Der Bahnhof in Alsfeld soll laut den Stadtverordneten so schnell wie möglich attraktiver werden. - Archivfotos: O|N

ALSFELD Stadtverordnete sind sich einig

Barrierefreier Bahnhof, bessere Anbindungen: "Es wird ein langer Weg"

08.02.20 - "Es hat sich einiges angesammelt, nach der letzten Stadtverordnetenversammlung im Dezember", so Stephan Paule am Donnerstagabend bei der ersten Sitzung im neuen Jahr. Unter anderem sprachen die Stadtverordneten über den Entwurf des regionalen Nahverkehrsplanes - und waren sich schnell über einen barrierefreien Ausbau des Alsfelder Bahnhofs und eine bessere Anbindung ins Rhein-Main-Gebiet einig.

Bereits Ende letzten Jahres hatte der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) einen Entwurf über die Fortschreitung des regionalen Nahverkehrsplans von 2020 bis 2030 angefertigt. Die Kommunen haben bis Ende Februar die Möglichkeit, ihre Stellungnahme dazu einzureichen. Auch die Stadt Alsfeld kämpfte sich durch die über 500 Seiten des ausgearbeiteten Nahverkehrsplanes - die Fraktionen arbeiteten neun wichtige Punkte heraus, um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten. "Es soll insbesondere auf einen zeitnahen barrierefreien Ausbau des Bahnhofes sowie die deutliche Verbesserung der Bahnanbindung Alsfelds an das Rhein-Main-Gebiet, gegebenenfalls mit einem Ausbau der Schieneninfrastruktur, hingewirkt werden", plädierte Paule bereits bei der Ausschusssitzung am Dienstag. Im Entwurf des RMW ist bereits von einem Einsatz der RE44 die Rede, welche eine schnellere Verbindung auf der Strecke Alsfeld-Gießen in das Rhein-Main-Gebiet bieten würde. "Das Vorhaben wird von der Stadt begrüßt", so Paule.

Nur zwei steile Treppen führen zu ...

Auch die Vogelsbergbahn soll laut den Fraktionen besser ausgebaut werden: zweigleisig und elektrifiziert mit engerer Taktung der Verbindungen nach Fulda, Gießen und das Rhein-Main-Gebiet. "Außerdem wäre eine Verlängerung der Bedienzeiten am Abend und früherer Betriebsbeginn an Samstagen und Sonn- und Feiertagen wünschenswert", lautet einer der neun Punkte. Auch die Verbindung in den Landkreis Marburg-Biedenkopf und Hersfeld-Rotenburg soll gestärkt werden - mit sogenannten Cross-Bussen: "Wegen der Anbindung an die entsprechenden Bahnlinien sollten über die bisherigen Expressbuslinie X39 Alsfeld-Treysa hinaus Verbindungen nach Marburg und Bad Hersfeld bald realisiert werden." Eine weitere Beschlussvorlage soll den überörtlichen Nahverkehr stärken: der Ausbau über den Schülerverkehr hinaus.

Neun ausgearbeitete Punkte werden nun in einer Stellungnahme an den RMV abgegeben - alle Stadtverordnete stimmten einstimmig dafür. Doch Paule weiß auch: "Es sind besondere Schwerpunkte, es wird ein langer Weg."

Neubaugebiet und Kita "Feldstraße" schreiten voran

Paule berichtete aus dem Magistrat, dass das Neubaugebiet Beerenwiese weiter voranschreitet. "Im Zuge des Ausbaus werden in Teilbereichen erstmalig asphaltierte Baustraßen, diverse Parkflächen und Straßenbeleuchtung hergestellt. Die Stadtwerke Alsfeld, die deutsche Telekom und die OVAG werden entsprechende Versorgungsleitungen mit verlegen." Später geht es weiter mit abschließenden Straßenendausbau mit asphaltierter Fahrbahnoberfläche, Gehweganlagen sowie die Neuordnung der Wasser- und Bordsteinführung. "Der Ausbau wird voraussichtlich in den nächsten Jahren beginnen und bis nach den Sommerferien 2020 andauern."

Auch beim Neubau der Kita hatte Paule Neuigkeiten zu verkünden: "Die Arbeiten zur Rodung des Bewuchses auf dem künftigen Gelände der Kita wurden vergeben." Die Arbeiten sollen bereits noch in dieser Woche beginnen und bis Ende Februar fertiggestellt sein.

Außerdem wurde zu Beginn der Stadtverordnetenversammlung Dr. Jürgen Sauer einstimmig zum neuen Schiedsmann in Alsfeld gewählt. (Luisa Diegel) +++


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