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Bürgermeister Ulrich Waldsachs ließ es sich nicht nehmen, die japanischen Juendlichen persönlich durch Ostheim zu führen und ihnen die Sehenswürdigkeiten des Rhönstädtchens zu zeigen. - Fotos: Eva Wienröder

Die jungen Besucher aus Japan verewigten sich im Goldenen Buch der Stadt Ostheim.

31.07.08 - Ostheim

Japanische Sportler in der Rhön - Historische Plätze besuchen - Sportjugend

In diesen Tagen konnte Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs Gäste aus Japan im Luftkurort begrüßen. Es handelte sich dabei um eine Gruppe von jungen Sportlern, die im Rahmen des von der Bayerischen Sportjugend (BSJ) in Kooperation mit der Deutschen und der Japanischen Sportjugend organisierten Simultanaustauschs für zwei Wochen im Bezirk Unterfranken verweilen.

Mit ihrer Lehrkraft und einer Dolmetscherin verbrachten die sieben Jugendlichen auch einige Tage im Landkreis Rhön-Grabfeld, wo sie von der BSJ Rhön-Grabfeld betreut wurden und bei Gastfamilien in Salz untergebracht waren. Die BSJ Rhön-Grabfeld hat bereits zum fünften Mal innerhalb von 15 Jahren an dem Austauschprogramm, das auch vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, teilgenommen.

Begleitet von zwei Vertreterinnen des BSJ-Kreisverbandes, der stellv. Vorsitzenden Sabine Kirchner und Jugendsprecherin Anna Hemmert sowie vom 2. Bürgermeister der Gemeinde Hohenroth Gerhard Müller, der schon seit vielen Jahren Kontakte nach Asien pflegt, besuchten die japanischen Gäste die Stadt Ostheim, wo ihnen ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Bürgermeister Waldsachs hatte die eigens bei der japanischen Botschaft georderte Japan-Flagge vor dem Rathaus hissen lassen. Helmut Thomas von der VG Ostheim hatte zudem im Vorfeld mit einer Dolmetscherin aus Rothenburg o.T. Kontakt aufgenommen, und so konnte der Bürgermeister die Gruppe sogar mit einigen Sätzen Japanisch in Ostheim Willkommen heißen. Das Stadtoberhaupt ließ es sich auch nicht nehmen, persönlich eine kleine Stadtführung mit den Besuchern zu unternehmen und ihnen Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus zu zeigen.

Auf dem Programm stand auch ein Besuch des Orgelbaumuseums, wo Museumsleiterin Sigruth Strobel den Jugendlichen viel Wissenswertes über die Geschichte des Orgelbaus erzählte und zudem eine ganze Reihe von Instrumenten erklingen ließ. Ganz offensichtlich beeindruckt von dem Museum, das wie Bürgermeister Waldsachs erklärte, einzigartig in Europa sein dürfte, machte sich die Gruppe noch zu einer Besichtigung der Kirchenburg auf.

Die Kids zeigten großes Interesse, bei ihrem Besuch in Deutschland historische Plätze aufzusuchen, rangierte auf ihrer Wunschliste nämlich ganz oben, wie Sabine Kirchner berichten konnte. Großer Traum der Jugendlichen wäre ein Treffen mit Fußballstar Oliver Kahn gewesen. Diesen Wunsch konnte man zwar nicht erfüllen, aber dafür jede Menge andere, so zum Beispiel die Besichtigung einer Brauerei und der Besuch eines Biergartens mit Live-Musik.

Die jungen Asiaten hatten auch ganz offensichtlich Gefallen an dem Rhönstädtchen gefunden.

Nach dem Rundgang gab es noch einen Empfang im Rathaus, wo ein Imbiss auf die jungen Sportler wartete. Ostheimer Spezialitäten wie der Leberkäse und die Bionade - man hatte extra Flaschen mit japanischen Etiketten besorgt – durften dabei natürlich nicht fehlen. Zum Abschied wurden dann noch Gastgeschenke ausgetauscht und die Besucher trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Ostheim ein.

Während ihres Aufenthalts in der Rhön unternahmen die Jugendlichen mit ihren Gastfamilien auch einen Ausflug zur Wasserkuppe und zum Kloster Kreuzberg. Die Mädchen und Jungen bekamen ausgiebig Gelegenheit, das Frankenland näher kennen zu lernen, dafür sorgten unter anderem ein Besuch der Kurstadt Bad Kissingen und der Bezirkshauptstadt Würzburg.

Schon seit 35 Jahren organisiert die Deutsche Sportjugend den Austausch mit Japan. Dieses Jahr waren deutschlandweit 125 japanische Jugendliche zu Gast. Der Jugendaustausch soll durch beiderseitige Programme dazu beitragen, die aktuelle Situation der Jugend im Sport, sowie das Schulsystem im Gastland kennen zu lernen und nachhaltig die deutschen Teilnehmer für die sportliche Jugendarbeit in ihrem Landkreis zu interessieren und zur Mitarbeit zu motivieren. Für die jungen Japaner ist es gar nicht so einfach, einen der begehrten Plätze zu bekommen. Im Gegensatz zu den deutschen Austauschsportlern müssen sie zahlreiche Tests, unter anderem in Deutscher Geschichte, Geographie, Länderkunde, Politik und Englisch absolvieren, um in die engere Auswahl zu gelangen. „Die Jugendlichen die zu uns kommen, haben auch wirkliches Interesse daran, unser Land und unsere Kultur kennen zu lernen, deshalb sind wir auch bemüht ihnen ein gutes Programm zu bieten“, unterstreicht Sabine Kirchner, die sich sehr darüber freute, dass der Ostheimer Bürgermeister sich so viel Zeit für die Kids genommen hatte. (eva) +++


Im Orgelbaumuseum erläuterte Museumsleiterin Sigruth Strobel den Gästen aus Japan die Geschichte des Orgelbaus und zeigten ihnen verschiedenste Exponate.

Stellten sich zum Erinnerungsfoto: Ostheims Bürgermeister Ulrich Waldsachs (stehend Dritter von rechts) und die stellv. BSJ-Kreisvorsitzende Sabine Kirchner (links) mit den jungen Besuchern aus Japan.

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