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Christopher Krause beim Eckstoß

- Alle Fotos: Christian P.Stadtfeld
07.08.08 - HÜNFELD
Youngster JAKSCH (18) schießt Borussen zum 3. Saisonsieg gegen Hünfelder SV
"Ein Spiel dauert 90 Minuten." Dies stellte Hessenligist Borussia Fulda beim Osthessenderby gegen den den Hünfelder SV am Mittwochabend unter Beweis. Nachdem sich die 2200 Zuschauer schon auf ein Remis eingestellt hatten, schlug die Stunde des Mark-Niklas Jaksch. Gerade einmal zwei Minuten zuvor eingewechselt, setzte der 18-jährige Youngster in der 90. Minute einen wuchtigen Flugkopfball in die Maschen des Hünfelder Tores. Somit bleibt Fulda auch im dritten Saisonspiel ungeschlagen und führt weiterhin die Tabelle der Hessenliga an.
Das Osthessenderby begann wegen dem großen Zuschauerandrang mit einer viertelstündigen Verspätung. Beide Mannschaften lieferten in der ersten Halbzeit ein engagiertes Spiel ab. Dabei waren sich weder der Hünfelder SV, noch Borussia Fulda zu schade, das Publikum mit erfrischendem Offensivfußball zu begeistern. Benjamin Bunzenthal (8.), Murat Anli (18.) und Kapitän David Schimmelpfennig (32.) auf Seiten der Borussia sowie Roberto Kowalski (5.), Oliver Bunzenthal (12.) und Daniel Schirmer (18.) auf Seiten des HSV sorgten für ein ausgeglichenes Chancenverhältnis im Lokalschlager. Mit Beginn der zweiten Spielhälfte merkte man den Akteuren beider Teams allerdings zunehmende Nervosität an, weshalb die Attraktivität des Spiels etwas verflachte. Lediglich dem stets bemühten Hünfelder Kowalski (55.) gelang aus dem Nichts beinahe der Führungstreffer. Die von Routinier Seref Zangir organisierte Fuldaer Defensive wusste weitere Hünfelder Torchancen jedoch souverän und taktisch klug zu verhindern.
Besonders ragte Außenverteidiger Adam Benn heraus. Trainer Jörg Meinhardt musste den 19-jährigen in der 83. Spielminute allerdings verletzungsbedingt aus dem Spiel nehmen. Für ihn kam der Ex-Fliedener Alexander Hose. Dies sollte jedoch nicht die letzte Auswechslung bleiben. Meinhardt setzte in der 88. Minute alles auf eine Karte und brachte für Verteiger Steffen Schneider den erst 18-jährigen Stürmer Mark-Niklas Jaksch. Mit dieser Aktion bewies er ein glückliches Händchen. Jaksch nickte in der 90 Minute per Kopf zum Siegtreffer ein. Markant: Ähnliches war dem aus Bachrain stammenden Eigengewächs der Borussia in der Vorbereitung schon einmal gelungen. Beim Test gegen Verbandsligist SG Bad Soden bewies er durch einen Treffer in der Schlussphase ebenfalls Kaltschnäutzigkeit vor dem Tor. Jakschs Tor im heutigen Hessenligaspiel sorgte jedenfalls für einen Befreiungsschlag in einer Phase, in der die Fuldaer Borussia unter immensem Druck stand.
Zuvor hatte der vom Publikum kritisch beäugte Schiedsrichter Timo Ide (Frielendorf) nämlich zwei Hünfelder Akteure des Feldes verwiesen. Stefan Wehner (63.,wiederholtes Foulspiel,gelb-rot) und Dominik Vollmer (85.,grobes Foulspiel,rot) dezimierten die Anzahl der Hünfelder Spieler auf neun. Auch eine beherzte Schlussoffensive und die letzte Chance des Spiels durch HSV-Stürmer Tobias Hammerl konnten den Borussensieg nicht mehr stoppen. Torschütze Jaksch und seine Mitspieler feierten nach Spielende beherzt mit den zahlreich angereisten Fans. Borussia Fulda führt nun nach dem spektakulären 7:3-Erfolg von Verfolger Viktoria Urberach weiterhin die Tabelle der Hessenliga an Es darf demnach zurecht von einem Traumstart der jungen Mannschaft gesprochen werden. Bleibt zu hoffen, dass die anhaltende Euphoriewelle auch bei den heimischen Zuschauern ankommt und man am Samstag gegen den SC Waldgirmes (15 Uhr) ebenfalls eine vierstellige Zuschauerzahl in der Fuldaer Johannisau begrüßen darf. (Christian Hoge) +++

Emotionen auf der Tribüne

Rund 2.000 Fußballfans in der Rhönkampfbahn ...

Einige Borussen-Anhänger

...und im Osthessenderby den Kürzeren gezogen.

Auch der eine oder andere Betreuer hatte seine Fans mitgebracht.

Dominik Vollmer verlässt nach seiner Roten Karte das Spielfeld.

Die stets lautstarke Borussenfankurve...

...feiert ihre Helden.