Begeistert vom Empfang, den ihm die Heimatgemeinde Stockheim am gestrigen Dienstagabend bereitet hat, war Olympiasieger und Silbermedaillen-Gewinner Ralf Schumann. Megastark seien die Stockheimer, sagte der Schütze. Bürgermeister Martin Link überreichte dazu eine überdimensionale Medaille, die der örtliche Bäckermeister Oswin Storath gebacken hatte. Sie zeigt die Olympischen Ringe, darunter das Wort „Silber“ und den Namen Ralf Schumann.
Alle Vereine und die Stockheimer selbst hatten sich zunächst am Festzug durch das Dorf beteiligt, bevor sie ihrem Olympiasieger die Hand schüttelten und ihm persönlich gratulierten. Es sei schön, daß die Gemeinde so hinter einem steht, sagte Schumann. Bürgermeister Martin Link lobte vor allem den Mitbürger Ralf Schumann, der trotz seiner Erfolge immer ein normaler Mensch geblieben ist. Das mache ihn zum Vorbild, besonders für die Jugend.
Es gehöre zu den schönsten Verpflichtungen eines Bürgermeisters große Erfolge und vorbildliche Leistungen von Bürgern zu würdigen, führte der Bürgermeister aus. Silbermedaillengewinner und Olympiasieger Ralf Schumann habe in den vergangenen herausragendes geleistet und sich besondere Verdienste um den Sport erworben. Viele Stockheimer hätten den Wettkampf in Peking live am Fernseher mitverfolgt, der spannend und zugleich auch aufregend war. Im entscheidenden Moment den Sieg zu erringen und punktgenau fit zu sein, das zeichne Ralf Schumann aus. Die hohe Kunst des sportlichen Erfolgs nannte Bürgermeister Link dies. Er verwies auch darauf, daß Ralf Schumann seit 20 Jahren auf höchstem Niveau diesen Sport betreibt.
Das erfordere starken Willen, viel Training und eine gesunde Lebensweise. Es sei wichtig, immer dran zu bleiben und das große Ziel bei internationalen Wettkämpfen unbeirrt zu verfolgen. „Umso schöner ist es dann, wenn die Selbstdisziplin und die vielen Trainingseinheiten mit einer Medaille belohnt werden,“ sagte das Stockheimer Ortsoberhaupt. Alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde würden sich über diese Silbermedaille freuen und seien stolz auf ihren Mitbürger Ralf Schumann. Im Namen der Gemeinde gratulierte Bürgermeister Martin Link ganz herzlich und überreichte eine gebackene Olympiamedaille. Außerdem gab es noch ein Geschenk der Gemeinde dazu. An Anke Schumann gab es als Dankeschön einen Blumenstrauß.
Landrat Thomas Habermann überbrachte die Glückwünsche des Landkreises Rhön-Grabfeld und meinte, daß die Silbermedaille bei der Olympiade etwas Großartiges sei. Er selbst aber auch der gesamte Landkreis freue sich mit Ralf Schumann. Es sei phantastisch, wenn jemand, wie Ralf Schumann über 20 Jahre solch eine konstante Leistung aufbringt und an der Weltspitze der Sportler ist. Es sei überhaupt schon ein großartiger Erfolg bei Olympischen Spielen teilnehmen zu können.
Der Landrat erinnerte in diesem Zusammenhang an Karsten Bindrich aus dem Mellrichstädter Stadtteil Eußenhausen, der ebenfalls bei der Olympiade in Peking war, dort im Trapschießen einen 7. Platz erreichte. „Auch das ist eine Riesenleistung.“ Als Anerkennung überreichte Landrat Thomas Habermann einen Bierkrug aus Glas mit dem Wappen des Landkreises und den eingravierten Namen „Ralf Schumann“.
Glückwünsche überbrachte auch Landtagsabgeordneter Dr. Bernd Weiß (Bahra), der ebenfalls die Erfolge Schumann herausstellte und zur Silbermedaille ganz herzlich gratulierte. Ralf Schumann selbst dankte der Gemeinde für den überwältigenden Empfang und meinte, daß er sich hier wirklich zu Hause fühle und immer wieder gerne nach Stockheim komme.
Kurz berichtete er von Peking und von den Olympischen Spielen. Peking selbst sei eine Stadt, in der die Sonne und der blaue Himmel nur selten zu sehen seien. Im Olympischen Dorf habe man die Möglichkeit gehabt, sich auch nach außen abzuschotten. Das sei manchmal für die Vorbereitung und Konzentration wichtig gewesen. Der Wettkamp sei normal abgelaufen. Er selbst habe sein Bestes gegeben. Für ihn selbst sei es ein mittelmäßiger Wettkampf gewesen, aber er sei natürlich stolz auf seine olympische Silbermedaille. „Gott hat mich durchgeführt und ich bin ohne Angst in die Wettkämpfe gegangen.“ (hf). +++