- Fotos: Hubert Krah

FULDA Hochkarätige Experten zu Gast

RMS-Wirtschaftsgymnasiasten in der Rolle des EZB-Rates - vier Workshops

30.12.17 - Hochkarätige Experten hat sich die Richard-Müller-Schule ins Haus geholt, um Schülerinnen und Schülern des beruflichen Gymnasiums – Fachrichtung Wirtschaft -die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) nahezubringen. Martin Jedrzejowski und Alexandra Köhler, Mitarbeiter im Stab der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main führten am Wirtschaftsgymnasium gleich vier Workshops zur Geldpolitik der EZB durch.

Die derzeitige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank steht mehr denn je im Mittelpunkt der Entscheidungen von Kreditinstituten, Unternehmen und Privatanlegern. Kein Tag vergeht, in dem nicht in den öffentlichen Medien und der Fachpresse kontrovers über die Geldpolitik der EZB diskutiert und geurteilt wird. Die Einlagefazilität liegt seit März 2016 unverändert bei -0,4 %. Die EZB tätigt seit März 2016 das umfangreichste Anleihenaufkaufprogramm in der Geschichte. Das Anleihenkaufprogramm wird voraussichtlich noch bis September 2018 laufen und am Ende eine Summe von rund 2,55 Billionen Euro umfassen.

Die herausragende Bedeutung der Geldpolitik der EZB und die Komplexität der Thematik veranlassten den Abteilungsleiter des beruflichen Gymnasiums, Studiendirektor Hubert Krah, Kontakt mit der Deutschen Bundesbank aufzunehmen, um in den vier Klassen des Wirtschaftsgymnasiums im Rahmen eines jeweils vierstündigen Workshops den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten die nicht ganz leichte Kost verdaulich zu servieren. Der einleitende Vortrag richtete den Fokus auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die auf der Grundlage vielfältiger Wirtschaftsindikatoren, z. B. dem HVPI (harmonisierter Verbraucherpreisindex), dem BIP (Bruttoinlandsprodukt) der Arbeitslosenquote, dem IFO-Geschäftsklima-Index oder dem Rohstoffpreisindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ihre geldpolitischen Entscheidungen trifft.

Das Hauptziel der EZB-Politik ist die Sicherung der Preisniveaustabilität im Euro-Raum. Der EZB-Rat, der seit Anfang 2015 alle sechs Wochen am Sitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main unter Vorsitz des Präsidenten Mario Draghi neu über die Höhe des Leitzinssatzes entscheidet, hat als Zielvorgabe einen moderaten jährlichen Preisanstieg von 2 %. Damit die Schülerinnen und Schüler auch das Ziel stets vor Augen hatten, hatten die Referenten ihr Maskottchen, das Inflationsmonster, auf dem Pult positioniert.

Aufbauend auf dem geldpolitischen Instrumentarium der EZB wurde mit den Wirtschaftsgymnasiasten der geldpolitische Transmissionsmechanismus entwickelt. In der sich anschließenden Gruppenarbeitsphase schlüpften sie dann in die Rolle des EZB-Rates. Sie erhielten ein Paket von Wirtschaftsdaten, anhand dessen sie ihre geldpolitischen Entscheidungen zu treffen hatten. Einige Gruppen waren positiv überrascht, dass ihre Entscheidungen nur geringfügig von denen des EZB-Rates abwichen.

Einige der Schülerinnen und Schüler möchten nach ihrem Abitur weiterhin ihren Schwerpunkt bei der Berufs- oder Studienwahl auf die Volks- und Betriebs¬wirtschafts¬lehren legen, weswegen der Vortrag nicht nur unterrichtlich nützlich war, sondern auch den Fokus auf neue Berufswege eröffnete. +++


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