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Dressurprüfungen und... - Fotos: bm

... eine Schauprüfung L-Springen - reiterliche Highlights beim Jubiläumsturnier des Reit- und Fahrvereins Hünfeld

10.08.08 - HÜNFELD

Parallelspringen, Lob und flotte "Blondinen" - RFV-Jubiläumsturnier noch heute

Was haben die Fernsehsendung "Wetten dass…?" und jedes Reitturnier gemeinsam? Beide sind nie pünktlich zu Ende. Und so startete in der Haunestadt nach einem gelungenen Turniertag die "1. Hünfelder Pferdenacht" nach dem abschließenden M-Springen mit Stechen auch mit etwas Verspätung. Die besondere Veranstaltung wurde aus Anlass eines Doppeljubiläums organisiert: der RFV feiert an diesem Wochenende sein 60-jähriges Bestehen und das 50. ausgetragene Turnier. (Über historische Ereignisse und Schlaglichter des 60-jährigen Vereinslebens hat osthessen-news bereits am Freitag berichtet - zu lesen unter diesem Link http://www.osthessen-news.de/onpferde/onpferde_001.html )

Für die vielen ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren des Hünfelder Reit- und Fahrvereins (RFV) gab es nach dem sportlichen Wettbewerb keine Verschnaufpause. Hunderte von Zuschauern säumten den Rand des Turnierplatzes und warteten gespannt auf den Start des Showprogramms, das die Organisationstalente des Teams rund um Vereinsvorsitzenden Dr. Klaus Martin in Hünfeld auf den Platz "zauberten".

Rasant ging es los mit einem spektakulären Springwettbewerb auf L-Niveau. Immer zwei Reiter mit ihren Pferden mussten einen nebeneinander aufgebauten identischen Parcours bewältigen. Jeweils der bessere, schnellere Reiter kam eine Runde weiter, der Verlierer schied gemäß KO-System aus.

Hier galt es alles "auf eine Karte zu setzen" und die Reiter boten den Besuchern wirklich einen schnelles und mutiges Reiten. Ein Sturz von Pferd und Reiterin ließ den Gästen den Atem stocken - doch glücklicherweise war "nichts passiert", Ross und Reiterin standen blitzschnell wieder auf den Beinen und beendeten die Runde unter dem Applaus der erleichterten Zuschauer. Gewinner dieser Prüfung wurde ein bekanntes Dreigestirn: Lars Schneeberg, Hanna Heinle und Bettina Wiegand vom Hünfelder Verein.

Gleich darauf stand der Platz im Zeichen der Dressurreiter. Ebenfalls als Schauwettbewerb konnten die Zuschauer 4 Dressurküren der Klasse M genießen. Hier traute sich als einziger Mann Erik Schlaudraff (Großenlüder) in den Dressursattel. Einige technische Problem gab es mit der Einspielung der - zur Kür gehörenden - Musik: dieser wichtige Bestandteil der Dressurvorführung war für Erik Schlaudraff, der Sportwart des Vereins der Jagdreiter Fulda ist, als ersten Starter kaum zu hören. In der Endabrechnung mussten er und sein Pferd Wiskey sich den Amazonen geschlagen geben.

Wie auf einem „Schleudersitz“ konnte sich der Hünfelder Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel fühlen. An seiner Seite der 1. Vorsitzende des Hessischen Reit- und Fahrverbands, Ernst-Albert Holzapfel, sowie der 1. Vorsitzende des Hünfelder Reit- und Fahrvereins Dr. Klaus Martin. Aber nicht politische Turbulenzen, sondern das Temperament von "4 Blondinen aus Tirol" forderten die drei Männer heraus: sie waren in einer Kutsche auf den Platz gekommen, die von vier Haflinger-Stuten gezogen wurde. Dass Haflinger im Gespann absolut zu "sportlichen Fahrten" taugen, davon konnten sich auch die Zuschauer überzeugen.

Leicht zerzaust, aber wohlbehalten richtete zunächst Dr. Martin das Wort an die anwesenden Gäste. Nach kurzem Rückblick auf die Vereinsgeschichte und die Turniere in Hünfeld sowie nach herzlicher Begrüßung der Gäste auf der Reitanlage im Haselgrund hatte Ernst-Albert Holzapfel das Wort. Der oberste Vertreter der Reiterei in Hessen gratulierte dem Gastgeber zum 60-jährigen Bestehen und dem 50 .Jubiläumsturnier in Hünfeld - nicht, ohne sich an seine eigene Teilnahme an Prüfungen in Hünfeld zu erinnern.

Während des angenehm kurzen offiziellen Teils der Veranstaltung wurde Klaus Martin vom Vorsitzenden Holzapfel die Ehrenurkunde des Hessischen Reit und Fahrverbandes überreicht. „ Ihr Hünfelder könnt Euch glücklich schätzen einen solchen Bürgermeister zu haben, der so hinter dem Pferdsport steht," erklärte Holzapfel außerdem. Stadtoberhaupt Eberhard Fennel sicherte dem Hünfelder Reitverein weiterhin seine Unterstützung zu und schloss sich den Glückwünschen an.

Während die Hünfelder Pferdenacht mit Höhepunkten wie der Vogelsberger Friesenquadrille und dem Auftritt des DRK Spielmanns- und Fanfarenzuges Flieden-Rückers e.V. weiterging sowie einer stimmungsvollen Beleuchtung des Turnierplatzes ausklang, sind auch noch am heutigen Sonntag, am 3. Turniertag, sportliche Highlights zu erwarten.

Bis heute Abend und zum Ende des Turniers haben die Besucher auch noch Gelegenheit, sich die - im Festzelt aufgestellten - Schautafeln anzusehen und dabei über die Geschichte des Vereins zu informieren. In liebevoller Kleinarbeit und viel Mühe hat Vereinsmitglied Elke Freudenberg hier einen Querschnitt durch die Historie des EFV mit vielen Bildern und interessanten Texten zusammen gestellt. Und auch an das leibliche Wohl der Gäste hat der Verein gedacht und bietet den Besuchern leckere Spezialitäten vom Grill und Getränke zu zivilen Preisen an. (Bettina Masché) +++


4 flotte Blondinen aus Tirol bewiesen....

....Temperament und Drive beim "Promi-Transport"


Die Haflingerstuten gehörten als Gespann zum Veranstaltungspunkt "Ehrungen"

Der Vorsitzende des Hessischen Reit- und Fahrverbandes, Ernst-Albert Holzapfel (Mitte) bei seiner Ansprache mit Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (links) und RFV-Vorsitzendem Dr. Klaus Martin (rechts)


Holzapfel würdigte die Arbeit des RFV Hünfeld und überreichte zum Jubiläum die Ehrenurkunde des Hessischen Reit- und Fahrverbands - und lobte die Unterstützung der Stadt Hünfeld für den Reitsport

Erik Schlaudraff aus Großenlüder und sein Pferd Wiskey nahmen an ...


...der Dressurkür Klasse M teil - der einzige Mann im Dressurwettbewerb...

... konnte den Fuchs für den guten Ritt loben, allerdings dominierten bei der Dressur-Schauprüfung ...


... doch die Amazonen dominierten - ganz unabhängig von Sieg und Platz aber waren die Darbietungen für die Zuschauer ein Genuss

Viele Helfer hatte der Verein aufgeboten, um für einen reibungslosen Ablauf des Turniers zu sorgen


Im Festzelt wird die Historie sichtbar: unzählige Ereignisse im 60-jährigen Vereins-und Sportleben...

... hat Elke Freudenberg zusammengestellt. Sie geben ein Bild von der Entwicklung des RFV und wecken Erinnerungen


Bei den Persönlichkeiten in 60 Jahren Reit- und Fahrverein Hünfeld sind viele verdiente "Vereins-Zweibeiner" zu finden, denen die edlen Vierbeiner besonders am Herzen liegen

...und natürlich wird auch die Aufzeichnung des Turniers 1948 präsentiert, bei dem der 22-jährige Hans Günter Winkler gewann - der Olympiasieger ist übrigens immer noch Ehrenmitglied des RFV Hünfeld

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