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- Fotos: MBC Flieden

04.09.08 - Flieden

"Am Himmel ist die Hölle los, Teil 2" - Modellflugclub warb um "junge Piloten"

Im Rahmen des Sommerferienprogramms der Gemeinde Flieden hatte der 1. Modellbauclub Flieden e.V unter dem Motto "Am Himmel ist die Hölle los, Teil 2“ am Samstag, 30. und Sonntag, 31. August 2008 erneut Kinder und Jugendliche auf das Fluggelände des Vereins eingeladen. Ziel war es "jungen Piloten" den Flugmodellsport näher zu bringen. An diesen beiden Tagen, hatte der Verein für 20 Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren ein abwechslungsreiches und spannendes Programm in Wettbewerbsform mit Preisverleihung vorbereitet.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand erfolgte eine Sicherheitsbelehrung für den Aufenthalt auf dem Fluggelände. Am ersten Tag wurde mit Hilfe der Vereinsmitgliedern der Wettbewerbsfähige Wurfgleiter "PITO“ der Firma Graupner aus leichtem Balsaholz gebaut. Konzentriert wurden die vorgestanzten Balsaholzteile herausgelöst und nach Bauanleitung zusammengeleimt. Es galt dies besonders gewissenhaft zu tun, denn der gebaute Gleiter sollte am nächsten Tag mit ihren Piloten einen Wettbewerb bestreiten.

Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun um den Kindern den Umgang mit dem leicht zerbrechlichen Material beizubringen. Es wurden die Wurfgleiter fertigestellt, und erklärt warum ein Flugzeug überhaupt fliegt, und wie es überhaupt seine Richtung ändern kann. In den Pausen in dem der Kleber am Modell antrocknen musste, nahmen die Kinder hinter einem Modellflugsimulator platz, der im Vereinsheim aufgebaut wurde. Hier konnten die ersten "virtuellen Flugversuche" ohne Schäden am Modell ausprobiert werden. Die Kinder konnten unter Aufsicht ein "richtiges" Modellflugzeug fliegen, denn die heutige Technik im Flugmodellsport macht es möglich dem Flugschüler über ein Lehrer / Schüler System das Steuern eines Modellflugzeuges beizubringen.

Die Funktion ist eigentlich ganz einfach. Der Flugschüler bekommt eine Fernsteuerung, die er selber umhängen kann. Diese ist mit einem Kabel, oder auch über Funk, mit dem Lehrer-Sender verbunden. Der Lehrer kann über einen Schalter an seinem Sender alle, oder nur ein Teil der Steuerfunktionen des Modells an den Schüler übergeben. Wird die Situation in der Luft zu brennzlich, kann der Lehrer sofort eingreifen und das Modell übernehmen. An diesen beiden Tagen wurden die Flugschüler mit solch einem System unterstützt. Die Steuerfunktionen des Modellflugzeuges wurden dem Flugschüler sehr ausführlich und verständlich erklärt und gezeigt. Bei einigen Flugschülern konnte man erkennen, dass das nötige Feingefühl zum Steuern eines Modells bereits vorhanden war. Bis zum Ende des ersten Tages konnten so alle Ihre Runden am Himmel drehen.

Der Sonntag begann mit einem "Schönheitswettbewerb" in dem die drei am schönsten bemalten Gleiter wurden mit Modellbaukästen, die die Firma Robbe GmbH aus Grebenhain zu Verfügung gestellt hat, prämiert. Mit Filzstiften und viel Phantasie sind aus den Wurfgleitern richtige Kunstwerke geworden. Danach wurden die Modelle "eingeflogen“, dass heisst, es wurde unter Zugabe und Wegnahme von Trimmgewichten die stabile Flugbahn ermittelt. Für den Wettbewerb war dies besonders wichtig. Ebenso wichtig war natürlich die richtige Wurftechnik der Piloten. Unter Anleitung von erfahrenen Vereinsmitglieder wurden dann manche Tipps und Tricks weitergegeben.

Mit all den neuen Dingen und Erfahrungen wurde dann bis zum Mittagessen auf dem Fluggelände geübt. Natürlich sind durch das eifrige üben und ausprobieren ein paar Modelle beschädigt worden, doch Dank einer eigens für solche Notfälle eingerichtete „Schnell(st)reparatur“ Werkstatt hielten sich die Tränen in Grenzen. Nach dem Essen war es dann endlich soweit. Der Wettbewerb begann. Mit Blick auf die Pokale für die ersten drei Plätze, sind die Disziplinen erklärt worden. In der ersten Disziplin kam es darauf an, welcher Gleiter sich am längsten in der Luft hielt. Die Zeit vom Abwurf bis zur Landung ist dann gewertet worden. In der zweiten Disziplin wurde die Entfernung von dem Punkt des Abwurfes bist zu der Stelle wo der Gleiter gelandet ist auf direktem Weg gemessen. Die Aufregung bei den Kindern war ziemlich groß doch alle Kinder „erflogen“ sehr gute Wertungen bei besten Bedingungen und jeder Wertungsflug wurde mit Beifall bestätigt. Und so konnte nach der Auswertung der vergebenen Punkte zur Siegerehrung übergegangen werden.

Die Pokale gingen an 3. Platz Fackert Joschua, 2. Platz Moutatahhir Marsel und 1. Platz an Keweloh Arno. Die Modellbaukästen sind an Moutatahhir Pascal, Moutatahhir Marsel und an Spitznagel Till übereicht worden. An beiden Tagen brachten Vereinsmitglieder mit ihren Modellen die Luft zum brennen. Carlo Belz fegte mit seinem Impeller betriebenen „Blue Angels“ Jet im Tiefflug über die Landebahn und Kevin Glinek zauberte mit seiner Sukhoi Atemberaubende Flugfiguren in den Himmel. Zum Abschluss hatten wir ein ziemlich großes Modell startklar gemacht mit dem wir, wie im Original auf der Wasserkuppe, einen Segelflieger in Luft schleppten. Alle Kinder staunten nicht schlecht über das imposante Flugbild. „..das sieht ja aus wie ein echtes Flugzeug….“ riefen die Kinder und fingen an zu klatschen.

Die beiden Tage mit den Kindern vergingen, im wahrsten Sinne des Wortes, wie im Flug. Es waren sich alle einig, dass diese Veranstaltung auch in diesem Jahr trotz Terminverschiebung den Kindern riesigen Spaß gemacht hat. Vor dem Nachhauseweg wurde noch jedem eine Teilnehmerurkunde über die erbrachten Leistungen an diesen Tagen überreicht.+++





















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