Andreas Vey möchte der neue Bürgermeister von Kirtorf werden. - Fotos: Luisa Diegel

KIRTORF Wer wird der neue Bürgermeister?

Andreas Fey setzt auf starkes Gemeinschaftsgefühl: Mit Bürgern, für Bürger

04.12.18 - Der 9. Dezember ist für die Stadt Kirtorf ein ganz besonderer Tag - denn da wird ein neuer Bürgermeister gewählt - nach ganzen 42 Jahren. Rathauschef ist seit über vier Jahrzehnten Ulrich Künz (CDU), er ist der dienstälteste Rathauschef in ganz Deutschland. Zwei Kandidaten möchten nun sein Erbe antreten. Einer davon ist Andreas Fey. Im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS spricht er über seine Kandidatur.

In den 80er Jahren hat Andreas Fey in Kirtorf eine neue Heimat gefunden. Aus beruflichen Gründen war er beim Bundesgrenzschutz oft in Hessen, darunter auch am Frankfurter Flughafen eingesetzt. Die Liebe zog ihn schlussendlich nach Kirtorf. "Wir haben uns hier unseren Lebensmittelpunkt gebaut, Städter werden wir keine mehr. Wir genießen es, im ländlichen Raum zu wohnen, deshalb ist es mir auch wichtig, diesen stärker zu positionieren."

Durch seine Arbeit als Elternbeiratsvorsitzender im Kindergarten und den Schulen seiner beiden Söhne sowie jetzt als Stadtverordneter, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss konnte der 54-Jährige bereits viele Erfahrungen in der Kommunalpolitik sammeln. Deshalb überlegte er nicht lange, als ihn Bürger ansprachen, sich als Kandidat aufstellen zu lassen. "Außerdem leben wir in einer Demokratie, es wäre fatal gewesen, wenn die Kirtorfer keine Wahl gehabt hätten. Es ist wichtig, dass es verschiedene Kandidaten gibt." Er habe sich noch eine größere Auswahl für die Bürger gewünscht, doch vor allem durch die kurzfristige Wahl gibt es jetzt nun nur zwei Kandidaten. Die geplante Fusion mit der Gemeinde Antrifttal wurde erst einmal auf Eis gelegt, so musste die Bürgermeisterwahl relativ kurzfristig geplant werden.

Fey setzt in seinem Wahlkampf auf die Politik für die Zukunft - und dafür möchte er die Bürger miteinbeziehen. Den Schwung und das Engagement der Kirtorfer bei der 1.100-Jahr-Feier will er mitnehmen, um den Trend entgegenzuwirken. "Ich möchte mehr Identität schaffen und die Bürger in wichtige Entscheidungen miteinbeziehen - so soll Kirtorf lebens- und liebenswert gemacht werden." Ein wichtiger Punkt sei dabei für ihn die Schaffung von Partnerschaften in verschiedenen Beziehungen: Schüler und junge Erwachsene sollen als Auszubildende mit Handwerksbetrieben zusammengebracht werden - die Wohnraumsuchenden und ältere Hausbesitzer, die mehr als genügend Wohnraum zur Verfügung haben, könnten Hausgemeinschaften bilden. "Wir haben einen Marktplatz - aber ohne Markt. Das Angebot eines Direktmarktes mit Produkten von Landwirten aus der Region würden viele Bürger gerne wahrnehmen."

Wer wird Nachfolger von Ulrich Künz?

Auch das Großprojekt 'Kirtorfer Höfe' soll unter Fey weiter voranschreiten - und er denkt dabei schon einen Schritt weiter: "Wir müssen alle Kirtrofer Ortsteile daran anschließen - Stichwort Mobilität" - ein Bürgerbus stünde da ganz oben auf seiner Agenda. Der Ausbau des Internets sollte in Kirtorf bis Ende des Jahres fertig sein, "falls das nicht der Fall ist, müssen wir dran bleiben, denn schnelles Internet gehört heutzutage zum Grundstandard dazu. So sind wir auch interessanter für junge Menschen." Den Fortschritt der Digitalisierung möchte der 54-Jährige positiv mitnehmen und Online-Dienste der Verwaltung mit Serviceleistungen aufbauen. Außerdem steht das Ehrenamt bei Vey im Vordergrund, "wir leben vom Vereinswesen, das soll mehr gefördert werden, um den Engagierten mehr Wertschätzung zu geben."

Das Rathaus in Kirtorf ist Arbeitsplatz ...

Andreas Fey ist SPD-Mitglied, geht jedoch als parteiunabhängiger Kandidat ins Rennen. "In der Kommunalpolitik sollte die Parteipolitik nicht im Vordergrund stehen. Ich präsentiere mich als unparteiischer Kandidat, um auch zu verdeutlichen, dass ich Ansprechpartner für alle bin." Das Ergebnis von der Wahl am kommenden Sonntag sieht er mit Spannung entgegen. "Ich denke, es wird ein knappes Rennen, wir haben beide gute Argumente und Ansätze. Schlussendlich wird wohl die Herangehensweise entscheiden: Wollen die Bürger einen Verwaltungschef oder lieber mitreden und mitgestalten - es ist alles möglich." (Luisa Diegel) +++


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