schlüchterns Stadtbrandinspektor Helmut Zinkand und Werner Kress sowie Kreisbrandmeister Michael Lossow; insgesamt waren es 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK. Gegen 01.00 Uhr heute Nacht war der Einsatz nach etwa zweieinhalb Stunden beendet. +++







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