HOMBERG (OHM) Aktivisten wehren sich: "Haut ab!"

Und das war erst der Anfang: Polizei- und SEK-Einsatz im Dannenröder Forst

17.09.20 - Eigentlich wollte die Polizei am Mittwochmorgen gemeinsam mit dem Forstamt Schweinsberg die Waldwege im Dannenröder Forst von Barrikaden befreien. Eigentlich. Denn die Umweltaktivisten stellten sich ihnen in den Weg, indem sie in luftiger Höhe auf sogenannten Tripods stundenlang ausharrten. Nachdem eine Aktivistin über vier Stunden in 13 Meter Höhe demonstrierte, rückte das SEK aus Wiesbaden an und beendete den Einsatz gegen 15 Uhr.

"Ich riskiere wegen euch mein Leben", schrie sie die etwa hundert Einsatzkräfte immer wieder an. "Ich komme erst runter, wenn ihr geht." Applaus kassierte sie immer wieder von den anderen Camper im Forst, die sich rund um die Polizeiabsperrung verteilten. Drei Versuche, die Aktivistin mit einer Hebebühne von dem Tripod herunterzuholen, scheiterten, sodass die Polizei vor Ort das SEK nachalarmierte. 

Nach vier Stunden wurde das SEK ...Fotos: Luisa Diegel

Derzeit versperren Barrikaden den Weg im ...

Davon zeigten sich die Aktivisten jedoch wenig beeindruckt: "Haut ab, haut ab" riefen sie den Polizeibeamten immer wieder zu. Unbeirrt stiegen die Beamten vom SEK nach einem kurzen Briefing auf die Hebebühne und versuchten, die Frau zu überreden, ihre Demonstration in luftiger Höhe abzubrechen. Doch das scheiterte, weil sie sich energisch und mit Worten wie: "Verpiss dich, du Spasti", zur Wehr setzte. Gegen 15 Uhr gelang es den Beamten jedoch, die Frau aus 13 Metern herunterzuholen. 

Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis "Keine A49" verfolgte den stundenlangen Einsatz und freute sich: "Wenn so eine Aktion schon so lange dauert, wie lange dauert dann die Räumung des Waldes? Dann gibt es in 2024 noch keine A49."


Hintergrund

Gegen 08:20 Uhr kündigte das Polizeipräsidium Mittelhessen am Mittwochmorgen an, dass einige Beamten auf Ersuchen des Forstamtes Schweinsberg Arbeiter beim Wiederherstellen der notwendigen Rettungs- und Zufahrtswege im Dannenröder Forst begleiten. Aktivisten hatten die Wege versperrt, indem sie Äste auf die Wege stapelten und Löcher in die Straßen gruben. (Siehe auch "Mehr zum Thema"). (Luisa Diegel) +++

Barbara Schlemmer, Städträtin von Homberg ...


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