- Fotos: Dieter Graulich

REGION"Landwirtschaft muss sich stetig verbessern"

Vogelsberger Bauernverband feierte Kreiserntedankfest - großer Andrang

09.10.17 - Schwere Zeiten gehören zu unserem Leben, die man aber nicht ausblenden solle, sondern man müsse etwas tun um dies zu ändern, so Pfarrerin Heidi Kofus-Pitan am Sonntagmittag im Gottesdienst anlässlich des Kreiserntedankfestes des Kreisbauernverbands Vogelsberg auf dem Brückenwiesenhof Löffler im Grebenhainer Ortsteil Ilbeshausen-Hochwaldhausen. Erfreut war sie über die große Zahl der Besucher und dass der Gottesdienst in einer Scheune ganz nah an Wiesen, Feldern, dem Vieh und der Natur insgesamt stattfinde. Erntedank sei ein schönes Fest Gott zu danken für seine Gaben.

Anja Püchner

Besonders am Beispiel der Landwirtschaft werde deutlich, dass eine gute Ernte von vielem abhängig sei, was man nicht vorhersehen und bestimmen könne. Sie betonte, dass man Gottes Gaben genießen solle, denn er habe sie uns geschenkt. In der mit vielen Früchten des Feldes geschmückten Scheune brachten während des Gottesdienstes Kinder noch einige Erntegaben, wie Milch, Brot, Kartoffeln und Wasser, für den aus Strohballen wundervoll aufgebauten Altar. Die Lieder des Gottesdienstes hatten allesamt etwas mit Erntedank zu tun. So wurde natürlich „Wir pflügen und wir streuen, den Samen auf das Land“ von Matthias Claudius aus dem Jahre 1783 gesungen.

Der Posaunenchor Stockhausen spielte zu ...

Zahlreiche Gäste aus Politik und ...

Bezirks-Landfrauenverein

Bürgermeister Sebastian Stang

Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Stockhausen und der Musikkapelle Eutenhausen-Mussenhausen aus dem Oberschwäbischen Landkreis Unterallgäu. Sie hatten bereits am Abend zuvor beim Heubodenfest auf dem Brückenwiesenhof für super Stimmung gesorgt. In Anlehnung an die Worte von Pfarrerin Kofus-Pitan betonte Volker Lein, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Vogelsberg (KBV), dass man das Gute hervorheben solle und nicht nur die Probleme, die wir gerade in der Landwirtschaft haben. Im Vogelsberg sei man davon zwar weniger betroffen, denn weltweit gesehen gehe es uns hier noch ganz gut. „Die Landwirtschaft muss sich ständig verbessern, damit auch unsere Kinder sie noch betreiben können!“, so Lein abschließend.

Die Landwirtschaft habe es nicht einfach, denn immer wieder gebe es auch neue Auflagen und Verordnungen, wie zuletzt die Düngeverordnung, so die Landtagsabgeordnete Eva Goldbach. Wie schwierig es sei zu ernten, hätten bei der letzten Bundestagswahl auch einige Parteien gesehen, denn die eigentlich erwartete Ernte sei ausgeblieben. Obwohl in 2017 das Wetter nicht gerade das Beste gewesen sei, hätten die Landwirte mit viel Fleiß ihre Ernte eingebracht beziehungsweise seien noch dabei, war von Marika Greb, der Vorsitzenden des Bezirks Landfrauenverein Lauterbach zu hören. Landtagsabgeordneter Kurt Wiegel meinte, dass gerade die Bevölkerung hier auf dem Lande Gott für die Ernte danke müsse, denn weltweit hungerten über 800 Millionen Menschen. Meist seien dies Menschen die in einer korrupten Diktatur lebten.

Glückwünsche und ein Präsent gab ...

Gastgeber Klaus Löffler

Eva Goldbach

Dank für die Erhaltung der Kulturlandschaft über viele Jahrzehnte hin, sagte Bürgermeister Sebastian Stang. Die anwesenden politischen Vertreter mahnte er, sich in Wiesbaden und Berlin mehr für den ländlichen Raum einzusetzen. Für die beiden Vereine landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Lauterbach und Alsfeld, bat Walter Lang (Stockhausen) um mehr Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft. Er erinnerte an ein Kreiserntedankfest vor vielen Jahren, bei dem man mit einem Wagen voller Utensilien für die Milcherzeugung und –verarbeitung von Stockhausen nach Herbstein gefahren sei und dabei Werbung für das „Weiße Gold“ der Region, die Milch, gemacht habe. Auf die Öffentlichkeitsarbeit ging auch Helmut Bittner von den Landsenioren ein und fragte: "Warum eigentlich Danke sagen, wenn es alle Produkte doch auch im Supermarkt zu kaufen gibt?" Besonders der städtischen Bevölkerung müsse deutlich gemacht werden, dass es diese Produkte ohne die Landwirtschaft überhaupt nicht gebe und wie schwer es sei die Ernte einzufahren.

Mit der anschließende Verleihung der Urkunden an die frischgebackenen Techniker, Meister und Gesellen Katharina Schneider (Groß-Felda), Claudia Niggl (Steinfurt), Julian Olbrich (Ilsdorf), Simon Klas (Lingelbach) und Jan-Luca Vogt (Schlitz) endete der offizielle Teil des Kreiserntedankfestes. (gr) +++

Kurt Wiegel

Pfarrerin Heidi Kofus Pitan

Stand des Kreisbauernverbandes

Vorsitzender Volker Lein


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