Stadträtin Barabara Schlemmer bekommt Unterstützung von den Grünen - Archivfoto: O|N/Luisa Diegel

HOMBERG (OHM) "Quo Vadis?"

Jetzt bekommt Stadträtin Schlemmer Rückhalt von den Grünen

24.08.20 - Die Fraktion der Homberger Grünen stellt sich zu 100 Prozent hinter die Grünen Stadträtin Barbara Schlemmer. Das schreibt die Partei in einer Pressemitteilung und reagiert damit auf die Anschuldigungen gegenüber Schlemmer in Bezug auf den Weiterbau der A49: "Man braucht gar nicht nach Amerika zu schauen und mit dem Kopf zu schütteln, wenn dort ein einzelner Mann Dinge äußert, die er am nächsten Tag ja eigentlich ganz anders meinte, als es alle verstanden haben - das Gleiche ereignet sich hier in unserem beschaulichen Homberg auf peinliche Art und Weise. Mit den Äußerungen des Lebensgefährten der Bürgermeisterin sind Grenzen überschritten worden. Dies ist so nicht hinnehmbar. Auch wir erwarten, dass Frau Blum sich von diesen Äußerungen distanziert", so Fraktionsvorsitzende Christiane Helm.

Die Bestrebung der CDU, Schlemmer als Einzelperson in Rahmen der Diskussion um den Weiterbau der A49 zu diffamieren, sei mehr schlecht als recht. "Ein verzweifelter Versuch der CDU, sich jedes Mittels zu bedienen, der den Stopp des Weiterbaus, der vielleicht gar nicht mehr so unwahrscheinlich ist, zu unterbinden."

Mittlerweile befürchten die Homberger Grünen, dass für Homberg neben dem geplanten Industrie- und Gewerbegebiet eine weitere und weitaus größere Industrieansiedlung ansteht: "Die Planung eines riesigen, etliche Hektar großen zentralen Güterverkehrszentrums – so wie etwa in Kassel". Von Ulrich Künz (Kirtorf) und Dr. Hans Heuser (Mücke) wurde bereits 2019 in der Regionalversammlung der Antrag gestellt, zu untersuchen, ob sich die Gegend zwischen Homberg, Kirchhain und Stadtallendorf für ein solches Zentrum eignet. "Die Bahnstrecken bei Kirchhain oder Stadtallendorf sind bereits da, ebenso liegen im Bereich Nieder-Ofleiden bei der MHI Schienen. Sie wurden von der Bahn sogar für die schweren Schotterzüge der MHI ausgebaut." Eine Prognose-Studie dazu ist im Internet bereits einsehbar.

Für die Homberger Grünen ist nun klar, warum der Gemeindefragebogen, der als Grundlage für die künftige Entwicklung der Kommune in den Regionalplan miteinbezogen wird, den Stadtverordneten und den Bürgern inhaltlich nie vorgestellt wurde - andere Kommunen hätten diesen Gemeindefragebogen offen und transparent im Parlament besprochen.

"Man muss sich die Frage stellen, welche Planungen bezüglich eines mittelhessischen, zentralen Güterverkehrszentrums in Homberg bereits laufen. Leider ist es häufig so, dass erst Fakten geschaffen werden und die Bürger dann vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Das wollen wir so nicht. Was ein derartiges Projekt für Homberg bedeuten würde – besonders für Nieder-Ofleiden, Appen- und Dannenrod, möchte ich mir nicht vorstellen" so Fraktionsvorsitzende Christine Helm.

Für den geplanten Weiterbau der A49 gebe es alternative Planungsideen. Diese Alternativen werden in der Diskussion um die nicht mehr zeitgemäße Planung der A49 von den Befürwortern dieses Planungsdinosauriers allerdings nicht in Betracht gezogen. "Bedauerlich, gemeinsam könnte man sicherlich eine zeitgemäßere Lösung finden." (pm) +++


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