29.09.17 - Es geht wieder los: Der Eishockey-Regionalligist Luchse Lauterbach startet mit einem Auswärtsspiel am Freitag (20:30 Uhr) in Herford in die neue Saison. Am Sonntag (18 Uhr) kommt dann der letztjährige Meister aus Hamm in den Luchsbau. Vor dem Auftakt hat sich ON|Sport mit dem neuen Trainer Thomas von Euw und Vorstand Manfred Naumann unterhalten.
Alles neu bei den Luchsen? Wirft man einen Blick auf das Personal für die anstehende Runde, könnte man das zumindest vermuten. Mit insgesamt 17 Neuzugängen starten die Lauterbacher in die Saison, die am Freitag in Herford beginnt. Am Sonntag gastiert dann der letztjährige Meister Hamm im Luchsbau. Und auf der Bank hat auch ein neuer Mann das Sagen: Thomas von Euw übernahm von Arno Lörsch.

Der neue Trainer Thomas von Euw (links) und Vorstand Manfred Naumann Fotos: Tobias Herrling

Der 48-jährige Schweizer übernahm von Arno Lörsch

Thomas von Euw möchte ein aggressives Eishockey spielen lasse
Demgegenüber stehen aber auch einige Abgänge wie Jake Fardoe, Kenny Matheson, Marcel Grüner, Philipp Maier oder Dominic Hülskopf. „Wir haben einen Umbruch in diesem Sommer. Die Mannschaft muss sich erst noch finden“, so der neue Trainer Thomas von Euw, der sich mit der Vorbereitung und den Testspielen gegen Haßfurt und Schweinfurt zufrieden zeigte.
„Wir sind erst seit drei Wochen auf dem Eis. Dafür lief es schon ordentlich“, freut sich von Euw und ergänzt: „Die Mannschaft macht einen sehr homogenen Eindruck. Das ist die Grundlage, um erfolgreich zu sein.“ Denn die vielen neuen Spieler gelte es, zunächst zu einer Einheit zu formen. Das macht auch Manfred Naumann, Vorstand des EC Lauterbach, deutlich.
„Man muss Geduld haben und Nachsicht zeigen“, appelliert Naumann in Richtung Fans und betont: „Auch wenn es am Anfang vielleicht noch etwas holprig ist, werden wir eine Mannschaft sehen, die brennt.“ Dass es auf dem Eis brennt, dafür ist der neue Trainer Thomas von Euw zuständig. Seine Philosophie? Offensiv und aggressiv.
„Ich will ein laufstarkes Team sehen. Ein Team, das aggressiv spielt, Zweikämpfe führt und nach Scheibenverlust schnell umschaltet“, beschreibt der 48-jährige Schweizer seine Vorstellungen. Vorstellungen, die scheinbar gut zu den Luchsen und den jungen Spielern passen. „Das ist deren Naturell. Junge Spieler wollen laufen“, so von Euw weiter.

Er blieb an Bord: Benjamin Schulz

Auch Torjäger Jens Feuerfeil blieb den Luchsen treu

Ein Abgang, der weh tut: Philipp Maier ging in die Oberliga
Der Schweizer, der lange im Nachwuchs tätig war, und auch in Lauterbach die Jugend betreuen wird, peilt die erneute Teilnahme an den Play-Offs an. Aber wie sind die Luchse überhaupt an den neuen Mann gekommen? Da spielte auch der Zufall eine Rolle. „Meine Frau hat ein berufliches Angebot aus Frankfurt bekommen“, erzählt von Euw, „und gesagt, dass sie das gerne annehmen würde.“ Von Euw, einst Eishockey-Profi, machte sich also auf die Suche nach einem Klub, der gerade ohne Trainer dastand – und wurde im Vogelsberg fündig.
„Nach den ersten Gesprächen im März waren wir uns schnell einig. Thomas passt gut zu uns und wir können uns glücklich schätzen, ihn bekommen zu haben“, freut sich Vorstand Naumann über den neuen Mann, der in Wettenberg wohnt und der neue starke Mann beim Regionalligisten ist. „Mir imponiert es, wie familiär der Klub geführt ist und mit wie viel Herzblut hier gearbeitet wird“, beschreibt von Euw seine ersten Eindrücke.

Symbolischer Glücksbringer: Vor dem Start in die neue Saison bekam Luchse-Trainer ...Foto: privat
Einen ersten Eindruck, wie es bei Heimspielen in der Liga zugeht, wird von Euw am Sonntag bekommen. Denn dann gastiert mit den Hammer Eisbären der letztjährige Meister im Luchsbau. Für die runderneuerten Luchse ist es die erste Möglichkeit, die Krallen auszufahren. (Tobias Herrling) +++