14.11.16 - Wichtiger Sieg für Verbandsligist SV Neuhof: Am Sonntag schlugen die Schützlinge von Spielertrainer Radek Görner den RSV Petersberg mit 3:2 (1:1) und verschafft sich mit diesem Erfolg etwas Luft im Abstiegskampf. Darko Lazarevski erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer für den SVN, die die Verletzung von Niko Skugor kompensieren mussten. Skugor wurde mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht. Ebenso hatte eine Zuschauerin gesundheitliche Probleme, sodass ein weiterer Krankenwagen und der ADAC-Rettungshubschrauber zum Einsatz kamen. Das Spiel wurde unterbrochen.
Bis zum Schluss kämpfte der RSV Petersberg um die "Big Points" gegen den SV Neuhof. Der in der zweiten Hälfte eingewechselte Marcel Zehner wurde von Adrian von Pazatka-Lipinski, der zuvor die Neuhofer Abwehr schwindelig gespielt hatte, bedient und drosch den Ball in den Kasten von Dogus Albayrak (89.). "Trotz der Niederlage stimmt die Moral in der Mannschaft. Bis zur letzten Minute haben sie daran geglaubt noch zwei Tore zu schießen", sagte RSV-Coach Rolf Gollin nach dem Spiel. Der RSV hatte besonders in der ersten Hälfte einige vielversprechende Chancen, die sie aber nicht nutzen. "Wir haben Petersberg viel zu viel Raum und Möglichkeiten gegeben Tore zu schießen. Sie haben sie aber nicht genutzt", so ein unzufriedener Alexander Bär, Abteilungsleiter beim SV Neuhof, nach dem Spiel. Die erste Chance hatte Boris Aschenbrücker. Scheiterte letzten Endes aber an Neuhofs Schlussmann Albayrak (8.).
Was die Petersberg nicht taten, nämlich ihre Chancen zu nutzen, machte dann der SV. Radek Görner luchste Aschenbrücker im RSV-Strafraum den Ball ab, sah Marko Curic in der Nahtstelle stehen und schoss den SVN zur Führung (16.). Zum 1:1-Ausgleich verhalf den Petersbergern nur ein unnötig verursachter Elfmeter. Kengni Fotsing legte Patrick Stupp im Strafraum und Schiedsrichter Carsten Dücker entschied zurecht auf Elfmeter. Petersbergs Spezialist für Strafstöße, Julian Wehner, verwandelte diesen gekonnt (27.). Das Spiel war nun wieder offen.
Jedoch sorgte ein tragischer Zwischenfall dafür, dass die erste Halbzeit eine halbe Stunde unterbrochen werden musste. Zuerst verletzte sich Neuhofs Niko Skugor an der Schulter und Handgelenk, weil er unglücklich fiel. Ungefähr zeitgleich bekam eine Zuschauerin gesundheitliche Probleme. Zwei Krankenwagen und ein ADAC-Rettungshubschrauber, der auf dem Neuhofer Sportplatz landete, waren innerhalb weniger Minuten vor Ort. Das Spiel wurde danach fortgesetzt.
Wie gedacht, ging in Halbzeit eins bei beiden Mannschaften nicht mehr viel. Der RSV startete aber mit einem Paukenschlag in die zweite Hälfte. Von Pazatka-Lipinski bediente Boris Aschenbrücker, der den Ball über das Gehäuse jagte (46.). Auch Darko Lazarvski versuchte nach einer Flanke von Marko Curic sein Glück, beförderte den Ball aber in den dritten Stock (50.). "Kleine Fehler haben heute für die Gegentore gesorgt. Zum Beispiel der Fehler im Mittelfeld, als das 2:1 für den SV Neuhof viel", so Gollin. Julian Wehner war es der sich vor einem Zweikampf scheute und Antonio Antoniev mit Nachdruck den Ball über die Linie beförderte (65.). Schließlich hatte Lazarevski doch noch Glück und konnte zum 3:1 für den SV Neuhof erhöhen (71.). Zuvor bediente ihn Marko Curic, der einen Freistoß schnell ausführte, Petersberg schaute nur zu.
Obwohl das Spiel sehr ausgeglichen war, gewann am Ende der SV Neuhof. "Das Spiel ist für mich leicht zu erkären. Es war sehr ausgeglichen und Kleinigkeiten entscheiden am Ende", erklärte Gollin. Im Falle des RSV Petersberg waren das am Sonntag: schlechtes Zweikampfverhalten und zu langsame Spielfortsetzung nach Standards. (Franziska Vogt) +++
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
SV Neuhof: Dogus Albayrak - Edin Hasanagic, Leon Bräuer, Tomislav Labudovic (93. Adam Agovic), Antonio Antoniev, Darko Lazarevski, Eric Stephane Kengni Fotsing, Mateo Duvnjak, Niko Skugor (24. Tobias Manns), Marko Curic, Radek Görner.
RSV Petersberg: Stefan Labendsch - Alexander Kilian, Andreas Brzoza, Marc Aschenbrücker (76. Philipp Mötzung), Mario Vogt, Patrick Stupp (63. Marcel Zehner), Adrian von Pazatka, Julian Wehner, Kubilay Kücükler (67. Daniel Nüchter), Marcel Zehner, Patrick Wingenfeld, Boris Aschenbrücker.
Zuschauer: 150.
Schiedsrichter: Carsten Dücker (Nüsttal).
Tore: 1:0 Marko Curic (16.), 1:1 Julian Wehner (27., Foulelfmeter), 2:1 Antonio Antoniev (65.), 3:1 Darko Lazarevski (71.), 3:2 Marcel Zehner (89.). +++