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Oliver Krenzer (rechts) zählt beim Hünfelder SV zu den Dauerbrennern, ist derzeit aber verletzt - Archivfoto: Julius Böhm

FUSSBALL Erst Aufstieg, dann Abschied?

Oliver Krenzer könnte den Hünfelder SV im Sommer verlassen

08.03.17 - Stammkraft und Dauerbrenner: Oliver Krenzer ist – wenn er fit ist - beim Hünfelder eine verlässliche Größe. Ab Sommer könnte sich das ändern.

Der Hünfelder SV liegt in der Verbandsliga mittendrin im Kampf um den Aufstieg in die Hessenliga. Drei Zähler beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Sand, zwei auf den Zweiten Flieden, das aber ein Spiel mehr absolviert hat. Eine der Säulen in der Mannschaft von Dominik Weber ist Oliver Krenzer. Derzeit ist der 23-Jährige zwar an den Bändern im Sprunggelenk verletzt, will aber so schnell es geht wieder auflaufen.

Im Sommer könnte der 23-Jährige den HSV aber verlassen Archivfoto: Carina Jirsch

Denn Krenzer könnte in dieser Restrunde seine (vorerst) letzten Spielen für die Haunestädter bestreiten. Seit Oktober letzten Jahres lebt der Defenisvmann in Hannover. Nach seinem Studium in der Barockstadt hat Krenzer einen Job in der niedersächsischen Landeshauptstadt gefunden. Momentan fährt Oliver Krenzer noch jedes Wochenende zu den Spielen in die Heimat, um seine Mannschaftskollegen auf dem Feld zu unterstützen.


Auch über den Sommer hinaus? Das scheint fraglich. „Es ist noch nichts entschieden. Aber es ist durchaus möglich, dass ich komplett nach Hannover gehe“, erzählt Oliver Krenzer im Gespräch mit ON|Sport. Freitags nach der Arbeit in die Heimat fahren, Abschlusstraining mitmachen, am Wochenende spielen und Sonntagabend zurück nach Hannover – dieser Aufwand sei einfach zu enorm, weshalb der 23-Jährige überlegt, sich vom HSV zu verabschieden.

Hobby-Golfer in die Oberliga?

In Hannover, knapp zweieinhalb Autostunden von Hünfeld entfernt, hat sich Krenzer in der Innenstadt eine Wohnung genommen und ist angetan vom Leben in der Großstadt. „Es ist natürlich eine andere Welt im Vergleich zu Hünfeld“, sagt Krenzer wenig überraschend, „aber mir gefällt es dort sehr gut und ich fühle mich wohl.“ Durch den Maschsee und viele Grünanlagen biete die Landeshauptstadt viel Lebensqualität.

Krenzer wohnt in Hannover und pendelt derzeit noch am Wochenende in die Heimat ...Archivfotos: Siggi Larbig

Sportlich hält sich Oliver Krenzer beim Oberligisten HSC Hannover fit. „Ich habe scherzhaft auch mal bei der zweiten Mannschaft von Hannover 96 angefragt“, erzählt Krenzer lachend, „aber die nehmen nur Leute unter 21 Jahren.“ Ob der HSC seine nächste Station werde? „Sollte ich Hünfeld wirklich verlassen, wäre das sicherlich eine Option“, sagt der 23-Jährige über seine mögliche sportliche Zukunft. Fußball ist aber nicht das einzige Hobby von Oliver Krenzer. In seiner Freizeit geht Krenzer auch mal auf den Golfplatz – was ihm von seinen Jungs den Spitznamen „Olli Woods“ einbrachte. „Squash spiele ich auch gerne, aber generell bin ich für vieles außerhalb des Fußballs offen“, so der 23-Jährige.

Die Gegenwart heißt derzeit aber weiterhin Hünfeld. Der HSV gastiert am Sonntag (15 Uhr) beim SV Weidenhausen und will an den starken Auftakt gegen Kassels Reserve anknüpfen. Das aber wohl ohne Krenzer, der sein lädiertes Gelenk noch schonen muss. Bis zum Ende der Saison will der Defensivmann aber noch so viele Spiele wie möglich machen. Es könnten schließlich seine (vorerst) letzten für den Hünfelder SV sein. Und wer weiß: Vielleicht erwischt Krenzer ja auch den perfekten Zeitpunkt, zu gehen. Mit dem Aufstieg in die Hessenliga. (Tobias Herrling) +++


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