- Foto: privat

FULDA "Storytime" beim Jahreskonzert

Ausverkauftes Konzert zeigt verschiedene Facetten

22.10.19 - "Storytime" – so wählte die Concert Band Fulda ihr Motto für das diesjährige Jahreskonzert, welches am Wochenende veranstaltet wurde. Die restlos ausverkaufte Aula der Alten Universität bot für diesen Anlass ein sehr schönes Ambiente, welche wie nun schon traditionell durch den Verein mit zahlreichen Lichtakzenten optisch weiter aufgewertet wurde.

Nach der einleitenden Eröffnung und Begrüßung der Konzertbesucher und Ehrengäste durch den ersten Vorsitzenden Karsten Bech eröffnete das Orchester unter der Leitung von Stefano Corino den Konzertabend mit „Like The Eagle, We Soar And Rise“. Basierend auf den Text des Schulliedes, welches in der Chronik und im Schultagebuch der Yuying Secondary School niedergeschrieben ist, komponierte Satoshi Yagisawa dieses Werk zum 100-jährigen Schuljubiläum.

"Around The World In 80 Days" war der Titel des zweiten Werks des Konzertabends. Otto M. Schwarz lieferte in einer sehr bildhaften und facettenreichen Interpretation die Vertonung des Buches von Jules Vernes. Musikalisch schien das Orchester dieser Herausforderung gewachsen zu sein: Gekonnt und mit sehr viel Spielfreude interpretierten die Musiker diese Komposition und entführte in knapp 12 Minuten das Publikum auf eine abenteuerliche Reise um die Erde. Als erste Solisten des Abends glänzten Lukas Walsch (Oboe) und Jonas Klug (Trompete).

Mit dem dritten Werk präsentierte das Orchester einen von mehreren musikalischen Höhepunkten des Konzertabends. Der amerikanische Komponist Steven Reinecke ließ sich durch Ulrike Schweigerts Roman „Die Hexe und die Heilige“ inspirieren und komponierte eine Tondichtung mit dem Titel „The Witch And The Saint“. Das Blasorchester schaffte es hervorragend, die spannende und kontrastreiche Geschichte der beiden Schwestern Sibylla und Helena zu Zeiten des Hexenwahns zu interpretieren und die Zuhörer mit auf eine Reise in das dunkle Kapitel des Mittelalters zu nehmen. Sehr einfühlsam musizierten Kristoffer Bech (Euphonium), Vincent Janisch (Waldhorn) und Lukas Walsch (Oboe) ihre solistischen Passagen auf ihren Instrumenten.

Im Anschluss daran folgte „Gabriel’s Oboe“ von Ennio Morricone. Wie in jedem Jahreskonzert setzt die Concert Band Fulda eine bestimmte Instrumentengruppe in Szene. Lukas Walsch trat mit seiner Oboe bereits in den vorherigen Werken solistisch in den Vordergrund. Aufgrund der Literaturauswahl war es also naheliegend, das Solo-Werk in diesem Jahreskonzert auch von der Oboe interpretieren zu lassen. Dazu eignete sich natürlich Morricones Komposition hervorragend. In Bezug auf den Vertrag von Madrid aus dem Jahre 1750, welches die historische Vorlage für die Verfilmung aus dem Jahre 1986 ist, gelang es dem Solisten, die Stimmungen der jesuitischen Missionarisierung wirkungsvoll darzustellen. Das Orchester begleitete ihn mit einem sehr homogenen Klangkörper.

Carl Orffs „Carmina Burana“, eine Vertonung von Lied- und Dramentexten mittellateinischer und mittelhochdeutscher Sprache aus dem 11. und 12. Jahrhundert war Bestandteil der folgenden Komposition, die das Orchester darbot. In einer Bearbeitung für Blasorchester bot das Orchester dieses eigentliche Chorwerk den Zuhörer dar, bevor die Musiker das letzte Werk vor der Pause intonierten. Mit den traumhaften Melodien aus dem für Film und Musical adaptierten französischen Volksmärchen "Die Schöne und das Biest" verabschiedeten sich die 30 Musiker nach über einer Stunde Musik in die Pause.

Im Anschluss daran stand eine Weltpremiere auf dem Programm. Spotlight Musicals inszenierte vor einigen Jahren sehr eindrucksvoll Noah Gordons Roman "Der Medicus". Das eignete sich natürlich für das Konzert-motto hervorragend, sodass Dirigent Stefano Corino ein Blasorchesterarrangement arrangierte. Das Orchester präsentierte die Melodien mit einem wohlklingenden Klangkörper und setzte einmal mehr eigene Solisten, hier Sophia Bech (Alt-Saxophon) und Lukas Walsch (Oboe) in Szene.

Die Tatsache, dass Biopics – also Biographien als Musicalverfilmungen – gerade aktuell sind, nutze das Orchester zum Anlass, um zum Ende des Konzerts den unterhaltsamen Teil für die Zuhörer einzuläuten. "The Greatest Showman" ist ein Biopic über den Zirkuspionier P. T. Barnum, der mit dem Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus den Grundstein für das moderne Showbusiness legte. In einem Medley spielten die Musiker mit den Solisten Leonie Storch (Trompete), Paul Schäfer (Euphonium) und Sophia Bech (Alt-Saxophon) die wichtigsten Titel aus der Musicalverfilmung und unterstrichen einmal mehr am Abend, mit welcher Begeisterung sie ihrem Hobby nachgehen. So auch im darauffolgenden Medley "The Nineties", bei dem die Musiker das Publikum in eine zehnminütige musikalische Zeitreise zurück in die 90er Jahre entführten.

Legendär wurde es zum Abschluss mit "Queen Will Rock You", angelehnt an ein weiteres Biopic über die Band Queen. Mit viel Enthusiasmus brachten die Musiker unvergessene Klassiker des britischen Erfolgsquartetts um den legendären Frontmann Freddie Mercury auf die Bühne, verzauberten das Publikum mit dessen eingängigen Rhythmen und Melodien und beendeten damit auch den Konzertabend. Nach minutenlangem Applaus kam das Orchester mit dem Musical "Aladdin" aus den Geschichten aus 1001 und einer Nacht von Alan Menken dem Wunsch einer Zugabe nach. (pm)+++


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