Umfangreiche Bautätigkeiten haben während der Sommerferien in den Schulen des Landkreises stattgefunden. Das Immobilienmanagement des Kreises nutzte die unterrichtsfreie Zeit, um an insgesamt 32 der 46 Schulen zu sanieren, zu renovieren, neu zu bauen, umzugestalten und zu verschönern, zu verbessern, zu erneuern. 1,54 Millionen Euro wurden nach den Angaben von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt in den zurückliegenden sechs Wochen in die Schulen investiert.
Von erneuerten Fußböden über Fenstersanierung, Toilettenerneuerung oder Umbauten für die Mittagsverpflegung bis hin zur Asphaltierung von Außenanlagen oder der Erneuerung einer Tartananlage reichten die Arbeiten. „Wir legen großen Wert auf die laufende Unterhaltung und die Modernisierung unserer Schulen, denn wir wollen das Kreiseigentum in seinem Wert erhalten und pflegen“, betonte der Landrat bei einem Besuch in der Gesamtschule Schenklengsfeld. Dort wurde mit Beginn der Sommerferien die Sanierung des Obergeschosses als erstem Bauabschnitt begonnen. Auf zunächst gut 1.500 Quadratmetern Grundfläche wurden alle Schadstoffe im Wand und Deckenbereich aus künstlichen Mineralfasern entfernt. Gründlich und zügig, denn die gesamte Entkernung des oberen Stockwerks sowie die Entsorgung aller Schadstoffe musste ist bis Ende der Sommerferien vollständig abgeschlossen sein.
Jetzt präsentiert sich die Gesamtschule in einer Art „Rohbau“ und die Schüler müssen mit ihren Lehrern in einem ausgeklügelten Raumverteilungsplan „wandern“, zum Teil bis in das Bürgerhaus, in dem zwei Klassen gegenwärtig unterrichtet werden. Landrat Dr. Schmidt dankte Bürgermeister Stefan Gensler für die gute Unterstützung.
Jetzt geht es an den Neu-Aufbau der Gesamtschule. Aktuell wird die Außenfassade neu gemauert und mit Wärmedämmverbundsystem versehen. Danach, etwa in fünf Wochen, soll dann im Innenbereich die neue Raumaufteilung in Trockenbauweise erfolgen, erläuterte Volker Borneis vom Immobilienmanagement. Ferner wird die komplette Installation von Elektroleitungen, EDV, Heizung und Sanitär erneuert.
Ab den Osterferien 2009 sollen die ersten 14 Klassenräume sowie zwei EDV-Räume im neu gestalteten Obergeschoss zur Verfügung stehen. Anschließend werden die Arbeiten als 2.und 3. Bauabschnitt im Erdgeschoss fortgesetzt. Dort werden alle Fachräume sowie die neue Verwaltung untergebracht. Dabei handelt es sich um die Naturwissenschaften, die Kunst- und Werkbereiche, eine Lehrküche und den Musikbereich.
Nach Abschluss aller Bauarbeiten, der für Ende der Sommerferien 2010 geplant ist, stehen der Schule gut 4.600 Quadratmeter sanierte Räume mit modernster Technik in allen Geschossen wieder zur Verfügung. Die Kosten für die Arbeiten im Obergeschoss sind auf rund eine Million Euro veranschlagt, und für das Erdgeschoss sind weitere 2,5 Millionen Euro eingeplant.
Während die Sanierung der Gesamtschule in Schenklengsfeld noch über Jahre läuft, sind zahlreiche Maßnahmen in den Sommerferien bereits vollendet worden. So wurde für rund 100.000 Euro die Verwaltung der Ernst-von-Harnack-Schule in Bad Hersfeld renoviert. 150.000 Euro werden in eine neue Pellet-Heizungsanlage in der Eichendorff-Schule in Cornberg investiert. Für 44.000 Euro wurden in der Turnhalle der Grundschule Landeck in Schenklengsfeld Beleuchtung und Decke erneuert. 128.000 Euro kostete die Toilettensanierung der Beruflichen Schule in Heimboldshausen. Mit 52.000 Euro war die Toilettensanierung an der Heinrich-Auel-Schule in Rotenburg etwas preiswerter. Gut 40.000 Euro mussten für die Entkernungsarbeiten zur Sanierung der Naturwissenschaften an der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld aufgewendet werden. Die erneuerte Tartan-Laufbahn der Gesamtschule Niederaula kostete 54.000 Euro. Und für die Fortsetzung der Komplettsanierung der Großsporthalle in Rotenburg wurden 100.000 Euro veranschlagt.
„Unsere Schulen sind insgesamt in einem ordentlichen Zustand“, erklärte Landrat Dr. Schmidt.“ Durch die laufende Unterhaltung und fortwährende Investitionen haben wir die Schulen immer in einem gepflegten und aktuellen Stand gehalten. Daher haben wir keinen Investitionsstau wie in anderen Landkreisen“, betonte der Landrat. Er versicherte, dass er als Landrat auch in den kommenden Jahren in die Haushaltsentwürfe des Landkreises ausreichende Finanzmittel einstellen werde, um die Schulen zu unterhalten und weiterzuentwickeln. Im TOP-Schul-Programm sind nach Darstellung von Dr. Schmidt innerhalb von vier Jahren mehr als 30 Millionen Euro für die Weiterentwicklung und Unterhaltung der 46 Schulen im Landkreis vorgesehen. „Stillstand ist Rückschritt und den können und wollen wir uns im Interesse der jungen Menschen nicht leisten“, betonte Dr. Schmidt abschließend. +++