
Die O|N-Gruppe vor der Volkswagen-Arena in Wolfsburg - Fotos: Carina Jirsch
FUSSBALL
Mit O|N zur Bundesliga
"Aber sch… drauf, Wolfsburg ist nur einmal im Jahr"
20.12.16 - Trotz Niederlage der eigenen Mannschaft herrschte eine gute Stimmung: Am Samstag fuhren die Gewinner des EM-Tippspiels von O|N gemeinsam mit weiteren Lesern nach Wolfsburg zur Bundesliga-Partie der Frankfurter Eintracht beim VfL Wolfsburg. Organisiert wurde die Tagesfahrt von der Reisewelt Neuhof, die ein tolles Programm auf die Beine stellte.
„Aber sch… drauf, Wolfsburg ist nur einmal im Jahr“, schallte es irgendwann auf der Rückfahrt lautstark durch den Bus. Der Frust bei den Fans der Eintracht über die 0:1 (0:1)-Niederlage bei den „Wölfen“ hatte sich schnell gelegt. Als endlich in einem „Aux-Kabel-Fachgeschäft“ ein entsprechendes Kabel zum Sparpreis erworben wurde, entwickelte sich bei Mickie Krause, Peter Wackel und einigen Kaltgetränken eine kurzweilige, lustige Heimfahrt nach Osthessen. Die trübe Stimmung nach dem Abpfiff war passé. Denn, da waren sich nahezu alle Mitreisenden einig, die Eintracht hatte an diesem Samstagabend einfach zu schlecht gespielt, um sich – gegen nur bedingt bessere Wölfe – auf Rang drei der Tabelle zu schieben. Selbst die eine oder andere unglückliche Entscheidung von Schiedsrichter Dr. Felix Brych fiel da nicht sonderlich ins Gewicht.

Für Verpflegung war bestens gesorgt

Hatte alles im Griff: Reiseleiter Markus von der Reisewelt Neuhof

Schönes Farbenspiel: Die Arena spiegelt sich im Wasser
Los ging die Tour am Samstagvormittag am Fuldaer ZOB. Gut gelaunt und voller Vorfreude traf sich die Truppe, logischerweise überwiegend Fans der Eintracht, und machte sich auf den Weg in die 280 Kilometer entfernte Autostadt. Reiseleiter Markus und Busfahrer Uwe, die einen überragenden Job machten, gaben letzte Instruktionen, bevor die gut vierstündige Fahrt begann. Gegen 16 Uhr wurde schließlich das Stadion erreicht. „In Wolfsburg ist an Spieltagen immer Stau, weil so viel los ist“, witzelte ein Mitfahrer und spielte auf die kaum vorhandene Tradition des VW-Klubs und deren überschaubare Zahl an Anhängern an. Es sollte nicht der einzige Witz dieser Art sein. Immerhin fanden sich dennoch knapp 27.000 Fans in der Wolfsburger Volkswagen-Arena ein.
Vor dem Spiel stand aber ein weiterer Punkt auf dem Tagesplan an: ein Besuch in der VfL-Fußballwelt. Leider schafften es aber nicht alle unserer Gruppe dorthin. Weil der Weg zur Fußballwelt durch den Bereich der Heimfans führte, durften die erkennbar als Frankfurter gekleideten unserer Gruppe nicht durch. Weil es vorher offenbar eine Auseindersetzung zwischen Wolfsburgern und Frankfurtern gab, verriegelte die Polizei den Durchgang. Immerhin durften nach einiger Zeit die neutral gekleideten Mitfahrer zur Fußballwelt. Und die stellte sich als eigentliches Highlight der Reise heraus. Denn in der VfL-Fußballwelt kann sich der Besucher virtuell als Bundesliga-Profi fühlen. Ob Pressekonferenz, Spielerinterview oder ein Gang durch die Umkleidekabine – in der VfL-Fußballwelt verschwommen die Grenzen zwischen Realität und Virtualität. Jeder Besucher konnte sich zudem auf dem Trainingsplatz und bei verschiedenen Reaktionstests beweisen. Und manch einer sang sogar VfL-Lieder aus voller Inbrunst mit – nur um im Ranking der letzten 100 Besucher am besten abzuschneiden.

Mit diesen Chips wurde man in der VfL-Fußballwelt zum virtuellen Profi ...

Eine Mitarbeiterin erklärt die Vorgehensweise

Auch wenn der VfL Wolfsburg ein Werksklub ist, eine gewisse Historie hat der Klub doch ...

Der größte Erfolg darf in der Fußballwelt nicht fehlen: die Meisterschaft 2009 ...
Im Stadion angekommen, war die Zuversicht im Lager unserer Eintracht-Fans noch groß. Zumal wir auch noch direkt neben dem Fanblock der Eintracht saßen und sich deren Stimmung auf unsere Truppe übertrug. Gegen den kriselnden VfL sollte also doch ein Sieg machbar sein, oder nicht? Es kam anders. Jeffrey Bruma köpfte noch in Halbzeit eins eine Draxler-Ecke in die Maschen, es blieb der einzige Treffer des Tages. Weil die Eintracht nach vorne einfach zu wenig zu bieten hatte und weil Frankfurts „Fußballgott“ Alex Meier einen Elfmeter ins zweite Stockwerk drosch. Auf der Heimfahrt sollte die trübe Stimmung aber der guten Laune weichen. Dank Mickie Krause, Peter Wackel, einigen Kaltgetränken und einem Aux-Kabel. (Tobias Herrling) +++ 
Interaktiv ging es zu in der Fußballwelt
O|N-Fotografin Carina Jirsch versucht sich am Ball
Dem ist nichts hinzuzufügen
Auch persönliche Autogrammkarten konnten erstellt werden
Auch als Kommentator konnte man sich versuchen
Freudige Gesichter in der VfL-Fußballwelt
Einmal gegen Diego Benaglio antreten? In der Fußballwelt kein Problem
Es wurden sogar VfL-Lieder angestimmt
Einmal als Profi fühlen? In der Fußballwelt kein Problem
Die Sky-Runde vor dem Spiel
Applaus für die Eintracht
Die Frankfurter Wechselspieler beim Aufwärmen
Grund zum Jubeln hatten am Ende nur die Wolfsburger Fans
Auf der Heimfahrt wich die trübe Stimmung
Brachte uns sicher hin und zurück: Busfahrer Uwe
O|N-Leserreise nach Wolfsburg