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REGION Retter melden sich bei O|N

320 Euro für versperrte Rettungsgasse - Noch immer zu wenig?

16.08.19 - Die Rettungsgasse rettet Leben, denn im Notfall zählt jede Sekunde. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat das erkannt und will Rettungsgassen-Blockierer mit 320 Euro (aktuell 200 Euro) mehr zur Kasse bitten und droht zudem mit Fahrverboten. Vielen Rettern und Autofahrern ist das weiterhin zu wenig.

Wie ist Ihre Meinung? Schreiben Sie uns mit dem Betreff "Rettungsgasse" an [email protected] 

"Rettungsgasse ist ein absolutes Fremdwort", schreibt uns Dennis Fried, der selbst schon im Rettungsdienst gearbeitet hat, "leider musste ich selbst oft genug Zeuge werden, wie unverständlich 90 Prozent der Menschheit Auto fahren . Etliche Male musste ich deswegen schon die Polizei anrufen. Leider bekam ich zu oft zu hören, daran könne man nichts machen. Siehe letzte Woche Kirchheimer Dreieck, als die Polizei zur Unfallstelle laufen musste." Er schlägt vor: Jeden abschleppen, der sich nicht daran hält und die Strafe auf mindestens 500 Euro anheben. Fried meint: "Es muss weh tun, aber richtig."

Bei Facebook schreib Udo Frohnapfel: "300 Euro für Verkehrsvergehen in der Rettungsgasse sind für manche 'Peanuts'. Es sollte lieber nach Tagessätzen abgerechnet werden, also mindestens 300 Euro oder 14 Tagessätze. Wer 365.000 im Jahr verdient muss dann 14.000 zahlen." Stefan Merten vertritt dieselbe Ansicht: "320 Euro Bußgeld wären gerade mal 80 Euro mehr als jetzt. Vor allem finanziell betuchtere Fahrer wird das kaum stören, und die Erfahrung zeigt, dass die es oft besonders eilig haben. Eine solche Strafe muss richtig weh tun, sonst wirkt sie nicht. Ein bis zu dreimonatiges Fahrverbot bei Vorsatz und ein am Einkommen orientiertes Bußgeld wirken da schon eher." 

Auch Dieter Dech hält die angehobenen Bußgelder für zu gering: "Die Strafe ist viel zu gering, jetzt kommt aber der nächste Punkt: Haben wir genug Personal um nur diesen Sachverhalt zu protokollieren, damit er anschließend in eine Anzeige umgemünzt werden kann oder ist es wiedermal heiße Luft vom 'Verkehrs Andy aus Bayern'? Christian Janicki pflichtet ihm bei: "Wer kontrolliert es? Bei jedem Stau müsste sofort ein Videowagen oder Motorrad durch die Rettungsgasse fahren, das nur dafür da ist... Nicht lange aufhalten, einfach aufzeichnen und Bußgeldbescheide später raus schicken."

Laut der Meinung anderer Leser seien nicht die Pkw-Fahrer diejenigen, die die Rettungsgassen blockieren. So schrieb Klaus Hansen:Aus der Erfahrung heraus die ich selbst Tagtäglich mache auf der Autobahn sind nicht die Pkw das größte Problem, sondern sie Lkws. Und zwar genau diese die bei stockendem Verkehr noch überholen wollen und dann Kreuz und quer auf der Bahn stehen weil es nicht mehr Vorwärts geht. Es sollte ein Überholverbot für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und Pkw mit Anhänger eingeführt werden, sobald die Geschwindigkeit auf Autobahnen unter 60km/h fällt. Auch Rudolf Stetefeld hat diese Beobachtung gemacht: "Ich bin täglich auf der Autobahn sobald es sich staut ziehen die ausländischen LKW auf die linke Spur und blockieren alles! Hier sollte ein Bußgeld von min. 1000€ verhängt werden und ein Fahrverbot von einem Jahr auf unseren Straßen! Dann würden sich viele überlegen, ob sie die Rettungsgasse bilden oder nicht."  (jub) +++


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